Kommunalpolitischer Austausch

Augsburg und Kempten planen neue Kooperationen

Dr. Kurt Gribl, Eva Weber und Dr. Stefan Kiefer. Foto: Siegfried Kerpf
Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl reist am 7. Februar mit den Bürgermeistern Eva Weber und Dr. Stefan Kiefer nach Kempten. Ob Wirtschaft, Startups, Digitalisierung oder Infrastruktur: Künftig wollen beide Städte bei vielen Themen enger zusammenarbeiten.

„Unabhängig von der Größe gibt es viele Anknüpfungs-Punkte zwischen Augsburg und anderen Kommunen in Schwaben – sei es im Bildungsbereich, wirtschaftlicher, sozialer oder auch historischer Art. Um dabei unsere Kräfte zum gemeinsamen Nutzen zu bündeln, wäre es gut, wenn wir als Kommunen in Schwaben enger zusammenrücken“, so Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl. „Ich sehe die von Augsburg geplante Reihe ‚Miteinander in Schwaben‘ als sehr gewinnbringend für alle Seiten an“, erklärt auch Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle. Kiechle und Gribl wollen sich unter anderem über Infrastruktur-Projekte sowie Augsburg und Kempten als Hochschul-Standorte austauschen.

Wie können sich Augsburg und Kempten wirtschaftlich ergänzen?

Augsburgs Wirtschafts- und Finanzreferentin Eva Weber trifft in Kempten auf Dr. Richard Schießl, Referent für Wirtschaft, Kultur und Verwaltung. Augsburg bietet ein ideales Umfeld für produzierende Unternehmen. Im Vordergrund stehen hier die Kompetenz-Felder für die Technologien Faserverbund/Leichtbau, Mechatronik & Automation, Umwelttechnik und IT. Im Gespräch sollen unter anderem gemeinsame, künftige Projekte erörtert werden. „In Kempten besteht zum Beispiel im Bereich des Verpackungswesens viel Knowhow, während in Augsburg das Thema Ressourcen-Effizienz eine große Stärke ist. Genau das sind die Voraussetzungen für Entwicklungs-Möglichkeiten, die beiden Standorten zugutekommen“, so Eva Weber.

Zusammenarbeit bei Startups und Digitalisierung

Ein bi-kommunales Vorzeige-Projekt zwischen den beiden Städten gibt es schon: Das Digitale Gründerzentrum Schwaben kommt nach Augsburg und nach Kempten. Gemeinsam wollen beide Städte die Startup-Szene fördern und den Wirtschafts-Standort Bayerisch-Schwaben im Bereich Digitalisierung stärken. Den Förder-Bescheid für die Netzwerk-Aktivitäten gab es bereits im November. Anfang 2017 übergab Staatsministerin Ilse Aigner den Verantwortlichen aus Augsburg und Kempten auch die Förder-Bescheide für die Infrastruktur-Maßnahmen.

Augsburg und Kempten wollen voneinander lernen

Augsburgs Bürgermeister und Sozialreferenz Dr. Stefan Kiefer sucht in Kempten das Gespräch mit Benedikt Mayer, Referent für Jugend, Schule und Soziales. Hier steht unter anderem das Thema Wohnen im Fokus. Dabei wird es auch um die jeweilige Situation am Wohnungs-Markt und den Miet-Spiegel gehen. Auch die Unterbringung von Obdachlosen und Flüchtlingen ist ein vordringliches Thema. „Diesbezüglich ist die Situation sowohl in Augsburg als auch in Kempten vergleichbar schwierig. Da kann es nur positiv sein, wenn wir uns als Kommunen gegenseitig austauschen und voneinander erfahren, wie anderswo Probleme angegangen werden. Jede Seite kann von solchen Erkenntnissen profitieren“, so Dr. Kiefer.

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Nächstes Treffen von „Miteinander in Schwaben“ in Günzburg

Im Anschluss an die Gespräche sollen die Weichen für gemeinsame Ziele, Synergie-Effekte und Netzwerke gestellt werden. Auch der Ort für den nächste kommunalpolitischen Austausch steht bereits fest: Am Donnerstag, den 18. Mai, steht Günzburg für „Miteinander in Schwaben“ auf der Besuchsliste.

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Im Anschluss an die Gespräche sollen die Weichen für gemeinsame Ziele, Synergie-Effekte und Netzwerke gestellt werden. Auch der Ort für den nächste kommunalpolitischen Austausch steht bereits fest: Am Donnerstag, den 18. Mai, steht Günzburg für „Miteinander in Schwaben“ auf der Besuchsliste.

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