Nachhaltiges Duschgel

Augsburger Startup Takuna bekämpft Plastikflut im Bad

Florian Strobl aus Augsburg will den Plastikmüll im Badezimmer deutlich reduzieren – mit Duschgel in einer nachhaltigen Verpackung. Wir haben bei ihm nachgefragt, was seine Verpackung von einer herkömmlichen unterscheidet und wie er die Kosmetikbranche revolutionieren will.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie entstand die Idee zu Takuna?

Florian Strobl: Die Idee entstand wortwörtlich unter der Dusche in meiner damaligen WG. Mindestens ein halbes Dutzend halbleerer Shampoo Flaschen hatte sich in der Dusche angesammelt. So viel Plastikmüll – der in fast allen Badezimmern regelmäßig anfällt. Ich fragte mich, wie man diese Plastikverpackungen vermeiden könnte, ohne sich dabei einzuschränken. Da ich keine passende Alternative im Drogeriemarkt fand, entstand im Sommer 2018 die Idee, das Problem selbst in die Hand zu nehmen.

Welche Vision steckt hinter Takuna?

Wir wollen die Plastikflut im Badezimmer Schritt für Schritt eindämmen. Pflegeprodukte ohne Plastikverpackung sind heute aber entweder umständlich, viel zu teuer oder einfach nicht vorhanden. Mit Takuna wollen wir das ändern. Mit Pflegeprodukten, die optimal in den eigenen Alltag passen. Nachhaltigkeit bedeutet schließlich, eine dauerhafte Veränderung herbeizuführen. Eine Veränderung, die für viele Menschen machbar ist.

Wo lassen Sie Ihre Produkte herstellen und welche Inhaltsstoffe verwenden Sie? 

In den Tiroler Alpen haben wir einen zertifizierten Produzenten für Naturkosmetik gefunden. Als erstes Produkt haben wir gemeinsam ein veganes Natural Body Wash mit Bio-Aloe Vera entwickelt. Zertifizierte Naturkosmetik bedeutet, wir verzichten komplett auf Parabene, Silikone, Mikroplastik, Mineralöle, PEGs und genmanipulierte Inhaltsstoffe.

Was unterscheidet Ihre Verpackung von einer herkömmlichen? 

Wir füllen unser Body Wash in recyclebaren Glasflaschen ab. Glas besteht hauptsächlich aus natürlichen Rohstoffen und lässt sich beliebig oft wieder einschmelzen. Damit die Flasche rutschfest in der Hand liegt, gibt es auch eine optionale Hülle aus lebensmittelechtem und BPA-freiem Silikon.

Wollen Sie damit auch ein Umdenken in der Kosmetikbranche anstoßen?

Definitiv! Der Fokus bei Kosmetik liegt bisher fast ausschließlich auf dem Inhalt, die Umweltfolgen ihrer Verpackung bleiben unbeachtet. Mit Takuna wollen wir die Kosmetikbranche sowie Kunden für das Thema Plastikvermeidung im Badezimmer sensibilisieren.

Sie starten im April 2019 eine Crowdfunding-Kampagne auf Startnext. Warum haben Sie sich für diese Finanzierungsmöglichkeit entschieden?

Crowdfunding gibt uns die Möglichkeit, die Vision von Takuna einem breiten Publikum vorzustellen und schon sehr früh eine Community aufzubauen. Mit deren Unterstützung können wir die erste Produktion unseres Natural Body Wash finanzieren. Außerdem erhalten wir direkt Feedback zu unseren Produkten und können dies im weiteren Entwicklungsprozess von Takuna mit einbeziehen.

Was sind Ihre nächsten Schritte? Bleibt es beim Duschgel aus der Glasflasche?

Unser Body Wash ist erst der Anfang. Wir wollen noch viel mehr Pflegeprodukte nachhaltig und ökologisch sinnvoll verpacken. Mit unserem Produzenten arbeiten wir daher bereits an den nächsten Produktideen. 

Versuchen Sie privat auch auf Plastik zu verzichten?

Takuna ist eine Entscheidung für einen Lebensstil. Daher achte ich auch privat darauf, soviel Plastik wie möglich zu vermeiden. Mir ist wichtig, sich selbst nicht zu überfordern und eine Balance zu finden zwischen einem entspannten und einem plastikfreien Leben. So bleiben wir viel eher bei nachhaltigen Lebensweisen und können diese dauerhaft umsetzen.

Haben Sie in Augsburg ein Startup als Vorbild?

In Augsburg hat sich in den letzten Jahren eine spannende Startup-Szene entwickelt. Degree Clothing zum Beispiel bietet unter anderem das erste fair und nachhaltig produzierte Haargummi der Welt an. Ich habe das Glück, dass in Augsburg jeder jeden kennt und ich daher immer wieder wertvolle Ratschläge und Inspirationen von verschiedenen Gründern erhalte.

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Florian Strobl: Die Idee entstand wortwörtlich unter der Dusche in meiner damaligen WG. Mindestens ein halbes Dutzend halbleerer Shampoo Flaschen hatte sich in der Dusche angesammelt. So viel Plastikmüll – der in fast allen Badezimmern regelmäßig anfällt. Ich fragte mich, wie man diese Plastikverpackungen vermeiden könnte, ohne sich dabei einzuschränken. Da ich keine passende Alternative im Drogeriemarkt fand, entstand im Sommer 2018 die Idee, das Problem selbst in die Hand zu nehmen.

Welche Vision steckt hinter Takuna?

Wir wollen die Plastikflut im Badezimmer Schritt für Schritt eindämmen. Pflegeprodukte ohne Plastikverpackung sind heute aber entweder umständlich, viel zu teuer oder einfach nicht vorhanden. Mit Takuna wollen wir das ändern. Mit Pflegeprodukten, die optimal in den eigenen Alltag passen. Nachhaltigkeit bedeutet schließlich, eine dauerhafte Veränderung herbeizuführen. Eine Veränderung, die für viele Menschen machbar ist.

Wo lassen Sie Ihre Produkte herstellen und welche Inhaltsstoffe verwenden Sie? 

In den Tiroler Alpen haben wir einen zertifizierten Produzenten für Naturkosmetik gefunden. Als erstes Produkt haben wir gemeinsam ein veganes Natural Body Wash mit Bio-Aloe Vera entwickelt. Zertifizierte Naturkosmetik bedeutet, wir verzichten komplett auf Parabene, Silikone, Mikroplastik, Mineralöle, PEGs und genmanipulierte Inhaltsstoffe.

Was unterscheidet Ihre Verpackung von einer herkömmlichen? 

Wir füllen unser Body Wash in recyclebaren Glasflaschen ab. Glas besteht hauptsächlich aus natürlichen Rohstoffen und lässt sich beliebig oft wieder einschmelzen. Damit die Flasche rutschfest in der Hand liegt, gibt es auch eine optionale Hülle aus lebensmittelechtem und BPA-freiem Silikon.

Wollen Sie damit auch ein Umdenken in der Kosmetikbranche anstoßen?

Definitiv! Der Fokus bei Kosmetik liegt bisher fast ausschließlich auf dem Inhalt, die Umweltfolgen ihrer Verpackung bleiben unbeachtet. Mit Takuna wollen wir die Kosmetikbranche sowie Kunden für das Thema Plastikvermeidung im Badezimmer sensibilisieren.

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Crowdfunding gibt uns die Möglichkeit, die Vision von Takuna einem breiten Publikum vorzustellen und schon sehr früh eine Community aufzubauen. Mit deren Unterstützung können wir die erste Produktion unseres Natural Body Wash finanzieren. Außerdem erhalten wir direkt Feedback zu unseren Produkten und können dies im weiteren Entwicklungsprozess von Takuna mit einbeziehen.

Was sind Ihre nächsten Schritte? Bleibt es beim Duschgel aus der Glasflasche?

Unser Body Wash ist erst der Anfang. Wir wollen noch viel mehr Pflegeprodukte nachhaltig und ökologisch sinnvoll verpacken. Mit unserem Produzenten arbeiten wir daher bereits an den nächsten Produktideen. 

Versuchen Sie privat auch auf Plastik zu verzichten?

Takuna ist eine Entscheidung für einen Lebensstil. Daher achte ich auch privat darauf, soviel Plastik wie möglich zu vermeiden. Mir ist wichtig, sich selbst nicht zu überfordern und eine Balance zu finden zwischen einem entspannten und einem plastikfreien Leben. So bleiben wir viel eher bei nachhaltigen Lebensweisen und können diese dauerhaft umsetzen.

Haben Sie in Augsburg ein Startup als Vorbild?

In Augsburg hat sich in den letzten Jahren eine spannende Startup-Szene entwickelt. Degree Clothing zum Beispiel bietet unter anderem das erste fair und nachhaltig produzierte Haargummi der Welt an. Ich habe das Glück, dass in Augsburg jeder jeden kennt und ich daher immer wieder wertvolle Ratschläge und Inspirationen von verschiedenen Gründern erhalte.

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