Stadt Augsburg

Augsburger Eisstadion kostet mindestens 33 Millionen Euro

Die Sanierung des Curt-Frenzel-Stadions wird doch teurer als erwartet. Foto: B4B SCHWABEN

Die Sanierung des Curt-Frenzel-Stadions wird nun doch deutlich teurer als bisher geplant: Das Eisstadion kostet die Stadt Augsburg aller Voraussicht nach mindestens 33 Millionen Euro. 

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Kostenexplosion bei der Sanierung des Curt-Frenzel-Stadions: Nach aktuellen Informationen sollen die Maßnahmen am Eisstadion die Stadt Augsburg rund 38 Millionen Euro kosten. Dies bedeutet einen gewaltigen Kostenanstieg. Auch nach Schadensersatzforderungen der Stadt bleiben noch immer Kosten in Höhe von 33 Millionen Euro. Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl und Stadtdirektor Hermann Weber zeigen auf, wieso das neue Eisstadion teurer wird als geplant.

Erste Kostenschätzungen deckten nicht alle Punkte ab

Hermann Weber, Stadtdirektor von Augsburg, erklärt: „Viele Punkte fehlten in den ursprünglichen Schätzungen. Diese Kosten kommen jetzt noch auf uns zu.“ Zu den damals noch nicht einberechneten Maßnahmen gehört auch die Gestaltung der Außenanlage. Außerdem stellten die Rettungsverbände nachträglich Forderungen: So wurden beispielsweise modernste Funkeinrichtungen eingebaut. Mit diesen Kosten in Höhe von rund 3 Millionen Euro hatte die Stadt Augsburg ursprünglich nicht gerechnet. Auch die Baupreissteigerungen von jährlich circa 3 bis 5 Prozent fehlten in den früheren Kostenschätzungen.  

Hintergrund: Station musste aufgrund von Forderungen der DEL saniert werden

Der Masterplan sah anfangs Kosten in Höhe von 25 Millionen Euro für die Sanierung des Eisstadions vor. Allein 16 Millionen Euro davon wurden gebraucht, um die Vorlagen der Deutschen Eishockeyliga (DEL) zu erfüllen. 

Stadt klagt auf 5,1 Millionen Euro Schadensersatz

Die Stadt versucht jetzt, rund 5,1 Millionen Euro Schadensersatz für Baumängel von den ursprünglich beauftragten Architekten einzuklagen. Denn zum Teil erklären sich die gestiegenen Kosten durch bekannte Planungsfehler: Aufgrund zu niedrig geplanter Tribünenkonnten nach dem Umbau nicht alle Zuschauer die Eisfläche sehen.

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Staatliche Förderung für Eisstation nicht möglich

Nach Abzug der Schadenssumme beläuft sich die Gesamtsumme auf rund 33 Millionen Euro. Diese muss hauptsächlich die Stadt Augsburg stemmen. Denn da das Eisstadion in städtischer Hand ist, ist keine Förderung vom Staat vorgesehen. Auch die Stadtsparkasse und die Stadtwerke sowie private Spender beteiligen sich an den Kosten.

Trotz vieler Rückschläge: Neubau des Stadions hätte deutlich mehr gekostet

Der Kostensprung ist in der Tat gewaltig. Trotzdem glaubt Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl, dass der Beschluss zur Sanierung des Curt-Frenzel-Stadions grundsätzlich richtig war. Es hatte im Vorfeld der Sanierung auch Überlegungen gegeben, das Stadion neu bauen zu lassen. In dem Fall hätte die Stadt jetzt zwei Eisstadien. Das bereits bestehende denkmalgeschützte Curt-Frenzel-Stadion hätte jedoch trotzdem saniert und unterhalten werden müssen. Gribl ist davon überzeugt, dass diese Alternative langfristig für die Stadt deutlich teurer gewesen wäre. 

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Erste Kostenschätzungen deckten nicht alle Punkte ab

Hermann Weber, Stadtdirektor von Augsburg, erklärt: „Viele Punkte fehlten in den ursprünglichen Schätzungen. Diese Kosten kommen jetzt noch auf uns zu.“ Zu den damals noch nicht einberechneten Maßnahmen gehört auch die Gestaltung der Außenanlage. Außerdem stellten die Rettungsverbände nachträglich Forderungen: So wurden beispielsweise modernste Funkeinrichtungen eingebaut. Mit diesen Kosten in Höhe von rund 3 Millionen Euro hatte die Stadt Augsburg ursprünglich nicht gerechnet. Auch die Baupreissteigerungen von jährlich circa 3 bis 5 Prozent fehlten in den früheren Kostenschätzungen.  

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Trotz vieler Rückschläge: Neubau des Stadions hätte deutlich mehr gekostet

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