Tourismuskooperation

Augsburger „Fuggerstraße“ startet in vier Ländern Europas

Die „Europäische Fuggerstraße“ wird ab 2019 als Kulturreiseroute in die Fuggerstadt sowie in Bergbauregionen in Tirol und der Slowakei führen. Im viersprachigen Tourismusnetzwerk werben und unterstützen sich die Partner künftig.

Neben Weberei, Pfefferhandel und Bankgeschäfte mit Kaisern, Königen und Päpsten war die wichtigste Einkommensquelle der Fugger die Montanwirtschaft. Sie gewannen, bereiteten und vertrieben Bodenschätze wie Kupfer, Blei, Quecksilber und weiteren Metallen. Der fuggerische Montankonzern war in insgesamt zehn Ländern Europas aktiv. Dort hinterließ die Familie mindestens zwei Dutzend Bergbaustädte. Diese sollen nun Schritt für Schritt verbunden werden.

Kulturreiseroute in die Fuggerstadt

Die Idee hatte Augsburgs Tourismuschef Götz Beck bereits 2003 bei einer Konzertreise in das Fuggerstädtchen Sterzing in Südtirol. Jetzt wird die Vision Realität: Die „Europäische Fuggerstraße“ wird ab 2019 als Kulturreiseroute in die Fuggerstadt sowie zunächst in Bergbauregionen in Tirol und in der Slowakei führen. An dieser Tourismuskooperation werden die Silberregion Karwendel mit der Bergbaustadt Schwaz sowie der Tourismusverband Region Hall-Wattens von Beginn an beteiligt sein. Sterzing in Südtirol und Neusohl (Banská Bystrica) in der Mittelslowakei sind weitere Partner. Eingeführt wird die Straße zum 500. Todestag Kaiser Maximilians I. Dieser Gedenktag wird sowohl von der Stadt Innsbruck wie der Stadt Augsburg mit einer großen Ausstellung begleitet.

Beck hofft auf Kooperation mit Almadén

An der „Europäischen Fuggerstraße“ liegen noch etliche weitere Stationen. „Wir hoffen, dass wir im Lauf der Zeit weitere Partner, zum Beispiel in Kärnten und im Salzburger Land, vielleicht aber auch in Deutschland, Polen und Tschechien für unsere Tourismuskooperation begeistern können“, so Tourismusdirektor Götz Beck. Besonders interessant könnte auch eine Kooperation mit der Bergbaustadt Almadén in Kastilien werden. Dort beuteten die Fugger lange Zeit das Quecksilberbergwerk aus, das seit 2012 UNESCO-Welterbe ist.

Fugger und Welser Erlebnismuseum für europäische Auszeichnung nominiert

Mit dem Bergbau der Fugger befasst sich in Augsburg ausführlich das Fugger und Welser Erlebnismuseum: Im Gewölbekeller des sanierten Renaissancehauses im Domviertel geht es um Erze und Metalle, um Handelswaren des Montankonzerns und den Arbeitsalltag der Bergknappen. Für die innovative Vermittlung der Inhalte wurde das Museum nun auch für den DASA-Award der European Museum Academy nominiert. Der Museums-Award wird Ende September in Dänemark verliehen. Das Fugger und Welser Erlebnismuseum ist als eines von europaweit 35 Museen im Rennen.

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