Wirtschaftsjunioren Augsburg

Augsburg liest ein Buch: Der Trafikant stärkt die Kulturwirtschaft

Die Wirtschaftsjunioren haben mit "Augsburg liest ein Buch" ein Projekt zur Förderung der Kulturwirtschaft gestartet. Foto: B4B

Mit Bildergalerie: Augsburg ist im Lesefieber. Die Wirtschaftsjunioren Augsburg haben es mit zahlreichen Unterstützern geschafft, ein Kulturprojekt auf die Beine zu stellen, das unerwartete Ausmaße angenommen hat. Bei „Augsburg liest ein Buch“ dreht sich alles um das Buch 2Der Trafikant“ Dazu ist eine Reihe von kulturellen Veranstaltungen geplant. Das freut nicht nur die Leser aus Augsburg, sondern auch die Kulturwirtschaft, die einen neuen Aufschwung in der Stadt erlebt. 

von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion

Die Wirtschaftsjunioren Augsburg kümmern sich nicht nur um wirtschaftliche Belange in der Augsburger Region. Auch Kunst ist ein Thema, das immer stärker angegangen wird. Denn die Kunst- und Kreativwirtschaft ist ein wichtiger Faktor, der in der regionalen Wirtschaft nicht vernachlässigt werden darf. Mit dem weltweiten Projekt „Eine Stadt liest ein Buch“ hat sich auch Augsburg für die neue Form des Buchmarketings entschieden. Nach einigen Wochen ist das Projekt bereits ein Selbstläufer geworden. „Augsburg liest ein Buch“ hat sich mit Hilfe einer hochkarätigen Jury für das Buch „Der Trafikant“ entschieden. Der Bestseller von Robert Seethaler ist nun Teil zahlreicher Veranstaltungen, ob im musischen, künstlerischen oder schauspielerischen Rahmen. Rund 14 Veranstaltungen können interessierte Augsburger in den nächsten Wochen rund um den Trafikanten erwarten. Den Auftakt bildete die Kickoff-Party am 1. Oktober in der Haag Villa.

Schirmherrin Eva Weber begeistert von „Augsburg liest ein Buch“

Thomas Prazak, international bekannter Schauspieler aus Wien, las den Gästen Auszüge aus „Der Trafikant“ vor. Beinahe alle Anwesenden haben das Buch bereits selbst gelesen. Schirmherrin des Projekts, 2. Bürgermeisterin Eva Weber, hat den Trafikanten sogar während ihrer Wien-Reise gelesen und nebenbei die Orte des Buches besucht. „Ich freue mich, dass die Jury so ein tolles Buch für so ein tolles Projekt ausgewählt hat. Und ich freue mich, dass ich Schirmherrin von „Augsburg liest ein Buch“ sein darf. Ich selbst lese unwahrscheinlich gerne und finde es toll, dass eine ganze Stadt dazu animiert wird, ein bestimmtes Buch zu lesen, um anschließend darüber zu reden. Ich danke den Wirtschaftjunioren und allen anderen Unterstützern und Projektverantwortlichen, dass sie so ein weitreichendes Projekt geschaffen haben, dass nicht nur die Kultur fördert, sondern auch die Wirtschaft der Region in einem anderen Licht erscheinen lässt“, so Eva Weber.

Über 80 Organisationen und Unternehmen unterstützen das Projekt

Für die Projektveranstalter war der Abend ein voller Erfolg. Tobias Ziegler, Präsident der Wirtschaftsjunioren Augsburg, konnte den bahnbrechenden Erfolg von „Augsburg liest ein Buch“ selbst kaum fassen. „Das Projekt war zwar von uns geplant, allerdings konnten wir die Ausmaße nicht einschätzen. Das Projekt begann zu fliegen und ist stadtweit bekannt, sogar über die Stadtgrenzen hinaus. Die Stadtbücherei musste bereits unzählige Ausgaben von „Der Trafikant“ nachkaufen, trotzdem gibt es immer noch Wartelisten für das Buch. Wir haben inzwischen über 80 Unterstützer des Projekts und unzählige Veranstaltungen rund um das Buch. Dass die Augsburger so von diesem Projekt begeistert sind – damit haben wir nicht gerechnet, sind aber umso glücklicher über diese positive Entwicklung“, freut sich Tobias Ziegler.

„Der Trafikant“ zieht weite Kreise

Auch beim anschließenden Get Together wurde noch rege über den Trafikanten gesprochen. Wer hat das Buch wann gelesen, wie lange hat man für das Buch gebraucht? Was ist die Lieblingsstelle im Buch? Diese Fragen stellten sich die Gäste hier und da und wer das Buch bislang nicht gelesen hatte, nahm sich fest vor, das Bücherregal bald mit dem Trafikanten zu ergänzen.

„One book, one Chicago“ ist Vorläufer des Projekts

Das Projekt „Eine Stadt liest ein Buch“ ist die Weiterführung des Projekts „One book, one Chicago“, das 2001 in Chicago seinen Lauf nahm. Wie auch beim Ursprung des Projekts wählt eine Jury aus unterschiedlichsten Vertretern ein Buch aus, das zum einen eine interessante Geschichte bietet, zum anderen ein hohes sprachliches Niveau aufweist und zu guter Letzt von Menschen verschiedenen Alters, verschiedener Herkunft und unterschiedlicher Lebensstile gelesen wird. Das Projekt soll vor allem die Kulturwirtschaft einer Stadt fördern, indem eine Reihe von Veranstaltungen wie Lesungen, Theateraufführungen oder musikalische Darstellungen das Thema des Buches behandeln.

„Augsburg liest ein Buch“: Voller Erfolg für Wirtschaft
Die Wirtschaftsjunioren haben mit "Augsburg liest ein Buch" ein Projekt zur Förderung der Kulturwirtschaft gestartet. Foto: B4B
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