UNESCO-Auszeichnung

Augsburg ist Weltkulturerbe-Stadt

Mit seinem Wassermanagement-System ist Augsburg vergangenen Freitag in die Liste der UNESCO-Weltkulturstätten aufgenommen worden. In Bayern summiert sich die Zahl der Orte von Weltrang nun auf acht.

In der 43. Sitzung des UNESCO-Welterbe-Komitees wurde der Fuggerstadt nun der Welterbe-Titel zugesprochen. Augsburgs Wassersystem reiht sich mit dieser Auszeichnung nun in die Liste baulicher Schwergewichte wie Angkor Wat oder der Chinesischen Mauer ein. Deutschlandweit zählen laut UNESCO 44 Objekte zum Weltkulturerbe, weltweit sind es mittlerweile 1092.

Wasser als Antriebsfeder für kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung Augsburgs

„Mit der Auszeichnung des Augsburger Wassermanagement Systems als Weltkulturerbe würdigt die UNESCO einen unvergleichlichen Schatz, den die Stadt seit ihrer Stadtgründung birgt. Denn die Lage Augsburgs am Zusammenfluss von Lech und Wertach ist kein Zufall, sondern strategisch wohl überlegt. Ihre gesamte wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung hat Augsburg dem Wasser beider Flüsse wie auch den reichlichen Trinkwasservorkommen im Stadtwald zu verdanken. Jahrhundertelang wurde die Wasserkraft des Lechs innovativ genutzt, um Mühlräder und Pumpwerke anzutreiben.“, so Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl.

Und weiter: „Augsburgs Handwerk blühte und machte die Stadt reich - auch deshalb, weil dank eines ausgeklügelten Kanalsystems gute hygienische Verhältnisse herrschten und bestes Trinkwasser für die Bürger zur Verfügung stand. Das Zusammenspiel von menschlichem Erfindungsgeist, wegweisender Ingenieurwissenschaft und großartiger Brunnenkunst sind das Erfolgskonzept des einzigartigen Wassermanagement-Systems, das lückenlos über acht Jahrhunderte lang in Augsburg zu erleben ist.“

„Mit dem Welterbe-Titel nehmen wir auch Vermittlungsantrag an“

„Die 22 Objekte der Augsburger Welterbe-Bewerbung stellen in ihrer Mischung aus technik-geschichtlicher und kunst-historischer Bedeutung einen einzigartigen Sonderfall dar: Sie sind alle eng mit den technologischen Errungenschaften des Wasserbaus, der nachhaltigen Nutzung der Wasserkraft und der ressourcen-schonenden Trennung von Trink- und Brauchwasser verknüpft.“, erklärt Kulturreferent Thomas Weitzel.

„Der UNESCO-Titel ist uns Verpflichtung, die ausgezeichneten Denkmäler mustergültig zu erhalten. Zugleich sind wir uns bewusst, dass wir mit dem Welterbe-Titel einen Vermittlungsauftrag annehmen, indem wir die Tradition und das Wissen um die nachhaltige Nutzung der lebenswichtigen Ressource Wasser weitergeben und mit der Völkergemeinschaft teilen.“, so Weitzel.

UNESCO statuiert Exempel: „Trinkwasser muss für alle verfügbar sein“

Auch der Stadtwerke-Geschäftsführer Alfred Müllner weist auf den Aspekt der Ressourcen-Knappheit hin. „In einer Zeit, in der Millionen von Menschen weltweitkeinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, kann der nachhaltige Umgang mit Trinkwasser, von der Gewinnung bis zum Wasserhahn, beispielgebend sein. Die Auszeichnung ist damit auch ein Aufruf der UNESCO, dass das Lebensmittel Trinkwasser für alle verfügbar sein muss und nicht von kommerziellen Interessen weniger weltweit agierender Großkonzerne abhängig sein darf.“, so Müllner.

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Wasser als Antriebsfeder für kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung Augsburgs

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Und weiter: „Augsburgs Handwerk blühte und machte die Stadt reich - auch deshalb, weil dank eines ausgeklügelten Kanalsystems gute hygienische Verhältnisse herrschten und bestes Trinkwasser für die Bürger zur Verfügung stand. Das Zusammenspiel von menschlichem Erfindungsgeist, wegweisender Ingenieurwissenschaft und großartiger Brunnenkunst sind das Erfolgskonzept des einzigartigen Wassermanagement-Systems, das lückenlos über acht Jahrhunderte lang in Augsburg zu erleben ist.“

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„Die 22 Objekte der Augsburger Welterbe-Bewerbung stellen in ihrer Mischung aus technik-geschichtlicher und kunst-historischer Bedeutung einen einzigartigen Sonderfall dar: Sie sind alle eng mit den technologischen Errungenschaften des Wasserbaus, der nachhaltigen Nutzung der Wasserkraft und der ressourcen-schonenden Trennung von Trink- und Brauchwasser verknüpft.“, erklärt Kulturreferent Thomas Weitzel.

„Der UNESCO-Titel ist uns Verpflichtung, die ausgezeichneten Denkmäler mustergültig zu erhalten. Zugleich sind wir uns bewusst, dass wir mit dem Welterbe-Titel einen Vermittlungsauftrag annehmen, indem wir die Tradition und das Wissen um die nachhaltige Nutzung der lebenswichtigen Ressource Wasser weitergeben und mit der Völkergemeinschaft teilen.“, so Weitzel.

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Auch der Stadtwerke-Geschäftsführer Alfred Müllner weist auf den Aspekt der Ressourcen-Knappheit hin. „In einer Zeit, in der Millionen von Menschen weltweitkeinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, kann der nachhaltige Umgang mit Trinkwasser, von der Gewinnung bis zum Wasserhahn, beispielgebend sein. Die Auszeichnung ist damit auch ein Aufruf der UNESCO, dass das Lebensmittel Trinkwasser für alle verfügbar sein muss und nicht von kommerziellen Interessen weniger weltweit agierender Großkonzerne abhängig sein darf.“, so Müllner.

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