Domviertel

bodhi: Augsburgs erster veganer Wirtshaus-Gastronom im Interview

Auch in der Augsburger Gastronomie ist der vegane Trend angekommen. In Kürze eröffnet im Domviertel mit bodhi das erste vegane Wirtshaus in der Fuggerstadt. Wieso sich Klaus Kuttner, der Geschäftsführer von bodhi, für Augsburg entschieden hat und ob auch Nicht-Veganer willkommen sind, erzählt er unserer Redaktion.

Wirtshäuser sind der Inbegriff der bayerischen Gemütlichkeit. Auch das vegane Lokal bodhi will dieses Gefühl vermitteln. Sowohl das Ambiente als auch die Speisekarte sind deftig-rustikal, nur eben streng ohne tierische Produkte. Seit 2014 gibt es das vegane Wirtshaus schon in München, nun auch bald in Augsburg. 

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie kamen Sie dazu ein veganes Restaurant zu eröffnen?

Klaus Kuttner: Die Art von Küche und die entspannte Atmosphäre die wir im bodhi schaffen, war immer das, was mir an den meisten veganen Läden fehlte. Ich hatte aber das Gefühl, dass gerade dieser Stil auch anderen fehlt und insbesondere bei nicht-vegan lebenden Menschen Interesse weckt.

Was hat Sie dazu bewegt, in Augsburg ein Restaurant zu eröffnen?

Augsburg ist eine tolle Stadt, viele unsere Gäste kommen von hier oder aus dem schwäbischen Raum. Unser erstes Restaurant haben wir in München eröffnet. Durch einen weiteren Standort können wir versuchen, noch weitere Menschen mit unserem Konzept zu begeistern.

Wie würden Sie ihre Küche beschreiben?

Wir bieten deftige, gut bürgerliche Wirtshausküche.

Sind auch Nicht-Veganer bei Ihnen willkommen?

Selbstverständlich können sich bei uns nicht nur Veganer wohlfühlen. Denn bei uns wird nicht aktiv missioniert, wir wollen unseren Gästen lediglich einen gemütlichen Abend mit Essen und Drinks bieten. Wem das taugt, der ist bei uns richtig.

Wie sind Sie auf das Gebäude im Domviertel aufmerksam geworden?

Ich habe ausgiebig nach Objekten im süddeutschen Raum gesucht. Das wunderschöne, urige Ambiente und die Raumaufteilung des Gebäudes haben mich sofort begeistert.

Steht der Eröffnungstermin schon fest?

Noch nicht, wir sind aber fleißig in den finalen Umbaumaßnahmen. Daher rechnen wir mit Mitte September. Wir können es kaum noch erwarten.

Was bedeutet der Name bodhi?

Der Bodhibaum steht aufgrund seiner historischen Bedeutung im Buddhismus sinnbildlich für den Gewinn einer Erkenntnis. Eine religiöse Erkenntnis gibt es bei uns nicht, dafür aber die ein oder andere Kulinarische. Zum Beispiel, dass auch ein Kaiserschmarrn ohne Ei und Milch schmeckt.

Seit wann sind Sie selbst vegan?

Vegan lebe ich seit nunmehr 6 Jahren. Davor ernährte ich mich etwa 1,5 Jahre rein vegetarisch. Ein Wandel den weder ich noch mein Umfeld erwartet hätten.

Was möchten sie mit Ihren Restaurants bewirken?

Die Welt ist durch den übermäßigen Konsum tierischer Produkte sehr beeinträchtigt worden, um es gelinde auszudrücken. Durch die Verbreitung der veganen Küche bin ich der Überzeugung, den ökologischen und ethischen Missständen entgegen zu wirken.

Wollten Sie schon immer selbstständig sein?

Tatsächlich war dies schon immer ein großer Traum, meine persönlichen Visionen auch beruflich zu verwirklichen.

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Auch in der Augsburger Gastronomie ist der vegane Trend angekommen. In Kürze eröffnet im Domviertel mit bodhi das erste vegane Wirtshaus in der Fuggerstadt. Wieso sich Klaus Kuttner, der Geschäftsführer von bodhi, für Augsburg entschieden hat und ob auch Nicht-Veganer willkommen sind, erzählt er unserer Redaktion.

Wirtshäuser sind der Inbegriff der bayerischen Gemütlichkeit. Auch das vegane Lokal bodhi will dieses Gefühl vermitteln. Sowohl das Ambiente als auch die Speisekarte sind deftig-rustikal, nur eben streng ohne tierische Produkte. Seit 2014 gibt es das vegane Wirtshaus schon in München, nun auch bald in Augsburg. 

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie kamen Sie dazu ein veganes Restaurant zu eröffnen?

Klaus Kuttner: Die Art von Küche und die entspannte Atmosphäre die wir im bodhi schaffen, war immer das, was mir an den meisten veganen Läden fehlte. Ich hatte aber das Gefühl, dass gerade dieser Stil auch anderen fehlt und insbesondere bei nicht-vegan lebenden Menschen Interesse weckt.

Was hat Sie dazu bewegt, in Augsburg ein Restaurant zu eröffnen?

Augsburg ist eine tolle Stadt, viele unsere Gäste kommen von hier oder aus dem schwäbischen Raum. Unser erstes Restaurant haben wir in München eröffnet. Durch einen weiteren Standort können wir versuchen, noch weitere Menschen mit unserem Konzept zu begeistern.

Wie würden Sie ihre Küche beschreiben?

Wir bieten deftige, gut bürgerliche Wirtshausküche.

Sind auch Nicht-Veganer bei Ihnen willkommen?

Selbstverständlich können sich bei uns nicht nur Veganer wohlfühlen. Denn bei uns wird nicht aktiv missioniert, wir wollen unseren Gästen lediglich einen gemütlichen Abend mit Essen und Drinks bieten. Wem das taugt, der ist bei uns richtig.

Wie sind Sie auf das Gebäude im Domviertel aufmerksam geworden?

Ich habe ausgiebig nach Objekten im süddeutschen Raum gesucht. Das wunderschöne, urige Ambiente und die Raumaufteilung des Gebäudes haben mich sofort begeistert.

Steht der Eröffnungstermin schon fest?

Noch nicht, wir sind aber fleißig in den finalen Umbaumaßnahmen. Daher rechnen wir mit Mitte September. Wir können es kaum noch erwarten.

Was bedeutet der Name bodhi?

Der Bodhibaum steht aufgrund seiner historischen Bedeutung im Buddhismus sinnbildlich für den Gewinn einer Erkenntnis. Eine religiöse Erkenntnis gibt es bei uns nicht, dafür aber die ein oder andere Kulinarische. Zum Beispiel, dass auch ein Kaiserschmarrn ohne Ei und Milch schmeckt.

Seit wann sind Sie selbst vegan?

Vegan lebe ich seit nunmehr 6 Jahren. Davor ernährte ich mich etwa 1,5 Jahre rein vegetarisch. Ein Wandel den weder ich noch mein Umfeld erwartet hätten.

Was möchten sie mit Ihren Restaurants bewirken?

Die Welt ist durch den übermäßigen Konsum tierischer Produkte sehr beeinträchtigt worden, um es gelinde auszudrücken. Durch die Verbreitung der veganen Küche bin ich der Überzeugung, den ökologischen und ethischen Missständen entgegen zu wirken.

Wollten Sie schon immer selbstständig sein?

Tatsächlich war dies schon immer ein großer Traum, meine persönlichen Visionen auch beruflich zu verwirklichen.

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