Mietkonditionen

Augsburgs Oberbürgermeister äußert sich zur Höhmann-„Affäre“

Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl und Kulturreferent Thomas Weitzel. Foto: Angelina Märkl/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Sind die Mieten im städtischen Höhmannhaus in der Augsburger Maximilianstraße zu niedrig? Der Leiter der städtischen Kunstsammlungen steht unter Beschuss. Oberbürgermeister Kurt Gribl ist verärgert.

Über die Mietkonditionen im Höhmannhaus wird seit Anfang August kontrovers disktutiert. Das Höhmannhaus ist zu einem Politikum geworden. Die Frage ist, ob Christof Trepesch, der Leiter der städtischen Kunstsammlungen, zu wenig Miete für seine städtische Wohnung bezahlt. Ein weiterer Mitarbeiter der Museen steht ebenfalls am Pranger. Trepesch ist in seiner Position seit 2011 für die Verwaltung und damit auch die Mieterverträge verantwortlich. Ruth Höhmann hat das Höhmannhaus nach ihrem Tod der Stadt und den Kunstsammlungen vermacht.

Das Höhmannhaus in der Maximilianstraße. Foto: Isabell Walter/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Zwei unterschiedliche Gutachten

Das Gutachten des städtischen Liegenschaftsamtes ist 2012 zu dem Schluss gekommen, dass alles korrekt verlief. Das Ergebnis eines externen Gutachtens, das von städtischen Rechnungsprüfern in Auftrag gegeben wurde, hat kürzlich etwas anderes ergeben. Die Stadt nimmt nun die Mieten im Höhmannhaus unter die Lupe. Zu den Hintergründen äußert sie sich nicht. Trepesch darf als Beamter in dem laufenden Verfahren zu den Vorwürfen auch keine Stellung beziehen.

Gribl erläuterte die Themen der Ferienausschuss-Sitzung. Foto: Angelina Märkl/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

„In hohem Maße ärgerlich“

Am Donnerstagnachmittag steht das Höhmannhaus auch auf der Agenda des Ferienausschusses, das verkleinerte Gremium des Stadtrates. Im Vorfeld hat sich Oberbürgermeister Kurt Gribl erstmalig zu der „Affäre“ geäußert. „Es ist in hohem Maße ärgerlich und bedenklich, dass das Thema öffentlich geworden ist“, äußert sich Gribl. Dabei richtet sich der Vorwurf nicht an die Medien, die darüber berichtet haben. Er ist vielmehr verärgert darüber, dass vertrauliche Informationen nach außen gedrungen sind. „Der Rechnungsausschuss unterliegt der Verschwiegenheitspflicht,“ erklärt Gribl.

Stadt hat eine Fürsorgepflicht

Die politische Aufarbeitung wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. „Es liegt an uns, die Beurteilung herbeizuführen. Die Entscheidung wird nicht auf die lange Bank verschoben. Wir haben eine Fürsorgepflicht den Mitarbeitern gegenüber. Dieser möchten wir nachkommen,“ so Gribl. Er betont, dass die fachliche Kompetenz des Leiters der Kunstsammlungen außer Frage steht.

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Das Höhmannhaus in der Maximilianstraße. Foto: Isabell Walter/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

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