Handelsverband fordert zeitnahe Öffnung der Geschäfte

Bayerisch-Schwäbischer Handel kämpft ums „nackte Überleben“

In Österreich sollen nach Ostern schrittweise alle Geschäfte bis auf Hotels und Gastronomie wieder öffnen. Was bedeutet es für Bayerisch-Schwaben, wenn Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sich an diesem Fahrplan orientiert?

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz hat am Montag verkündet, das Wirtschaftsleben wieder schrittweise anzukurbeln - vier Wochen nach dem ausgerufenen „Minimalbetrieb“. Man werde aber vorsichtig vorgehen und es gebe ständig die Möglichkeit „die Handbreme zu ziehen“. Ziel sei es, ab 14. April kleine Geschäfte sowie Bau- und Gartenmärkte unter strengen Auflagen wieder zu öffnen. Ab 1. Mai sollen dann alle Geschäfte, Einkaufszentren und Friseure wieder öffnen. 

Wird Österreich wieder zum Vorbild für Bayerm?

Österreich hat mit seinen Maßnahmen seit Wochen den Takt angegeben in Europa. Bayern werde nach Ostern weitere Perspektiven entwickeln, sagte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Die Entwicklung in Österreich sei der in Bayern um drei Wochen voraus, betonte er. Wird das bayerische Nachbarland wieder zum Vorbild für Bayern? Und was würde das für den bayerisch-schwäbischen Handel bedeuten?  

Handelsverband fordert zeitnahe Öffnung der Läden

Andreas Gärtner, Geschäftsführer Handelsverband Bayern Bezirk Schwaben, hält eine möglichst zeitnahe schrittweise Öffnung der Ladengeschäfte für „den vernünftigsten Weg“. So könne das Überleben der Handelsbetriebe gesichert werden und gleichzeitig werden die jetzt in „kleinen Schritten sichtbar werdenden Erfolge im Kampf gegen die Ausbreitung der Pandemie“ nicht gefährdet.  

Schwäbischer Einzelhandel kämpft ums Überleben

Für viele Betriebe gehe es bereits jetzt ums „nackte Überleben“, betont er. Vielfach reiche die bestehende Liquidität unter Ausschöpfung von Staatshilfen und Krediten gerade noch bis Ende April. Eine schnelle, eingeschränkte Öffnung der Ladengeschäfte – unter strengen Hygienebestimmungen – würde zumindest die Liquidität strecken, um die Zeit bis zu einem halbwegs geregelten Geschäftsbetrieb zu überstehen, ist sich Gärner sicher. 

Öffnung der Geschäfte gäbe Hoffnung auf Überleben

„Auf Grund der Strukturunterschiede zu Österreich – in unserem Nachbarland machen Unternehmen unter 400 Quadratmeter fast 75 Prozent der Handelsbetriebe aus – halte ich eine geregelte Öffnung aller Geschäfte für gerecht und sinnvoll“, äußert sich Gärtner auf Anfrage unserer Redaktion. Er hoffe auf eine bundesweit einheitliche Regelung, um einen „Ländereinkaufstourismus“ zu vermeiden. Gleichzeitig betont er, dass die Öffnung der Geschäfte nicht bedeutet, dass sie dann „gerettet“ sind. Vielmehr sei die Ladenöffnung nur ein Strohhalm, der Hoffnung auf ein Überleben gibt.  

Gemeinsam den schwäbischen Einzelhandel retten

„Wenn wir insbesondere in unsere schwäbischen Innenstädte weiter attraktiven Einzelhandel haben wollen, müssen wir die Unternehmer längerfristig unterstützen, seitens der Kunden, durch ihren Einkauf, seitens der Vermieter, durch faire Mietanpassungen und seitens der Politik durch Reduzierung und Stundung der Abgabenlasten und weitere direkte Staatsbeihilfen“, betont Gärtner. 

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