Stadt Augsburg | Theater Augsburg

Augsburger Theater: Sanierung wird günstiger als ursprünglich gedacht

Symbolbild. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Bisherige Schätzungen gingen von Gesamtkosten in Höhe von rund 189 Millionen Euro aus. Diese können nach ausführlichen Prüfungen nun um 2,6 Millionen Euro nach unten geschraubt werden. 

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Für die Sanierung des Augsburger Theater sind somit zum aktuellen Zeitpunkt 186,3 Millionen Euro vorgesehen. Davon entfallen 113 Millionen Euro allein auf die geplanten Maßnahmen am Großen Haus. „Die Planungen wurden inhaltlich optimiert“, erklärt Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl die Kostensenkung.

So wirkt sich die Änderung auf die Förderung des Freistaats aus

Der Freistaat Bayern beteiligt sich an der Finanzierung mit bis zu 107 Millionen Euro. Dies gab Finanzminister Markus Söder vor rund einem Jahr bekannt. Damals wurde noch von Kosten in Höhe von 189 Millionen Euro ausgegangen. Fällt die Theater-Sanierung günstiger aus, spart nicht nur die Stadt Augsburg, sondern auch der Freistaat. Denn der Fördersatz beläuft sich auf die tatsächlich anfallenden Kosten. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass der Freistaat mehr zahlt, wenn die Sanierung teurer werden sollte. Insgesamt trägt der Freistaat rund 70 Prozent aller förderfähigen Kosten. Eine vergleichbare Förderquote wurde in ganz Bayern noch nie zuvor bei einem ähnlichen Projekt erreicht.

Größtmögliche Kostensicherheit soll gewährleistet werden

In den 186,3 Millionen Euro ist ein Kostenpuffer von 25 Prozent bereits mit eingerechnet. Diese Vorgehensweise ist bei solchen Großprojekten üblich. Auf diese Weise sollen Kostensteigerungen zu einem späteren Zeitpunkt vermieden werden. „Wenn es um den Einsatz von Steuergeldern geht, ist bei Entscheidungen ein verantwortungsvoller Umgang geboten. Das gilt besonders für die Theatersanierung, einem der umfangreichsten Projekte der Stadt in den vergangenen 60 Jahren“, sagt Bürgermeisterin und Wirtschafts- und Finanzreferentin Eva Weber.

Zuvor war die Finanzverwaltung von den Stadträten aufgefordert worden, Alternativen zu prüfen. Externe Wirtschaftsprüfer haben insgesamt sechs Vorschläge miteinander verglichen. Dabei wurde die Einschätzung des Kämmerei- und Steueramts bestätigt. Das Ergebnis: Die Finanzierung über Kommunalkredite gilt als das für Augsburg vorteilhafteste Modell. Im städtischen Haushalt schlägt sich das Konzept mit einer jährlich vorgesehenen Belastung von 3,85 Millionen Euro zuzüglich Zinsen nieder. Diese belaufen sich auf durchschnittlich rund 500.000 Euro pro Jahr für die gesamte Laufzeit bis 2039.

Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Großen Haus für 2023 geplant

Der offizielle Startschuss für die Sanierung des Theaters könnte bereits im Frühjahr 2018 fallen. Dann soll die Sanierung des Großen Hauses beginnen. Dabei wird mit einer Gesamtbauzeit bis Ende 2022 gerechnet. Ab Herbst 2023 könnte dann der Spielbetrieb im Großen Haus wieder beginnen.

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So wirkt sich die Änderung auf die Förderung des Freistaats aus

Der Freistaat Bayern beteiligt sich an der Finanzierung mit bis zu 107 Millionen Euro. Dies gab Finanzminister Markus Söder vor rund einem Jahr bekannt. Damals wurde noch von Kosten in Höhe von 189 Millionen Euro ausgegangen. Fällt die Theater-Sanierung günstiger aus, spart nicht nur die Stadt Augsburg, sondern auch der Freistaat. Denn der Fördersatz beläuft sich auf die tatsächlich anfallenden Kosten. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass der Freistaat mehr zahlt, wenn die Sanierung teurer werden sollte. Insgesamt trägt der Freistaat rund 70 Prozent aller förderfähigen Kosten. Eine vergleichbare Förderquote wurde in ganz Bayern noch nie zuvor bei einem ähnlichen Projekt erreicht.

Größtmögliche Kostensicherheit soll gewährleistet werden

In den 186,3 Millionen Euro ist ein Kostenpuffer von 25 Prozent bereits mit eingerechnet. Diese Vorgehensweise ist bei solchen Großprojekten üblich. Auf diese Weise sollen Kostensteigerungen zu einem späteren Zeitpunkt vermieden werden. „Wenn es um den Einsatz von Steuergeldern geht, ist bei Entscheidungen ein verantwortungsvoller Umgang geboten. Das gilt besonders für die Theatersanierung, einem der umfangreichsten Projekte der Stadt in den vergangenen 60 Jahren“, sagt Bürgermeisterin und Wirtschafts- und Finanzreferentin Eva Weber.

Zuvor war die Finanzverwaltung von den Stadträten aufgefordert worden, Alternativen zu prüfen. Externe Wirtschaftsprüfer haben insgesamt sechs Vorschläge miteinander verglichen. Dabei wurde die Einschätzung des Kämmerei- und Steueramts bestätigt. Das Ergebnis: Die Finanzierung über Kommunalkredite gilt als das für Augsburg vorteilhafteste Modell. Im städtischen Haushalt schlägt sich das Konzept mit einer jährlich vorgesehenen Belastung von 3,85 Millionen Euro zuzüglich Zinsen nieder. Diese belaufen sich auf durchschnittlich rund 500.000 Euro pro Jahr für die gesamte Laufzeit bis 2039.

Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Großen Haus für 2023 geplant

Der offizielle Startschuss für die Sanierung des Theaters könnte bereits im Frühjahr 2018 fallen. Dann soll die Sanierung des Großen Hauses beginnen. Dabei wird mit einer Gesamtbauzeit bis Ende 2022 gerechnet. Ab Herbst 2023 könnte dann der Spielbetrieb im Großen Haus wieder beginnen.

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