Schienen-Personen-Nahverkehr

Barrierefreie Bahnhöfe im Freistaat: Auch Schwaben soll profitieren

Deutschlandweit sollen Bahnhöfe barrierefrei ausgebaut werden. Bayerns Ziel dabei ist es, einer durchgängig barrierefreien Reisekette näher zu kommen. Diese Bahnhöfe haben dabei in Bayerisch-Schwaben oberste Priorität.

Der Bund legt für den Ausbau von Bahnhöfen ein neues Förderprogramm auf. Für dieses stellt er knapp 150 Millionen Euro bereit. Das Ziel: Barrierefreie Bahnhöfe deutschlandweit. Verwendet wird das Geld für mittelgroße Bahnhöfe mit einer Nachfrage von 1.000 bis 4.000 Reisenden pro Tag. Dabei soll die Förderung die Hälfte der Planungs- und Baukosten abdecken. Der Rest soll von den jeweiligen Ländern oder Kommunen selbst getragen werden.

Wer profitieren wird 

„Menschen mit Behinderung, Familien und Reisende mit viel Gepäck – sie alle werden von den zusätzlichen barrierefreien Bahnhöfen profitieren“, freut sich Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer. „Der Freistaat wird sich finanziell beteiligen und erwartet nun eine zügige Projektauswahl durch den Bund.“

Schwabens Prioritäten

In Bayern sind es etwa 70 Stationen, die nicht barrierefrei sind und die die geforderten Rahmenbedingungen erfüllen. Alle diese Bahnhöfe wurden beim Bund für das Förderprogramm angemeldet – zwölf davon mit höchster Priorität. Zwei dieser Priorisierungen befinden sich in Bayerisch-Schwaben. So sollen der Bahnhof in Kaufbeuren sowie der in Meitingen barrierefrei ausgebaut werden.  

Rahmenbedingungen müssen erfüllt werden

Um für einen barrierefreien Ausbau priorisiert zu werden, müssen einige Rahmenbedingungen erfüllt werden. Zu diesen gehören eine hohe Ein- und Aussteigerzahl oder eine ausgeprägte Knotenfunktion. Auch auf besonderen Bedarf vor Ort wird geachtet. So werden Bahnhöfe mit beispielsweise einem Altenheim oder einer Behinderteneinrichtung eher priorisiert. Zudem spielt auch die Distanz zum nächsten barrierefreien Bahnhof eine Rolle. So soll eine gleichmäßige Abdeckung aller Regionen erzielt werden.

Ausbau der Bahnhöfe ist Bundesaufgabe

Nach Maßgabe des Grundgesetzes ist der barrierefreie Ausbau von Bahnhöfen eine reine Bundesaufgabe. „Die Teilhabe aller Menschen am öffentlichen Leben und bei der Nutzung des öffentlichen Verkehrs ist mir jedoch ein Herzensanliegen“, hebt Ministerin Schreyer hervor. „Deswegen sind wir als Freistaat gerne bereit, einen kraftvollen finanziellen Beitrag zu leisten. Allerdings ist in Ergänzung zu unserem freiwilligen Engagement auch eine kommunale Mitfinanzierung nötig.“

Nun muss der Bund sich für Projekte entscheiden, die gefördert werden sollen. Die Fördermittel von 150 Millionen Euro würden laut Schreyer aber nicht mal für die zwölf prioritären Stationen ausreichen. „Der Freistaat Bayern hat daher den Bund aufgefordert, seiner Mittel nochmals kraftvoll zu erhöhen“, so die Verkehrsministerin.

Diese weiteren Bahnhöfe haben hohe Priorität:

Amberg (Oberpfalz)

Eichstätt (Oberbayern)

Gunzenhausen (Mittelfranken)

Karlstadt (Unterfranken)

Kronach (Oberfranken)

Kulmbach (Oberfranken)

Neufahrn (Niederbayern)

Parsberg (Oberpfalz)

Schwandorf (Oberpfalz)

Weiden (Oberpfalz)

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Wer profitieren wird 

„Menschen mit Behinderung, Familien und Reisende mit viel Gepäck – sie alle werden von den zusätzlichen barrierefreien Bahnhöfen profitieren“, freut sich Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer. „Der Freistaat wird sich finanziell beteiligen und erwartet nun eine zügige Projektauswahl durch den Bund.“

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In Bayern sind es etwa 70 Stationen, die nicht barrierefrei sind und die die geforderten Rahmenbedingungen erfüllen. Alle diese Bahnhöfe wurden beim Bund für das Förderprogramm angemeldet – zwölf davon mit höchster Priorität. Zwei dieser Priorisierungen befinden sich in Bayerisch-Schwaben. So sollen der Bahnhof in Kaufbeuren sowie der in Meitingen barrierefrei ausgebaut werden.  

Rahmenbedingungen müssen erfüllt werden

Um für einen barrierefreien Ausbau priorisiert zu werden, müssen einige Rahmenbedingungen erfüllt werden. Zu diesen gehören eine hohe Ein- und Aussteigerzahl oder eine ausgeprägte Knotenfunktion. Auch auf besonderen Bedarf vor Ort wird geachtet. So werden Bahnhöfe mit beispielsweise einem Altenheim oder einer Behinderteneinrichtung eher priorisiert. Zudem spielt auch die Distanz zum nächsten barrierefreien Bahnhof eine Rolle. So soll eine gleichmäßige Abdeckung aller Regionen erzielt werden.

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Nun muss der Bund sich für Projekte entscheiden, die gefördert werden sollen. Die Fördermittel von 150 Millionen Euro würden laut Schreyer aber nicht mal für die zwölf prioritären Stationen ausreichen. „Der Freistaat Bayern hat daher den Bund aufgefordert, seiner Mittel nochmals kraftvoll zu erhöhen“, so die Verkehrsministerin.

Diese weiteren Bahnhöfe haben hohe Priorität:

Amberg (Oberpfalz)

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