Stadt Augsburg

Augsburger Innenstadt „goes green“

Umweltreferent Reiner Erben beim Aktualisieren der Verkehrsbeschilderung. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Umweltreferent Reiner Erben beim Aktualisieren der Verkehrsbeschilderung. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Ab 1. Juni gilt auch in Augsburg die dritte Stufe der Umweltzone. Am Stichtag, den 1. Juni 2016, aktualisierte Umweltreferent Reiner Erben die Verkehrsbeschilderung an der Ostseite des Jakobertors. Somit dürfen nun nur noch Autos mit einer grünen Plakette die Tore passieren.

von Simon Mayer, Online-Redaktion

Ab 1. Juni 2016 dürfen mit der dritten Stufe der Umweltzone nur noch Autos der Schadstoffklasse vier, also mit Grüner Plakette, in die Augsburger Innenstadt fahren. Damit soll vor allem dem Problem der Stickstoffdioxidbelastung der Luft entgegengewirkt werden. Doch das heißt nicht gleich, dass man sich ein neues Auto anschaffen muss. Im Gegenteil, der ADAC rät zum Nachrüsten, welches wiederum vom Staat subventioniert wird.

Breitere Angebotspolitik zur Verbesserung der Luftqualität

Es sei nicht die Absicht, Menschen aus der Stadt fernzuhalten, so Umweltreferent Reiner Erben. Es gäbe jedoch auch andere Verkehrsmittel, durch die man in die City gelangt. Das Ziel wöre es, die Angebotspolitik weiter auszubauen. So wurde das weite Spektrum des Verkehrsangebots erweitert: Fahrradwege wurden eingerichtet, der Öffentliche Personennahverkehr ausgebaut und auch für Elektroautos kommen immer neue Ladestationen dazu. „Wir wollen nicht nur verbieten“, so Reiner Erben, „es ist mir besonders wichtig, dies zu betonen. Aber es ist sehr wichtig, die Luftqualität zu verbessern. Die Einführung der dritten Stufe der Umweltzone ist auch keine weltbewegende Sache. Wir haben auch davor schon viel unternommen, um die Qualität der Luft zu steigern. Die vielen kleinen Maßnahmen haben bereits eine große Wirkung erzielt“, so Augsburgs Umweltreferent weiter. Sein Fazit lautet: "Die dritte Stufe der Umweltzone ist ein Schritt in die richtige Richtung, damit die Innenstadt nicht in Zukunft ganz für Autofahrer geschlossen werden muss."

Bereits die ersten beiden Umweltzonen zeigten positive Wirkungen

Nach der Einführung der Umweltzone im Jahr 2009 folgte 2011 die 2. Stufe, wonach Fahrzeuge ohne grüne und gelbe Plakette nicht mehr in die Innenstadt fahren durften. „Die Umweltzone hat dazu beigetragen, dass die Feinstaubbelastung an besonders belasteten Stellen in Augsburg zurückgegangen ist. Auch die Grenzwerttage können seit 2012 eingehalten werden“, so Reiner Erben.

Verschiedene Ausnahmeregelungen

Für den gewerblichen Verkehr aber auch für Bewohner der Umweltzone bestehen Ausnahmen. Dazu wurden die betroffenen Personen vorab mit einem persönlichen Schreiben benachrichtigt. Für die Beantragung einer Ausnahme-Genehmigung kann man sich schriftlich an das Bürgeramt wenden. Eine weitere Ausnahme gilt für zwei- und dreirädrige Kraftfahrzeuge, land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen sowie Oldtimer mit „H“ oder „07“ im Kennzeichen. Die Lage der Umweltzone wird im Wesentlichen begrenzt durch die Rosenaustraße im Westen und die Dieselstraße und die Berliner Alle im Norden. Weiter durch die Jakoberwallstraße und die Forststraße im Osten und die Schertlinstraße im Süden. Diese Straßen sind jedoch nicht von den Verkehrs-Beschränkungen betroffen.

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Ab 1. Juni gilt auch in Augsburg die dritte Stufe der Umweltzone. Am Stichtag, den 1. Juni 2016, aktualisierte Umweltreferent Reiner Erben die Verkehrsbeschilderung an der Ostseite des Jakobertors. Somit dürfen nun nur noch Autos mit einer grünen Plakette die Tore passieren.

von Simon Mayer, Online-Redaktion

Ab 1. Juni 2016 dürfen mit der dritten Stufe der Umweltzone nur noch Autos der Schadstoffklasse vier, also mit Grüner Plakette, in die Augsburger Innenstadt fahren. Damit soll vor allem dem Problem der Stickstoffdioxidbelastung der Luft entgegengewirkt werden. Doch das heißt nicht gleich, dass man sich ein neues Auto anschaffen muss. Im Gegenteil, der ADAC rät zum Nachrüsten, welches wiederum vom Staat subventioniert wird.

Breitere Angebotspolitik zur Verbesserung der Luftqualität

Es sei nicht die Absicht, Menschen aus der Stadt fernzuhalten, so Umweltreferent Reiner Erben. Es gäbe jedoch auch andere Verkehrsmittel, durch die man in die City gelangt. Das Ziel wöre es, die Angebotspolitik weiter auszubauen. So wurde das weite Spektrum des Verkehrsangebots erweitert: Fahrradwege wurden eingerichtet, der Öffentliche Personennahverkehr ausgebaut und auch für Elektroautos kommen immer neue Ladestationen dazu. „Wir wollen nicht nur verbieten“, so Reiner Erben, „es ist mir besonders wichtig, dies zu betonen. Aber es ist sehr wichtig, die Luftqualität zu verbessern. Die Einführung der dritten Stufe der Umweltzone ist auch keine weltbewegende Sache. Wir haben auch davor schon viel unternommen, um die Qualität der Luft zu steigern. Die vielen kleinen Maßnahmen haben bereits eine große Wirkung erzielt“, so Augsburgs Umweltreferent weiter. Sein Fazit lautet: "Die dritte Stufe der Umweltzone ist ein Schritt in die richtige Richtung, damit die Innenstadt nicht in Zukunft ganz für Autofahrer geschlossen werden muss."

Bereits die ersten beiden Umweltzonen zeigten positive Wirkungen

Nach der Einführung der Umweltzone im Jahr 2009 folgte 2011 die 2. Stufe, wonach Fahrzeuge ohne grüne und gelbe Plakette nicht mehr in die Innenstadt fahren durften. „Die Umweltzone hat dazu beigetragen, dass die Feinstaubbelastung an besonders belasteten Stellen in Augsburg zurückgegangen ist. Auch die Grenzwerttage können seit 2012 eingehalten werden“, so Reiner Erben.

Verschiedene Ausnahmeregelungen

Für den gewerblichen Verkehr aber auch für Bewohner der Umweltzone bestehen Ausnahmen. Dazu wurden die betroffenen Personen vorab mit einem persönlichen Schreiben benachrichtigt. Für die Beantragung einer Ausnahme-Genehmigung kann man sich schriftlich an das Bürgeramt wenden. Eine weitere Ausnahme gilt für zwei- und dreirädrige Kraftfahrzeuge, land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen sowie Oldtimer mit „H“ oder „07“ im Kennzeichen. Die Lage der Umweltzone wird im Wesentlichen begrenzt durch die Rosenaustraße im Westen und die Dieselstraße und die Berliner Alle im Norden. Weiter durch die Jakoberwallstraße und die Forststraße im Osten und die Schertlinstraße im Süden. Diese Straßen sind jedoch nicht von den Verkehrs-Beschränkungen betroffen.

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