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Augsburger Hilfsorganisationen bei de Maizière
Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen

Augsburger Hilfsorganisationen bei de Maizière

Der Arbeiter-Samariter-Bund, das Bayerische Rote Kreuz, die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft, die Johanniter-Unfall-Hilfe un
Thomas de Maizière lobt die Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen. Foto: AdAH

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat die Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen erneut zum Förderpreis Helfende Hand eingeladen. 

von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion

Der Arbeiter-Samariter-Bund, das Bayerische Rote Kreuz, die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft, die Johanniter-Unfall-Hilfe und der Malteser Hilfsdienst erhielten 2013 in der Kategorie Innovative Konzepte sowie bei der Publikumsabstimmung die Auszeichnung. Heuer durften die Augsburger die Fortsetzung der Zusammenarbeit Politikern, Bundesvorständen aller Hilfsorganisationen, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk sowie den Teilnehmern der nominierten Projekte 2014 vorstellen. Außerdem wurde erstmals das pädagogische Begleitkonzept zum Puppenfilm „Rettet die Retter!“, das von der Fachakademie für Sozialpädagogik des diako Augsburg auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft entwickelt wurde, öffentlich vorgestellt.

Rettet die Retter – vereint alle Hilfsorganisationen

Bundesinnenminister Thomas de Maizière lobt die „Helfenden Hände der Gesellschaft“, zu der auch 1.200 ehrenamtlich Aktive bei den Hilfsorganisationen in Augsburg gehören: „Einzelne Projekte sollen weiterbegleitet werde, um zu beobachten, wie sich entwickeln. Dies ist geschehen mit der Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen.“ Der Bundesinnenminister zeigte sich erfreut, dass sich aus der Zusammenarbeit der fünf großen Hilfsorganisationen zwischenzeitlich mit „Rettet die Retter!“ ein gemeinsames Projekt zur Nachwuchsgewinnung entwickelt hat, das nun bundesweit für alle Kindertagesstätten zur Verfügung gestellt werden soll.

Best Practice-Datenbank soll Projekte weitertragen

Auch auf Landesebene arbeiten nun die Hilfsorganisationen zusammen und bewältigen derzeit die Flüchtlingskatastrophe mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks. „Wir wollen Projekte vernetzen und weitertragen“, so Bundesinnenminister de Maizière. „Die ausgezeichneten Projekte sollen Vorbilder sein, mit dem Preis nicht beendet werden, sondern weitergehen.“ Eine Best Practice-Datenbank im Internet ermöglicht künftig den Hilfsorganisationen, Feuerwehren sowie dem Technischen Hilfswerk, Projekte zu adaptieren.

Zusammenschluss macht Ehrenamt in Augsburg stark

Günter Gsottberger, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen, betont: „Ziel ist es nicht, die eigenen Verbandsinteressen zu verlieren, sondern die gemeinsamen Interessen zusammen zu vertreten.“ Dazu zählen beispielsweise die Nachwuchsgewinnung sowie die Bindung der Ehrenamtlichen. „Unser Zusammenschluss macht das Ehrenamt in Augsburg stark, und dies könnte so in ganz Deutschland sein.“ „Rettet die Retter – Abenteuereinsatz im Land der Helfer“ ist das gemeinsame Projekt des Bundesministeriums des Innern (BMI), des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), der Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen in Zusammenarbeit mit der Augsburger Puppenkiste.

Kultur des Helfens wird schon den Allerkleinsten nahe gebracht

Der Film soll Mädchen und Jungen in Kindertagesstätten eine Kultur des Helfens nahe bringen. „Das ist der Beginn für eine Kultur des gelebten Miteinanders und des für uns alle unverzichtbaren ehrenamtlichen Engagements“, so Günter Gsottberger. Die Fachakademie für Sozialpädagogik des diako Augsburg hat mit ihren Studierenden in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Fachlehrkräften ein pädagogisches Konzept sowie Lern- und Bildungssituationen für 3- bis 6-jährige Kinder erarbeitet. Für die Erzieherinnen und Erziehern gibt es Handreichungen zur Umsetzung in der Praxis mit konkreten methodisch-didaktischen Hinweisen.   

Kinder lernen mit Herz und Verstand

Dr. Irina Schumacher, Schulleiterin der diako-Fachakademie erklärt: „Die Diversität und zunehmende diskontinuierlich verlaufende Kinderbiographien erfordern einen empathischen und reflektierten Umgang mit Werten und Normen in unserer Gesellschaft. Diese Aufgabe ist insbesondere für die pädagogische Arbeit in den Kindergärten und Kindertageseinrichtungen von großer Bedeutung.“ Der „Methodenkoffer“ mit Anschauungsmaterial, Spiel- und Methodensammlungen sowie möglichen Identifikationsfiguren für die Kinder soll für alle 52.000 Kindertageseinrichtungen in Deutschland in Zukunft zur Verfügung gestellt werden können. Damit werde nachhaltiges Lernen ermöglicht, so Dr. Schumacher. „Die Kinder lernen mit Herz und Verstand.“ Derzeit wird in den Bundesministerien die Finanzierung der Methodenkoffer geklärt. „Wir träumen und glauben daran“, so Gsottberger gegenüber dem Bundesinnenminister.

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