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Bleibt UPM im Flächentarif?
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UPM/IG BCE

Bleibt UPM im Flächentarif?

 Im Dezember demonstrierten die UPM Mitarbeiter aus dem Augsburger Werk gegen die Pläne des Unternehmens, Foto: privat

Im Dezember hatte UPM angekündigt, mit allen deutschen Werken, darunter auch das Werk in Augsburg, den Papier-Arbeitgeberverband verlassen zu wollen. Angedacht war der Abschluss eines Hausvertrages. Gespräche zwischen der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und dem Papierhersteller UPM konnten jetzt zu einem Ergebnis gebracht werden. Doch was bedeutet dies nun für die Mitarbeiter und bleibt der Papierhersteller UPM Papier-Arbeitgeberverband?

Aufatmen bei den Beschäftigten von UPM. Das Unternehmen steigt nicht wie angekündigt aus der Vereinigung der Arbeitgeberverbände der Deutschen Papierindustrie (VAP) und damit dem Flächentarif aus. Am Montag trafen sich die Vertreter von UPM mit der Spitze der IG BCE in Hannover zu Gesprächen über die Tarifbindung, dessen Ergebnis sehr erfreulich war. Für IG BCE Tarifpolitiker Peter Hausmann ist die Entscheidung von UPM ein echter „Fortschritt. Jetzt ist der Weg frei, um die schwierigen Probleme angemessen erörtern und tragfähige Lösungen finden zu können.“

Wettbewerbsfähigkeit von UPM muss erhalten bleiben

Im Rahmen des Spitzengesprächs bekräftigten die IG BCE und UPM die Grundsätze eines sozialpartnerschaftlichen Umgangs miteinander, wie sie bereits seit Jahrzehnten erfolgreich praktiziert werden. Die beiden Parteien hielten fest, dass die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens die Basis sein muss, um auch zukünftig Arbeitsplatzsicherheit, „Gute Arbeit“ und Wettbewerbsfähigkeit als gleichrangige Ziele zu verfolgen. Zudem wurde vereinbart, für die Standorte Plattling und später Hürth Verhandlungen aufzunehmen. Diese beiden im Jahr 2011 übernommenen Werke konnten bisher nämlich noch nicht kostenneutral integriert werden. UPM und Gewerkschaft verfolgen das Ziel, einheitliche Arbeitsbedingungen auf Basis des Flächentarifvertrags festzulegen.

Ein gemeinsamer Weg wurde gefunden

Wie bereits erwähnt hatte UPM Anfang Dezember angekündigt, den Papier-Arbeitgeberverband verlassen zu wollen. Das Unternehmen wollte einen Haustarifvertrag durchsetzten. Damit waren das System des Flächentarifvertrags in Frage gestellt und Dauerkonflikte um Haustarifverträge programmiert. Dies konnte niemand wollen, der ernsthaft an einer guten wirtschaftlichen Entwicklung der Papierindustrie interessiert ist. Der jetzt gefundene grundsätzliche Konsens, so Peter Hausmann, „ist Ausdruck der ökonomischen und tarifpolitischen Vernunft“. Auch UPM zeigt sich mit den Ergebnissen zufrieden: „Bei unserem Gespräch konnte eine konstruktive Vorgehensweise und ein gemeinsamer Weg gefunden werden, bei dem nun die offenen Punkte zur Zufriedenheit aller Beteiligten gelöst werden können“, so Dr. Hartmut Wurster, Arbeitsdirektor der deutschen UPM Gesellschaften.

UPM bleibt im Flächentarif

Konkret bedeutet dies, dass UPM weiterhin mit seinen deutschen Standorten im Flächentarif bleibt. Außerdem haben sich die Parteien darüber geeinigt, dass die beiden übernommenen Werke in Platting und Hürth kostenneutral integriert werden. “Die Sozialpartnerschaft mit unseren Mitarbeitern haben wir während des gesamten Prozesses ohnehin nie in Frage gestellt“, so Dr. Hartmut Wurster abschließend.

Tarif für beide Seiten ein Vorteil

In der Papierindustrie ist die Bindungskraft der Tarifverträge bislang außerordentlich hoch. Dies hat enorme Vorteile für die Unternehmen und die Beschäftigen. Die Unternehmen haben Planungssicherheit in Entgeltfragen, sind geschützt vor Schmutzkonkurrenz. Den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer garantiert der Tarifvertrag anständige Arbeitsverhältnisse und faire Löhne und Gehälter.

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