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Bayerische Wirtschaft bedauert Ergebnis der Brexit-Abstimmung
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Außenhandel

Bayerische Wirtschaft bedauert Ergebnis der Brexit-Abstimmung

 Symbolbild. Die Brexit-Verhandlungen sind bisher nicht erfolgreich. Foto: Tim Reckmann / pixelio.de

Das britische Unterhaus hat das mit der EU verhandelte Austrittsabkommen deutlich abgelehnt. Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. bedauert diese Entscheidung. Ein harter Brexit sei damit kaum noch zu vermeiden.

vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt erklärte: „Ein harter Brexit ist kaum noch zu vermeiden. Dieser würde gravierende Folgen für die Wirtschaft nach sich ziehen. Es muss jetzt schnell eine politische und damit die Wirtschaft stabilisierende Lösung gefunden werden, die unseren Unternehmen Planungs- und Rechtssicherheit zurückgibt. Der Brexit insgesamt ist und bleibt aus unserer Sicht sowohl für Großbritannien wie auch für die Mitgliedstaaten der EU grundlegend falsch. Dennoch müssen wir die Austrittsentscheidung Großbritanniens akzeptieren.“

Harter Brexit riskiert das Außenhandelsvolumen Bayerns

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Er schätzt die Lage als dramatisch ein. Gerade die Unternehmen hängen damit weiter in der Luft. Oberste Priorität müsse nun sein, einen harten Brexit zu vermeiden. „Wenige Wochen vor dem Ausstiegsdatum können sich unsere Unternehmen nicht in der erforderlichen Weise vorbereiten. Ein ungeordnetes Ausscheiden des Vereinigten Königreichs riskiert ein bilaterales Außenhandelsvolumen Bayerns von über 20 Milliarden Euro an Ein- und Ausfuhren von Waren. Die unmittelbar drohende Rezession in der britischen Wirtschaft wird das Wachstum in Bayern beeinträchtigen. Ein ungeordnetes Ausscheiden des Vereinigten Königreiches muss London unbedingt vermeiden“, betonte Brossardt.

Unklarheiten gefährden Unternehmen und Arbeitsplätze

„Die Wirtschaft erwartet von der Premierministerin rasche Antworten, wie es weitergehen soll, insbesondere zu der Möglichkeit, den Austritt zu verschieben. Jede Unklarheit würde Tausende von Unternehmen und Arbeitsplätzen in Deutschland, Bayern und vor allem im Vereinigten Königreich gefährden. Für den Fall des ungeordneten Brexits hat die Europäische Kommission Notfallmaßnahmen in den Bereichen Finanzdienstleistungen, Transport, Güterhandel, Klimapolitik und Visumspolitik eingeleitet. Nun müssen Parlament und Rat unverzüglich handeln, um die schwersten Folgen einzudämmen“, so Brossardt abschließend.

Handel mit Großbritannien geht deutlich zurück

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Großbritannien ist ein wichtiger Handelspartner Bayerns. Das Vereinigte Königreich liegt auf dem vierten Platz der wichtigsten Exportländer Bayerns. Die Exporte nach Großbritannien summierten sich 2017 auf 13,9 Milliarden Euro, was 7,3 Prozent der Gesamtexporte Bayerns entspricht. In den Monaten Januar bis Oktober 2018 sanken die Exporte nach UK um 7,2 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Importe aus UK gingen um 8,6 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum zurück.

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