Jubiläums-Interview

20 Jahre c-tec: Nächster Schritt China

Digitalisierung, Automatisierung und nun Internationalisierung: die C-TEC Zerspanungs- und Fertigungstechnik GmbH feiert 2019 ihr 20 jähriges Bestehen. Wie sich die Branche verändert hat, was die Geschäftsleitung rückblickend bereut und was der nächste große Schritt ist, lesen Sie im Interview.

Am 12. Juli feierte der Zulieferer sein Jubiläum am Standort nahe des Gaswerk Areals. Auch die zweite Bürgermeisterin der Stadt Augsburg, Eva Weber, stattete c-tec dazu einen Besuch ab. Im Interview verrät Geschäftsführerin Christa Hofstetter, wie sich das Unternehmen die letzten zwei Jahrzehnte behauptete und wohin die Reise geht:

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Was sind für Sie die wichtigsten Meilensteine Ihres Unternehmens?

Christa Hofstetter: Die Investition von über einer Million Euro in einen modernen Maschinenpark gleich zu Beginn war der wichtigste. Aber auch der Start von Aus- und Weiterbildungen für unsere Mitarbeiter zählt dazu. Die Digitalisierung, die wir vor 10 Jahren begannen war eine weitreichende Entscheidung und die im letzten Jahr begonnene Automatisierung hat sich ebenfalls als richtig erwiesen.

Warum haben Sie sich 1999 entschlossen, c-tec zu gründen?

Es wurde 1999 eine bestehende Firma übernommen. Ausschlaggebend dafür waren die kreativen Köpfe und das fachliche Know-how der Belegschaft.

Gibt es rückblickend etwas, dass Sie gerne anders gemacht hätten?

Das Einzige, was wir tatsächlich bereuen, ist, dass wir nicht in eine eigene Produktionshalle mit Büros investierten. Anfangs war es aus finanzieller Sicht nicht möglich und nun werden wir den Schritt mit Blick auf die Nachfolge nicht mehr vollziehen.

Was hat sich seit der Gründung am stärksten in der Branche verändert?

Ende der 90er Jahre gab es in Augsburg sehr viele Garagenfirmen, die einzelne Arbeitsschritte anboten. Mit der Zertifizierung wurde die Spreu vom Weizen getrennt und die Auftraggeber bestellten komplett gefertigte Teile, die komplexe Arbeitsschritte beinhalteten, was das Aus für diese Kleinstbetriebe bedeutete.

Was ist aus Ihrer Sicht das wichtigste für ein Unternehmen, um am Markt langfristig zu bestehen?

Nach wie vor bin ich der Meinung, dass ein Unternehmen langfristig nur bestehen kann, wenn es qualitativ hochwertige Produkte zu marktüblichen Preisen herstellt. Um dieses Ziel zu erreichen, erfordert es unternehmerisch denkende Mitarbeiter und ein Management, welches den Weg vorgibt.

Wie wirkt sich die Digitalisierung auf Ihr Unternehmen aus?

Die Digitalisierung ist in unserer Branche nicht mehr wegzudenken. In der EDV sind die Zeichnungen unserer Kunden mit Zeichnungsstand, dafür verwendete Programme und Aufspannhinweise beim Auftrag hinterlegt. So ist die Rüstzeit bei Wiederhol-Teilen auf ein Minimum reduziert. Die Fertigung ist überwacht und wird dokumentiert, um eine Nachkalkulation vornehmen zu können. Die Zeiten werden aber auch für eine automatisierte Fertigungs-Steuerung benötigt.

Vergangenes Jahr investierten Sie in neue Maschinen – warum?

Im letzten Jahr investierten wir in eine neue Drehmaschine mit Roboterzuführung, welche mannlos fertigt. Eine weitere Drehmaschine mit Stangenlader wird im August geliefert um den Automatisierungsgrad zu erhöhen. Der akute Facharbeitermangel und ein hoher Kostendruck machten diesen Schritt nötig.

Sind Sie zufrieden mit Ihrem Standort in Augsburg?

Mit dem Standort hier in Augsburg sind wir absolut zufrieden, vor allem die kurzen Wege zu Kunden/Lieferanten sind für die Flexibilität und den kurzen Lieferterminen ein großer Wettbewerbsvorteil. So ist zum Beispiel die Firma GBS, die kürzlich den deutschen Startup Preis erhielt, zufällig unser Nachbar und Kunde.

Was sind die nächsten großen Schritte für c-tec?

Der nächste große Schritt für c-tec ist die Internationalisierung. Wir erhielten diese Woche eine Anfrage von einer großen chinesischen Firma, welche bei uns Teile fertigen lassen möchte.

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Am 12. Juli feierte der Zulieferer sein Jubiläum am Standort nahe des Gaswerk Areals. Auch die zweite Bürgermeisterin der Stadt Augsburg, Eva Weber, stattete c-tec dazu einen Besuch ab. Im Interview verrät Geschäftsführerin Christa Hofstetter, wie sich das Unternehmen die letzten zwei Jahrzehnte behauptete und wohin die Reise geht:

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Was sind für Sie die wichtigsten Meilensteine Ihres Unternehmens?

Christa Hofstetter: Die Investition von über einer Million Euro in einen modernen Maschinenpark gleich zu Beginn war der wichtigste. Aber auch der Start von Aus- und Weiterbildungen für unsere Mitarbeiter zählt dazu. Die Digitalisierung, die wir vor 10 Jahren begannen war eine weitreichende Entscheidung und die im letzten Jahr begonnene Automatisierung hat sich ebenfalls als richtig erwiesen.

Warum haben Sie sich 1999 entschlossen, c-tec zu gründen?

Es wurde 1999 eine bestehende Firma übernommen. Ausschlaggebend dafür waren die kreativen Köpfe und das fachliche Know-how der Belegschaft.

Gibt es rückblickend etwas, dass Sie gerne anders gemacht hätten?

Das Einzige, was wir tatsächlich bereuen, ist, dass wir nicht in eine eigene Produktionshalle mit Büros investierten. Anfangs war es aus finanzieller Sicht nicht möglich und nun werden wir den Schritt mit Blick auf die Nachfolge nicht mehr vollziehen.

Was hat sich seit der Gründung am stärksten in der Branche verändert?

Ende der 90er Jahre gab es in Augsburg sehr viele Garagenfirmen, die einzelne Arbeitsschritte anboten. Mit der Zertifizierung wurde die Spreu vom Weizen getrennt und die Auftraggeber bestellten komplett gefertigte Teile, die komplexe Arbeitsschritte beinhalteten, was das Aus für diese Kleinstbetriebe bedeutete.

Was ist aus Ihrer Sicht das wichtigste für ein Unternehmen, um am Markt langfristig zu bestehen?

Nach wie vor bin ich der Meinung, dass ein Unternehmen langfristig nur bestehen kann, wenn es qualitativ hochwertige Produkte zu marktüblichen Preisen herstellt. Um dieses Ziel zu erreichen, erfordert es unternehmerisch denkende Mitarbeiter und ein Management, welches den Weg vorgibt.

Wie wirkt sich die Digitalisierung auf Ihr Unternehmen aus?

Die Digitalisierung ist in unserer Branche nicht mehr wegzudenken. In der EDV sind die Zeichnungen unserer Kunden mit Zeichnungsstand, dafür verwendete Programme und Aufspannhinweise beim Auftrag hinterlegt. So ist die Rüstzeit bei Wiederhol-Teilen auf ein Minimum reduziert. Die Fertigung ist überwacht und wird dokumentiert, um eine Nachkalkulation vornehmen zu können. Die Zeiten werden aber auch für eine automatisierte Fertigungs-Steuerung benötigt.

Vergangenes Jahr investierten Sie in neue Maschinen – warum?

Im letzten Jahr investierten wir in eine neue Drehmaschine mit Roboterzuführung, welche mannlos fertigt. Eine weitere Drehmaschine mit Stangenlader wird im August geliefert um den Automatisierungsgrad zu erhöhen. Der akute Facharbeitermangel und ein hoher Kostendruck machten diesen Schritt nötig.

Sind Sie zufrieden mit Ihrem Standort in Augsburg?

Mit dem Standort hier in Augsburg sind wir absolut zufrieden, vor allem die kurzen Wege zu Kunden/Lieferanten sind für die Flexibilität und den kurzen Lieferterminen ein großer Wettbewerbsvorteil. So ist zum Beispiel die Firma GBS, die kürzlich den deutschen Startup Preis erhielt, zufällig unser Nachbar und Kunde.

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