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von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion
Der Perlachturm zählt mit seinen 70 Metern Höhe zu den höchsten Gebäuden Augsburgs. Wenn auch nicht ganz klar ist, woher er seinen Namen trägt, steht dennoch fest: Er muss saniert werden. In den letzten Tagen wurde der Turm daher von Experten näher inspiziert. Diese stellten „nicht unerhebliche Bauschäden“ fest, wie Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl erklärt.
900.000 Euro für den ersten Bauabschnitt
Rund 2,1 Millionen Euro lässt sich die Stadt die nötigen Reparaturen kosten. Von oben bis unten wird der Perlachturm erneuert. Den Anfang machen im kommenden Jahr die zwei oberen Natursteingeschosse, die Kuppel und die Glocken. Die Kuppel wird dafür vom Turm abgenommen, da sie Risse und defekte Fugen aufweist. Außerdem müssen die Bauarbeiter anschließend an das Innenleben der Natursteingeschosse kommen. Diese sind mit Stahlkonstruktionen verstärkt worden. Der Stahl soll nun durch Edelstahl ersetzt werden. Dieser erste Bauabschnitt allein wird rund 900.000 Euro kosten.
Neuer Eingangsbereich für den Perlachturm geplant
Weiter geht es 2018 mit der Sanierung des restlichen Turmes. 2019 folgt dann die Innensanierung. Auch der Eingangsbereich soll umgebaut werden. Bisher befindet sich die Kasse im oberen Bereich des Turms. Die Stadt Augsburg führte daher Gespräche mit der Regio Augsburg Tourismus GmbH. Zusammen sind sich die Parteien einig, diese Situation zu verbessern. Der an den Turm angrenzende Laden wurde daher nicht weiter vermietet. Hier soll der neue Eingangsbereich entstehen, wie die Zweite Bürgermeisterin der Stadt Augsburg, Eva Weber, erklärt. Denkbar wäre auch, das Geschäft als Treffpunkt für Stadtführungen zu nutzen.
Der Perlachturm: Über 1000 Jahre Baugeschichte
Im Jahr 989 wurde der Perlachturm als Wachturm erbaut. In den vergangen Jahrhunderten durchlebte das Bauwerk zahlreiche Umgestaltungen. 1526 wurde er auf 63 Meter erhöht. Kurz darauf erhielt der Turm ein Uhrwerk mit Glocke. Als Stadtbaumeister Elias Holl das Rathaus neu errichtete, nahm er sich auch des Perlachturms an. So erhielt der Turm von 1612 bis 1618 sein heutiges Aussehen mit der aufgesetzten Figur der Stadtgöttin Cisa. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde der Perlachturm das letzte Mal groß saniert. Aus dieser Zeit stammen auch die Stahlkonstruktionen, die nun erneuert werden.