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Betrug bei dm? Billigtaschen, statt manomama-Qualität
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dm-drogerie markt GmbH + Co. KG | manomama GmbH

Betrug bei dm? Billigtaschen, statt manomama-Qualität

 dm geriet wegen der in Indien produzierten Baumwoll-Pfandtaschen in die Bredoullie. foto: dm drogeriemarkt GmbH + Co. KG
dm geriet wegen der in Indien produzierten Baumwoll-Pfandtaschen in die Bredoullie. foto: dm drogeriemarkt GmbH + Co. KG

Die Drogeriekette dm bietet in ihren Filialen Baumwoll-Taschen aus dem Sozialunternehmen manomama an. Das Augsburger Label steht für Qualität „made in Germany“. Doch einen Teil der Stoffbeutel lässt dm im weit entfernten Indien herstellen. Grund für die Produktionsverlagerung seien laut Konzern ethische Gründe. dm-Kunden fühlen sich getäuscht und kritisieren das Unternehmen in sozialen Netzwerken.

von Martina Lakotta, Online-Redaktion

Sina Trinwalder, Gründerin von manomama, setzt in ihrem Unternehmen auf ökologisch-nachhaltige Qualität „made in Germany“. Außerdem verfolgt sie mit der Anstellung von Langzeitarbeitslosen oder anderen schwer vermittelbaren Arbeitskräften auch einen sozialen Aspekt. Dieses Konzept hat wohl auch die dm-Geschäftsführung überzeugt: Seit mehr als zwei Jahren arbeitet die deutsche Drogeriekette mit manomama zusammen und lässt ihre Pfand-Baumwolltaschen von dem Augsburger Unternehmen produzieren. Nun geriet die öko-soziale Kooperation in Verruf – denn neben der Augsburger Taschen verkauft dm Stoffbeutel aus Indien, die denen von manomama zum Verwechseln ähnlich sehen, wie Bloggerin Pia Drießen aufdeckte. Einige Kunden fühlen sich nun von dm betrogen und werfen dem Konzern in sozialen Netzwerken "Augenwischerei" vor.

manomama wusste nichts von indischen Kopien bei dm

Die Drogeriekette dm klärt auf der eigenen Webseite zwar die Herkunft der Beutel auf. Doch nicht mal Sina Trinkwalder, Gründerin von manomama, habe bis zu dem Blogeintrag von Pia Drießen von den indischen Kopien gewusst, berichtet der Spiegel online. Als die Meldung der Bloggerin ihre Runde machte, stellte die manomama-Geschäftsführerin klar: „Fakt ist, dass ich zum ersten Mal die rote Tasche bei Mamamiez auf einem Instagram-Foto gesehen habe.“ Erst mit dem zweiten Blick erkannte Trinkwalder, dass es sich hierbei nicht um Taschen aus ihrem Hause handele, da die Riegel anders seien. Sina Trinkwalder wollte sich auf Anfrage unserer Redaktion noch nicht zu dem Fall äußern - vorher wolle Sie mit Ihrem Geschäftspartner dm ein klärendes Gespräch führen.

dm begründet indische Produktion mit ethischen Argumenten

Viele Verbraucher fühlten sich aufgrund der indischen manomama-Kopien von dm getäuscht. In einer Pressemeldung begründet dm-Geschäftsführer Christoph Werner die Produktionsverlagerung mit ethischen Argumenten: „Es ist uns ein Anliegen, den Menschen in Indien nicht nur den Auftrag zu geben, Baumwolle zu pflücken, sondern auch in Eigenregie die Fertigung für Waren durchzuführen.“ Das erscheine der Drogeriekette „im Zuge einer globalen Arbeitsteilung zukunftsfähig und richtig“.

dm will weiterhin mit manomama kooperieren

Ferner würden sich die beiden Taschen aus Deutschland und Indien nur ähneln, da dieses Design am besten bei den Kunden ankommen würde: „Wir haben in der Vergangenheit unterschiedliche Formen, Farben und Muster produzieren lassen und angeboten. Das aktuelle Design bei unseren Kunden am beliebtesten sei. Auch in Zukunft wolle der Konzern weiterhin mit manomama kooperieren.“

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