Rückbau am Theater

Augsburg könnte Fördergelder der Brechtbühne zurückzahlen müssen

Die Brechtbühne zieht gerade in ihre neue Interimsspielstätte um. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg
Zug um Zug geht der Abbau der Brechtbühne voran. Jetzt wurde mittels Kran die mehrteilige Lüftungsanlage vom Dach der Brechtbühne geholt. Der Rückbau könnte der Stadt Rückzahlungen ersparen.

Das Innenleben der Brechtbühne ist nahezu leergeräumt. Obermaschinerie, Bühnenbeleuchtung, Tribüne, und Bühnenboden der Probebühne sowie alles, was tragbar ist, wurde schon entfernt. Jetzt wurde auch die mehrteilige Lüftungsanlage demontiert und auf einem LKW abtransportiert. Bis zum Herbst werden die wiederverwendbaren Teile der Brechtbühne im Ofenhaus als Interimsspielstätte für das Schauspiel auf dem GaswerkGelände eingebaut.

Luftvolumen von Ofenhaus und Brechbühne stimmen überein

Ein Kran hievte jüngst die jeweils 500 bis 1.000 Kilogramm schweren Teile der Lüftung auf einen Lastwagen zum Abtransport. Sie wird zunächst für zwei Wochen zwischengelagert, bevor sie Anfang August auf das Dach des Ofenhauses gehoben und dort wieder montiert wird. Dass die Lüftungsanlage wiederverwendet werden kann, ist möglich, weil das Luftvolumen des Raumes im Ofenhaus aufgrund seiner Abmessungen jenem der Brechtbühne entspricht.

Früherer Rückbau: Freistaat könnte Gelder zurückfordern

Der Bau der Brechtbühne wurde seinerzeit vom Freistaat Bayern mit 1,82 Millionen Euro gefördert. Da der Bau vor Ablauf seiner ursprünglich geplanten Nutzungszeit zurückgebaut wird, müsste die Stadt einen Teil der Fördersumme zurückbezahlen. Weil jedoch Teile der Bühne wiederverwendet werden, steht noch nicht fest, wie hoch eine mögliche Rückzahlung ausfällt. Stadt und Fördergeber sind darüber im Gespräch.

Taktung mit den Archäologen

Der Zeitpunkt für den Rückbau der Brechtbühnen-Hülle selbst muss mit der Arbeit der Archäologen vor Ort abgestimmt sein. Erst wenn absehbar ist, wann die Altertumsforscher ihr Grabungsfeld zeitlich „beziehen“ können, wird die Außenhülle entsprechend vorher demontiert. Experten vermuten dort aufgrund des Verlaufs einer Römerstraße in unmittelbarer Nähe größere Funde aus der Römerzeit. Im Rahmen der archäologischen Ausgrabungen werden auch die Duktilpfähle, auf denen die Brechtbühne steht, Schritt für Schritt freigelegt und gekürzt. Nur so kann das Baufeld für das künftige Bauteil II des Theaters vollständig freigelegt werden.

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