Corona-Krise

bayme vbm: Vorkrisenniveau erst Ende 2022 erwartbar

Eine Umfrage von bayme vbm hat ergeben, dass 60 Prozent bayerisch-schwäbischen M+E Betriebe mit durchschnittlich 20 Prozent Umsatzrückgang zu kämpfen haben. Weshalb der Verband mit Sorge auf die Entwicklung der Beschäftigung blickt.

Rund 60 Prozent der Betriebe der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie (M+E) haben im Jahr 2020 einen Umsatzrückgang verkraften müssen. Dieser liegt im Schnitt bei 20 Prozent. Das hat bayme vbm Anfang Februar verkündet und aus einer Umfrage geschlossen.

Schwierige Lage in vielen Betrieben

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„Das sind ernüchternde Zahlen. Sie belegen eindrücklich die schwierige Lage in vielen M+E Betrieben im vergangenen Jahr. Den Unternehmen fehlt die Liquidität, um in die Zukunft zu investieren. Wir müssen die Unternehmen entlasten. Dazu gehören die Ausweitung des steuerlichen Verlustrücktrags genauso wie das Maßhalten in der aktuellen Tarifrunde“, kommentiert bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt die aktuelle Umfrage der bayerischen M+E-Arbeitgeberverbände unter ihren Mitgliedsunternehmen.

Normalzustand erst Ende 2022 oder später

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Laut Umfrage produzieren nur 30 Prozent der bayerischen M+E Unternehmen wieder wie vor der Rezession, die bereits 2019 begann. Jedes Fünfte Unternehmen erreicht erst Ende 2021 das Produktionsniveau von 2018. „Für über die Hälfte der Betriebe wird der Normalzustand erst Ende 2022 oder später erreicht. Dazu kommt, dass weiterhin knapp 19 Prozent der Unternehmen ihre Produktion durch die Corona-Krise stark eingeschränkt sehen. Bei fast 60 Prozent sind die Einschränkungen auf die fehlende Nachfrage zurückzuführen, über 30 Prozent klagen über Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz“, erklärt Brossardt und fügt hinzu: „Die Unternehmen haben mit dem Ermöglichen von mobiler Arbeit und Home-Office ihre Flexibilität gezeigt. Die Bürokratie darf nicht zum Hemmschuh werden.“

Unternehmen bauen Stellen ab

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Mit Sorge blicke der Verband außerdem auf die Entwicklung der Beschäftigung. So muss jedes fünfte Unternehmen Beschäftigung abbauen, im Mittel um rund zehn Prozent. „Seit Beginn der Umfrage im Mai letzten Jahres ist der Anteil der Unternehmen, die betriebsbedingte Kündigungen aussprechen, von 5,7 auf 12,4 Prozent gestiegen. Das bereitet uns Sorge und zeigt die Wucht, mit der die Auswirkungen der Corona-Pandemie nachläufig auf die Beschäftigung durchschlagen“, kommentiert Brossardt und fügt hinzu: „Aktuell nutzen 36 Prozent der Unternehmen Kurzarbeit. Das betrifft fast jeden siebten Beschäftigten in der M+E Industrie. Im Maschinenbau ist sogar jeder zweite in Kurzarbeit. Das sind Arbeitsplätze, die noch nicht sicher sind. In der Tarifrunde gibt es jedenfalls 2021 keinen Verteilungsspielraum.“ Die Umfrage wurde zwischen dem 25. und 29. Januar durchgeführt.

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