Hilfsangebote

Augsburg Marketing: Kostenlose Hilfe für Bürger und Betriebe

Die Verunsicherung wegen der aktuellen Krise ist bei allen groß – besonders kleine Betriebe bangen um ihre Existenz. Im Interview hat uns Ekkehard Schmölz, Leiter von Augsburg Marketing verraten, welche Hilfsangebote es für Augsburger Gastronomen und Einzelhändel gibt.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Die Corona-Krise ist für viele kleine Ladenbesitzer existenzbedrohend. Wie will Augsburg Marketing den Geschäftsinhabern und Gastronomen durch diese Krise helfen? 

Ekkehard Schmölz: Wir können nur an alle Mitbürger appellieren und dafür unsere vorhandene Infrastruktur nutzen. Jeder sollte sich fragen, wie er seine Lieblingsboutique, das Café um die Ecke oder kleine Blumengeschäft unterstützen kann und will. Viele Händler werden gerade aktiv und entwickeln Ideen, wie man trotz Schließung weiter einkaufen kann. Viele dieser Einzelhändler und Gastronomen haben sich auf augsburg-city.de listen lassen. Dort findet man alle notwendigen Informationen und sogar Sport- und Kulturangebote.  

Welche Möglichkeiten gibt es für Verbraucher, konkret zu helfen? 

Es gibt einige Möglichkeiten wie jeder helfen kann: 

1. Jetzt kaufen – später genießen 

Mit dem eigenen Lieblingscafé, Stammrestaurant und Lieblingsschuhladen Kontakt aufnehmen und jetzt Gutscheine kaufen. So bleiben die Läden liquide, da das Geld gleich ankommt. Wer jetzt schon einen Gutschein kauft, hilft aktiv mit, den Besuch beim Lieblingsrestaurant oder -Laden auch für später zu sichern. Dazu gibt es auch eine Aktionsseite eines Augsburger Unternehmens: rette-deinen-lieblingsladen.de. 

2. Regional bestellen – online oder per Telefon 

Wenn die Geschäfte geschlossen sind, bestellen wir online. Bevor aber das Geld bei großen Online-Kaufhäusern versenkt wird, sollte sich jeder informieren, ob es eine lokale „Augsburg-Alternative“ gibt. Auch hier hilft die Liste von augsburg-city.de. Welcher Einzelhändler sich dort noch nicht findet, kann eine Mail an online(at)augsburg-marketing.de  schreiben. 

3. Auf Erstattungen verzichten 

Keine Leistung, kein Beitrag. Vielleicht kann aber der ein oder andere auch einfach keine Erstattung von seinem Fitnessstudio oder seiner Tanzschule einfordern. Wenn es einem finanziell nicht weh tut, dann kann man zumindest auf einen Teil der Erstattung verzichten oder den Betrag in einen Gutschein umwandeln lassen und für spätere Leistungen einsetzen.

4. Essen zu Hause genießen 

Restaurants haben geschlossen. Nicht betroffen davon ist aber die Lieferung. Vielleicht gibt es vom Lieblingsrestaurant einen Lieferservice oder man kann dort das Essen sich abholen? Auch hier haben wir auf augsburg-city.de Angebot aufgelistet.  

5. Stammlokal oder Lieblingsladen durch Spende unterstützen

Der FC Augsburg hat mit uns eine digitale Spendenplattform für unsere Gastronomie, Kultur und Wirtschaft auf die Beine gestellt. Auf dieser kann jeder sein Stammlokal oder sein Lieblingsgeschäft durch eine Spende direkt unterstützen. Und wer aus finanziellen Gründen vielleicht nicht spenden kann, kann diese Aktion zumindest teilen – mit Freunden und auch mit dem Inhaber seines Lieblingsgeschäftes, dass er sich aufnehmen lassen soll, wenn er noch nicht dabei ist. Auch wichtige Informationen teilen, ist ein Zeichen von Solidarität.

Ihr habt für Geschäfte, die noch öffnen dürfen und Arztpraxen spezielle Fußbodenaufkleber entworfen. Was hat es damit auf sich?

Das Motto ist: Zusammenhalt durch Abstand. Augsburg Marketing hat für Geschäfte, die noch öffnen dürfen, spezielle Fußbodenaufkleber entworfen. Diese können in Wartebereichen zum Beispiel für Theken oder Kassen am Fußboden angebracht werden. Das Serviceangebot ist für Augsburger Betriebe kostenfrei. Wir hatten eine sehr starke Nachfrage von Bäckereien und Drogerien, aber auch von Apotheken, der Post, der Sparkasse oder von Arztpraxen. Insgesamt haben wir bis heute 1.200 Aufkleber weitergegeben.   

Plärrer und Dult sind bereits ausgefallen, viele Messen in den Herbst verschoben. Wie sieht es mit anderen Events aus?  

Wir können nur für die Sommernächte sprechen: Unsere Planungen laufen weiter. Wir werden Mitte April die Situation zusammen mit der Stadt beurteilen und dann verbindliche Entscheidungen treffen.

Gibt es Ideen von Augsburg Marketing, wie gemeinsame Erlebnisse für die Augsburger online ermöglicht werden können? 

Auch hier sammeln und listen wir die Angebote. Es gibt aufgrund der aktuellen Lage einige Kultur- und Kunstaktionen, die man als Familie gemeinsam vom Sofa aus machen kann. Zudem gibt es Sport- und Weiterbildungskurse für Familien. Aber man findet auch Zubehör, um zum Beispiel einen Teddy machen oder neue Spiele auszuprobieren.

Wie wichtig ist Stadtmarketing in Krisenzeiten?  

Sehr wichtig. Wir können zwar keine Gelder aus Hilfstöpfen verteilen oder Miete stunden, aber wir können das Gemeinschaftsgefühl stärken und für Unternehmen und Endkunden da sein. Das machen wir durch unsere Plattform augsburg-city.de. Zudem unterstützen wir Hilfsprojekte wie #augsburghältzusammen2020, bei dem wir den FC Augsburg als Initiator mit den Unternehmern zusammenbringen. Im Grunde sind wir eine Schnittstelle zwischen beiden Seiten, die schnell und unbürokratisch handeln und vermitteln kann. Und die manchmal auch einfach nur zuhört. 

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B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Die Corona-Krise ist für viele kleine Ladenbesitzer existenzbedrohend. Wie will Augsburg Marketing den Geschäftsinhabern und Gastronomen durch diese Krise helfen? 

Ekkehard Schmölz: Wir können nur an alle Mitbürger appellieren und dafür unsere vorhandene Infrastruktur nutzen. Jeder sollte sich fragen, wie er seine Lieblingsboutique, das Café um die Ecke oder kleine Blumengeschäft unterstützen kann und will. Viele Händler werden gerade aktiv und entwickeln Ideen, wie man trotz Schließung weiter einkaufen kann. Viele dieser Einzelhändler und Gastronomen haben sich auf augsburg-city.de listen lassen. Dort findet man alle notwendigen Informationen und sogar Sport- und Kulturangebote.  

Welche Möglichkeiten gibt es für Verbraucher, konkret zu helfen? 

Es gibt einige Möglichkeiten wie jeder helfen kann: 

1. Jetzt kaufen – später genießen 

Mit dem eigenen Lieblingscafé, Stammrestaurant und Lieblingsschuhladen Kontakt aufnehmen und jetzt Gutscheine kaufen. So bleiben die Läden liquide, da das Geld gleich ankommt. Wer jetzt schon einen Gutschein kauft, hilft aktiv mit, den Besuch beim Lieblingsrestaurant oder -Laden auch für später zu sichern. Dazu gibt es auch eine Aktionsseite eines Augsburger Unternehmens: rette-deinen-lieblingsladen.de. 

2. Regional bestellen – online oder per Telefon 

Wenn die Geschäfte geschlossen sind, bestellen wir online. Bevor aber das Geld bei großen Online-Kaufhäusern versenkt wird, sollte sich jeder informieren, ob es eine lokale „Augsburg-Alternative“ gibt. Auch hier hilft die Liste von augsburg-city.de. Welcher Einzelhändler sich dort noch nicht findet, kann eine Mail an online(at)augsburg-marketing.de  schreiben. 

3. Auf Erstattungen verzichten 

Keine Leistung, kein Beitrag. Vielleicht kann aber der ein oder andere auch einfach keine Erstattung von seinem Fitnessstudio oder seiner Tanzschule einfordern. Wenn es einem finanziell nicht weh tut, dann kann man zumindest auf einen Teil der Erstattung verzichten oder den Betrag in einen Gutschein umwandeln lassen und für spätere Leistungen einsetzen.

4. Essen zu Hause genießen 

Restaurants haben geschlossen. Nicht betroffen davon ist aber die Lieferung. Vielleicht gibt es vom Lieblingsrestaurant einen Lieferservice oder man kann dort das Essen sich abholen? Auch hier haben wir auf augsburg-city.de Angebot aufgelistet.  

5. Stammlokal oder Lieblingsladen durch Spende unterstützen

Der FC Augsburg hat mit uns eine digitale Spendenplattform für unsere Gastronomie, Kultur und Wirtschaft auf die Beine gestellt. Auf dieser kann jeder sein Stammlokal oder sein Lieblingsgeschäft durch eine Spende direkt unterstützen. Und wer aus finanziellen Gründen vielleicht nicht spenden kann, kann diese Aktion zumindest teilen – mit Freunden und auch mit dem Inhaber seines Lieblingsgeschäftes, dass er sich aufnehmen lassen soll, wenn er noch nicht dabei ist. Auch wichtige Informationen teilen, ist ein Zeichen von Solidarität.

Ihr habt für Geschäfte, die noch öffnen dürfen und Arztpraxen spezielle Fußbodenaufkleber entworfen. Was hat es damit auf sich?

Das Motto ist: Zusammenhalt durch Abstand. Augsburg Marketing hat für Geschäfte, die noch öffnen dürfen, spezielle Fußbodenaufkleber entworfen. Diese können in Wartebereichen zum Beispiel für Theken oder Kassen am Fußboden angebracht werden. Das Serviceangebot ist für Augsburger Betriebe kostenfrei. Wir hatten eine sehr starke Nachfrage von Bäckereien und Drogerien, aber auch von Apotheken, der Post, der Sparkasse oder von Arztpraxen. Insgesamt haben wir bis heute 1.200 Aufkleber weitergegeben.   

Plärrer und Dult sind bereits ausgefallen, viele Messen in den Herbst verschoben. Wie sieht es mit anderen Events aus?  

Wir können nur für die Sommernächte sprechen: Unsere Planungen laufen weiter. Wir werden Mitte April die Situation zusammen mit der Stadt beurteilen und dann verbindliche Entscheidungen treffen.

Gibt es Ideen von Augsburg Marketing, wie gemeinsame Erlebnisse für die Augsburger online ermöglicht werden können? 

Auch hier sammeln und listen wir die Angebote. Es gibt aufgrund der aktuellen Lage einige Kultur- und Kunstaktionen, die man als Familie gemeinsam vom Sofa aus machen kann. Zudem gibt es Sport- und Weiterbildungskurse für Familien. Aber man findet auch Zubehör, um zum Beispiel einen Teddy machen oder neue Spiele auszuprobieren.

Wie wichtig ist Stadtmarketing in Krisenzeiten?  

Sehr wichtig. Wir können zwar keine Gelder aus Hilfstöpfen verteilen oder Miete stunden, aber wir können das Gemeinschaftsgefühl stärken und für Unternehmen und Endkunden da sein. Das machen wir durch unsere Plattform augsburg-city.de. Zudem unterstützen wir Hilfsprojekte wie #augsburghältzusammen2020, bei dem wir den FC Augsburg als Initiator mit den Unternehmern zusammenbringen. Im Grunde sind wir eine Schnittstelle zwischen beiden Seiten, die schnell und unbürokratisch handeln und vermitteln kann. Und die manchmal auch einfach nur zuhört. 

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