Wachsende Auftragslage

Augsburger Mittelständler c-tec investiert in neue Maschinen

Das Unternehmen ist Zulieferer für verschiedenste Branchen. Es wird gefräst, gedreht, geschliffen. Um dem wachsenden Auftragsvolumen gerecht zu werden, investierte c-tec in zwei neue Maschinen, darunter „eine Weltneuheit“.

Die c-tec hat seine Kernkompetenz in der Fertigung von kleinen bis mittleren Losgrößen von komplexen Bauteilen. Seit fast 20 Jahren ist das Unternehmen im Augsburger Deuter Park ansässig. Die Aufträge boomen. Für insgesamt rund 700.000 Euro kaufte das Unternehmen ein Fräs- und ein Drehbearbeitungszentrum.

„Das Auftragsvolumen lässt es nicht zu, die Alten zu verkaufen“

Die Fräs-Maschine von Heller, die etwa gleich groß wie die alte ist, arbeitet 50 Prozent schneller als ihr Vorgänger. Außerdem wird weniger Personal zur Betreuung benötigt. Gearbeitet wird im Zwei-Schicht-Betrieb. Über Nacht kann eine dritte unbemannte Schicht von der Maschine selbst ausgeführt werden. Die alte Maschine ist nach wie vor in Betrieb. „Das Auftragsvolumen lässt es nicht zu, die Alten zu verkaufen“, erklärt Geschäftsführer Bernd Volland.

Weltneuheit: Kollaborativer Roboterarm

Ähnlich sieht es bei der Dreh-Maschine von Doosan aus. Deren Vorgänger steht als Backup im Maschinenpark des Unternehmens. Das besondere an der neuen Investition: ein Coboter. Ein Kollaborativer Roboterarm ohne Abschirmvorrichtung arbeitet mit den Mitarbeitern zusammen. Bei einem bekannten Unternehmen sah sich die Geschäftsführung gemeinsam mit Mitarbeitern diese Lösung an. Der Coboter nimmt die eintönige Arbeit des Einsetzens in die Maschine ab. Gleichzeitig wird die Qualitätssicherung vor Ort erhöht. Berührungsängste gebe es keine, bestätigt Volland.

Arbeitsplätze vor Ort sollen gesichert werden

Grund für die Investition sind unter anderem steigende technische Anforderungen. „Die Werkzeuge haben sich weiterentwickelt. Deren Potenzial können die alten Maschinen aber nicht ausnützen“, führt Volland aus. Die neuen Maschinen gewährleisten darüber hinaus Produktions- sowie Liefersicherheit bei wachsenden Aufträgen. Dies sichert, so Volland, letztlich auch die Arbeitsplätze vor Ort.

Die Halle, in denen die Maschinen stehen, wird erst seit 2013 vom Unternehmen genutzt, ursprünglich in Kooperation mit dem deutschen Motorrad-Hersteller Horex. Die von c-tec gefertigten Teile sollten in einer Halle mit der Motoren-Montage direkt verbaut werden. Horex meldete 2015 jedoch Konkurs an, wodurch Kapazitäten frei wurden, die c-tec weiternutzte.

60.000 Euro für die EDV

Insgesamt beschäftigt c-tec 30 Mitarbeiter, sechs haben direkt mit den neuen Maschinen zu tun. Mit dem Standort Augsburg ist das Unternehmen sehr zufrieden. „Augsburg entwickelt sich gut“, betont Geschäftsführerin Christa Hofstetter. Mittelständische Partner und Kunden seien in einem zehn Kilometer-Radius schnell und flexibel zu erreichen. Die Beratung – auch durch die Politik – vor Ort sei sehr gut. Um sich für die Zukunft zu rüsten, investierte c-tec bereits im vergangen Jahr mit Hilfe des Digital Bonus Bayern 60.000 Euro in die EDV. Personal lasse sich in Augsburg ebenfalls finden, die Suche dauere aber länger als noch vor 20 Jahren. Daher setzt c-tec seit 12 Jahren auf die Ausbildung im Betrieb. Alle ihre Azubis sind auch heute noch im Unternehmen beschäftigt.

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Die Fräs-Maschine von Heller, die etwa gleich groß wie die alte ist, arbeitet 50 Prozent schneller als ihr Vorgänger. Außerdem wird weniger Personal zur Betreuung benötigt. Gearbeitet wird im Zwei-Schicht-Betrieb. Über Nacht kann eine dritte unbemannte Schicht von der Maschine selbst ausgeführt werden. Die alte Maschine ist nach wie vor in Betrieb. „Das Auftragsvolumen lässt es nicht zu, die Alten zu verkaufen“, erklärt Geschäftsführer Bernd Volland.

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Ähnlich sieht es bei der Dreh-Maschine von Doosan aus. Deren Vorgänger steht als Backup im Maschinenpark des Unternehmens. Das besondere an der neuen Investition: ein Coboter. Ein Kollaborativer Roboterarm ohne Abschirmvorrichtung arbeitet mit den Mitarbeitern zusammen. Bei einem bekannten Unternehmen sah sich die Geschäftsführung gemeinsam mit Mitarbeitern diese Lösung an. Der Coboter nimmt die eintönige Arbeit des Einsetzens in die Maschine ab. Gleichzeitig wird die Qualitätssicherung vor Ort erhöht. Berührungsängste gebe es keine, bestätigt Volland.

Arbeitsplätze vor Ort sollen gesichert werden

Grund für die Investition sind unter anderem steigende technische Anforderungen. „Die Werkzeuge haben sich weiterentwickelt. Deren Potenzial können die alten Maschinen aber nicht ausnützen“, führt Volland aus. Die neuen Maschinen gewährleisten darüber hinaus Produktions- sowie Liefersicherheit bei wachsenden Aufträgen. Dies sichert, so Volland, letztlich auch die Arbeitsplätze vor Ort.

Die Halle, in denen die Maschinen stehen, wird erst seit 2013 vom Unternehmen genutzt, ursprünglich in Kooperation mit dem deutschen Motorrad-Hersteller Horex. Die von c-tec gefertigten Teile sollten in einer Halle mit der Motoren-Montage direkt verbaut werden. Horex meldete 2015 jedoch Konkurs an, wodurch Kapazitäten frei wurden, die c-tec weiternutzte.

60.000 Euro für die EDV

Insgesamt beschäftigt c-tec 30 Mitarbeiter, sechs haben direkt mit den neuen Maschinen zu tun. Mit dem Standort Augsburg ist das Unternehmen sehr zufrieden. „Augsburg entwickelt sich gut“, betont Geschäftsführerin Christa Hofstetter. Mittelständische Partner und Kunden seien in einem zehn Kilometer-Radius schnell und flexibel zu erreichen. Die Beratung – auch durch die Politik – vor Ort sei sehr gut. Um sich für die Zukunft zu rüsten, investierte c-tec bereits im vergangen Jahr mit Hilfe des Digital Bonus Bayern 60.000 Euro in die EDV. Personal lasse sich in Augsburg ebenfalls finden, die Suche dauere aber länger als noch vor 20 Jahren. Daher setzt c-tec seit 12 Jahren auf die Ausbildung im Betrieb. Alle ihre Azubis sind auch heute noch im Unternehmen beschäftigt.

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