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Augsburger Friedenspreis für Lea Ackermann und „SOLWODI“
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Stadt Augsburg

Augsburger Friedenspreis für Lea Ackermann und „SOLWODI“

 Schwester Dr. Lea Ackermann. Foto: Stadt Augsburg

Im Rahmen des Hohen Friedensfestes am 8. August wird der Augsburger Friedenspreis verliehen. In diesem Jahr durfte sich Schwester Dr. Lea Ackermann über die Auszeichnung freuen. Sie wurde für ihr langjähriges weltweites Engagement ausgezeichnet.

von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion

Den diesjährigen Augsburger Friedenspreis erhielt Schwester Dr. Lea Ackermann und die von ihr gegründete Organisation „SOLWODI“ (Solidarity with woman in distress). Die Verleihung des Friedenspreises fand im Rahmen des Hohen Friedenfestes am 8. August im Augsburger Rathaus statt.

Preis für Förderung interkonfessioneller Gemeinsamkeiten

Erstmals wurde der Friedenspreis 1985 „für besondere Leistungen zur Förderung interkonfessioneller Gemeinsamkeiten“ verliehen. Seither findet die Verleihung immer zum Hohen Friedenfest in Augsburg statt. Das Friedensfest geht zurück auf den Westfälischen Frieden von 1648, der das Ende der Unterdrückung der Protestanten während des 30-jährigen Krieges einläutete. Seit 1950 ist der 8. August seitdem ein Feiertag, der ausschließlich in Augsburg gefeiert wird. Alle drei Jahre wird zusätzlich der Augsburger Friedenspreis verliehen, der mit insgesamt 12.500 Euro dotiert ist. Vor Schwester Dr. Lea Ackermann wurde 2011 Papst Shenouda III von Alexandrien, Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche, ausgezeichnet.

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Langjährige Erfahrung mit Frauen in Afrika

Die Deutsche Schwester Dr. Lea Ackermann begann ursprünglich eine Lehre zur Bankkauffrau, sattelte aber bereits kurz nach ihrem Abschluss um und trat 1960 in Paris der Gemeinschaft der „Missionsschwestern unsere lieben Frau von Afrika“ bei. Zu dieser Zeit absolvierte sie ein Lehramtsstudium und wurde anschließend nach Ruanda entsandt, um dort auf einem Mädchen-Internat zu unterrichten. In den 70ern kehrte Dr. Ackermann zurück nach Deutschland und studierte an der Universität München Pädagogik, Psychologie und Theologie. Nach einigen Zwischenstationen wurde sie Mitte der 80er Jahre wieder nach Afrika entsandt, wo sie in Mombasa das Projekt „SOLWODI“ gründete. In ihrem Projekt lernte Schwester Dr. Lea Ackermann zahlreiche Frauen kennen, die durch Krieg und Völkermord an den Tutsi, aber auch durch die Zerstörung von Ressourcen, zu Opfern von Sex-Tourismus, sexueller Ausbeutung und Menschenhandel wurden. Ihr Missionsverständnis gründet aus diesen Erfahrungen.

Auszeichnung für Frieden an Leib und Seele der Frauen

Regionalbischof Michael Grabow, der die Entscheidung der Friedenspreis-Jury begründete, erklärt, wieso Schwester Dr. Lea Ackermann diesen Preis verdient hat. „Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Schwester Dr. Lea Ackermann als Preisträgerin zur Ehre gereicht. Gewürdigt werden ihre langjährigen Bemühungen für Frieden an Leib und Seele von sexuell unterdrückten Frauen und Mädchen. Wir würdigen mit ihr eine unermüdliche Kämpferin, die sich für den Frieden und die Menschenwürde gegen sexuelle Ausbeutung und Entwürdigung von Frauen und Mädchen einsetzt. Mit der Preisverleihung an Schwester Dr. Lea Ackermann und „SOLWODI“ stellt der Augsburger Friedenspreis eine konkrete, praktische, vom christlichen Glauben her motivierte Friedensarbeit an Frauen in den Mittelpunkt, die Opfer von Menschenhandel, Zwangsprostitution und Sextourismus geworden sind.“

Gribl: Keine Macht der Gleichgültigkeit

Auch Augsburgs OB Dr. Kurt Gribl weist darauf hin, wie wichtig der Augsburger Friedenspreis eigentlich ist. „Je wacher, je aktiver, je engagierter wir sind, umso weniger Chancen bleiben der Gewalt, dem Terror. Eine der schlimmsten Verbündeten von Gewalt, Unrecht und Unfrieden ist die Gleichgültigkeit. Diese gilt es immer wieder in ihre Schranken zu weisen, so dass Hilfsbereitschaft, ein „Mitleiden“ und Beistand aktiv werden können.“

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