Neue Interimsspielstätte

Brechtbühne zieht nun auf das Augsburger Gaswerk-Gelände um

Die Brechtbühne zieht gerade um. Foto: Nikolas Hagele
Für die Bühne an der Kasernstraße ist der letzte Vorhang gefallen. Wie die neue Interimsspielstätte des Theaters künftig aussehen wird.

Innerhalb von zwei Monaten wird der Containerbau im Martini-Park zurück- und wiederverwendbare Einrichtungsteile ausgebaut. Diese werden für das Schauspiel im Ofenhaus auf dem GaswerkGelände gebraucht. Dort entsteht die zweite Interimsspielstätte des Theaters während der Sanierungszeit. Spätestens im November müssen alle wiederverwendbaren Teile im Ofenhaus auf dem Gaswerk-Gelände wieder eingebaut sein.

Was mit umzieht und was zurückbleibt

Unter anderem wird die komplette Zuschauertribüne auf die schmaleren Maße des Ofenhauses angepasst und wieder eingebaut. Ebenso wird mit der Obermaschinerie samt mobiler Brücke verfahren. Auch die Ton- und Medientechnik samt Bühnenbeleuchtung, Bühnenböden und Schließanlage wird aus der Brechtbühne abtransportiert und im Ofenhaus neu installiert. Schließlich muss die Klimatechnik noch in einer aufwendigen Aktion mit einem Kran vom Dach geholt werden, bevor sie auf dem Anbaudach des Ofenhauses wieder eingepasst wird. Zurück bleiben allerdings die stilisierte rote Vorhang-Fassade der Brechtbühne und die Fassadenhülle samt Restgebäude. Laut Stadt ist die Wiederverwendung der Hülle aus wirtschaftlichen Gründen nicht vertretbar. Daher wird auf diese Maßnahme verzichtet und das Gebäude schließlich komplett zurückgebaut.

Der Zuschauerraum der Brechtbühne. Foto Nikolas Hagele

Archäologen beginnen mit Ausgrabungen nach Umzug

Danach haben die Archäologen das Sagen auf dem geräumten Baufeld. Experten vermuten dort aufgrund des Verlaufs einer Römerstraße in unmittelbarer Nähe größere Funde aus der Römerzeit. Im Rahmen der archäologischen Ausgrabungen werden auch die Duktilpfähle, auf denen die Brechtbühne steht, Schritt für Schritt freigelegt und gekürzt. Nur so kann das Baufeld für das künftige Bauteil II des Theaters vollständig freigelegt werden.

Stadt muss eventuell Fördergelder zurückzahlen

Der Bau der Brechtbühne wurde seinerzeit vom Freistaat Bayern mit 1,82 Mio. Euro gefördert. Da der Bau vor Ablauf seiner ursprünglich geplanten Nutzungszeit zurückgebaut wird, müsste die Stadt einen Teil der Fördersumme zurückbezahlen. Weil jedoch Teile der Bühne wiederverwendet werden, steht noch nicht fest, wie hoch eine mögliche Rückzahlung ausfällt. Stadt und Fördergeber sind darüber im Gespräch.

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Der Zuschauerraum der Brechtbühne. Foto Nikolas Hagele

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