Stadt Augsburg

Brandschutz im Augsburger Rathaus: Stadt muss 425.000 Euro investieren

Das Augsburger Rathaus. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Von außen strahlt das Augsburger Rathaus dank der letzten Sanierungs-Maßnahmen nun wieder fast wie neu. Innen sieht es anders aus. Gerade beim Thema Brandschutz muss das Wahrzeichen nacharbeiten. Das hatte Baumeister Elias Holl nicht mit eingeplant.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Weitere 425.000 Euro muss Augsburg nun in das Rathaus investieren. Davon sollen Brandschutzmaßnahmen bezahlt werden, die beim Bau zwischen 1615 und 1620 noch nicht bedacht worden waren. Beginnen mit den Maßnahmen möchte die Stadt im kommenden Jahr. Bis 2020 sollen verschiedene weitere Abschnitte folgen und fertiggestellt werden.

Neue Brandschutztüren im Augsburger Rathaus

Der Betrieb des Rathauses wird dabei gewährleistet bleiben. Die Stadtspitze muss also nicht umziehen. Zu sehen sein werden die Bauarbeiten dennoch. Den Anfang machen die Treppenhäuser, in denen abwechselnd gearbeitet wird. So bleibt immer ein Auf- und Abgang zum Goldenen Saal und den Fürstenzimmern erhalten. Eingebaut werden sollen beispielsweise Brandschutztüren im Unteren Fletz, der Eingangshalle des Rathauses. Auch Wanddurchbrüche im Gebäude sind geplant. Nicht betroffen von der Brandschutz-Sanierung ist der Ratskeller.

Rathaus wird seit dem Frühjahr saniert

Die Sanierungen am Rathaus begannen bereits im April dieses Jahres. Damals wurde das Bauwerk für mehrere Monate eingekleidet. Darunter wurde für rund 200.000 Euro die Fassade erneuert. Die Folie, die das Rathaus verdeckte, wurde pünktlich zum Tag des Denkmals im September wieder abmontiert. Das darauf gedruckte Abbild des Rathauses im Maßstab 1:1 findet als Material für Einkaufstaschen Wiederverwendung. Etwa 10.000 Euro ließ sich die Stadt den Druck kosten

Das Geheimnis der Zirbelnuss

Bei der Fassaden-Sanierung wurde auch die Zirbelnuss auf der Spitze des Rathauses für kurze Zeit entfernt. Für 48.000 Euro lies Augsburg sie ab- und rückmontieren und in München reparieren. Im Sockel der bronzenen Zirbelnuss machten die Bauarbeiter einen überraschenden Fund. Zutage befördert wurde ein Dokument aus dem Jahre 1924, das sich mit der Reparatur und Montage der Zirbelnuss aus diesem Jahr beschäftigt, sowie vier Banknoten aus der damaligen Inflationszeit.

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