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Brexit und Türkei-Krise verunsichern schwäbische M+E Industrie
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Brexit und Türkei-Krise verunsichern schwäbische M+E Industrie

 Jürgen Weiß, Vorsitzender der bayme vbm Region NordWest Schwaben. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Jürgen Weiß, Vorsitzender der bayme vbm Region NordWest Schwaben. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm haben auch in diesem Halbjahr ihre Mitgliedsbetrieben zur wirtschaftlichen Entwicklung befragt. Insgesamt bewerteten die Unternehmen der schwäbischen Metall- und Elektro-Industrie die aktuelle konjunkturelle Lage besser als noch im Winter.

von Tamina Andrasch, Online-Redaktion

„Die Geschäftslage ist durchaus gut, Unsicherheiten sind allerdings mit Blick ins Ausland zu beobachten. Stichworte dabei sind der Brexit und die aktuelle Situation in der Türkei“, fasste Jürgen Weiß, Vorsitzender der bayme vbm Region NordWest Schwaben, zusammen. Im Vergleich zur letzten Umfrage vor rund einem halben Jahr hat sich die Stimmung verbessert.

Positive Einschätzung des Inlands- und Auslandsgeschäfts

Mehr als 44 Prozent der befragten M+E Unternehmen in Schwaben bezeichneten sowohl die Inlands- wie auch Auslandsgeschäfte als gut. Rund 17 Prozent bewerteten die Lage im Inland, 13 Prozent die im Ausland als schlecht. Vor allem in Bezug auf den Export sind die Einschätzungen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres besser ausgefallen als zur letzten Befragung im Winter. Hierbei ergab sich ein deutlicher Anstieg des Saldos um 11 Prozent.

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Verbesserte Produktions- und Investitionspläne

Die Produktionspläne der schwäbischen M+E Unternehmen sind aufwärts gerichtet. So will fast jeder dritte Betrieb seinen Output im zweiten Halbjahr 2016 weiter ausweiten. Nur rund sechs Prozent müssen ihre zukünftige Produktion zurückfahren. Auch die Investitionspläne liegen mit einem Anstieg von 7,5 Prozentpunkten höher als im Winter. Gut 20 Prozent der Unternehmen planen eine zukünftige Erhöhung der Investitionen. Die Investitionspläne im Ausland sind dabei aufgrund der Kosten etwas expansiver als im Inland. 

Unterschiedliche Ertragslage in Schwaben

Mehr als 50 Prozent der M+E Unternehmen in Schwaben hoffen 2016 auf eine Nettoumsatzrendite von vier Prozent und mehr. Rund sechs Prozent befürchten Verluste. Jeweils knapp acht Prozent rechnen mit einer schwarzen Null oder einer unzureichenden Rendite von unter zwei Prozent. Damit steht Schwaben besser da als der bayerische Durchschnitt: Im Freistaat gehen mehr als 20 Prozent der M+E Firmen 2016 von einer unzureichenden Rendite von unter zwei Prozent aus.

Zusätzliche Jobs in der zweiten Jahreshälfte 2016

Rund 40 Prozent der Unternehmen in Schwaben wollen neue Stellen schaffen. „Der Beschäftigungsanstieg in der Region wird sich beschleunigen“, erklärt Weiß. „Im ersten Halbjahr 2016 sind in den M+E Unternehmen unserer Region erfreulicherweise bereits 1.300 neue Stellen entstanden. Bis Ende 2016 rechnen wir mit weiteren 2.000 neuen Arbeitsplätzen, dann wären es rund 130.000 M+E Beschäftigte in Schwaben“. Rund 15 Prozent der Unternehmen rechnen hingegen damit, Stellen streichen zu müssen. Mit diesen Zahlen liegt Schwaben leicht unterhalb des bayerischen Durchschnitts.

Weiterhin Skepsis und Unsicherheit mit Blick auf Exportgeschäft

„Das weltwirtschaftliche Umfeld ist weiterhin schwach und die Risikofaktoren haben stark zugenommen“, erklärte Weiß die Unsicherheit der schwäbischen Unternehmen. Der anhaltende Konflikt mit Russland, der Bürgerkrieg in Syrien und auch der islamistische Terror tragen maßgeblich dazu bei. Zusätzlich dazu spielen aktuell auch die Spannungen in der Türkei, einem wichtigen strategischen Handelspartner, eine wichtige Rolle. Geographisch näher an Schwaben liegen auch die Auswirkungen des Brexits. Diese können auf langfristige Sicht allerdings noch nicht abgeschätzt werden. „Die Verhandlungen müssen noch abgewartet werden, je nachdem ergibt sich mehr oder weniger Einfluss auf Schwaben“, erklärt Weiß. Wichtig dabei ist, dass möglichst schnell Klarheit geschafft wird, damit sich auch die Schwäbische Metall- und Elektroindustrie auf etwaige Änderungen einstellen kann.

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