Stadt Augsburg

Augsburg: Integration von Flüchtlingen fordert alle Referate

Stadt Augsburg steht vor wachsenden Herausforderungen bei der Flüchtlingsintegration. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Mit der steigenden Flüchtlingszahl steht auch die Stadt Augsburg vor wachsenden Herausforderungen. Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl zeigte sich jedoch positiv, die anstehenden Arbeiten referatsübergreifend meistern zu können. In einer ersten Klausur wurde nun ein Verfahrensprogramm entwickelt.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Die Flüchtlingsströme reißen nicht ab. Derzeit leben in Augsburg rund 3.300 Asylbewerber. Die wöchentliche Zuweisungsquote durch die Regierung von Schwaben liegt derzeit bei 60 Asylbewerbern - Tendenz steigend. Damit sieht sich die Stadt Augsburg mit wachsenden Herausforderungen konfrontiert. Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl blickt jedoch optimistisch in die Zukunft.

Stadt Augsburg: Alle Referate ziehen an einem Strang

„Mit Bürgermeister und Sozialreferent Stefan Kiefer sowie den Referenten Reiner Erben, Hermann Köhler und Dirk Wurm ist gewährleistet, dass wir die großen Herausforderungen wie Unterbringung, Beschulung und Integration von Menschen mit Bleiberecht in die Stadtgesellschaft koalitionsübergreifend angehen und meistern. Dieser Konsens ist mir als vertrauensbildende Grundlage für alle erforderlichen Maßnahmen in der Stadtgesellschaft sehr wichtig“, so OB Gribl. Die Augsburger Stadtregierung möchte die Probleme referatsübergreifend behandeln. Gefordert sind jedoch in erster Linie das Sozialreferat, das Referat für Integration, das Bildungsreferat und das Ordnungsreferat. Die „Stadtminister“ entwickelten dazu in einer ersten Klausur ein gemeinsames Verfahrensprogramm.

OB Gribl macht deutlich: Finanzierung muss geregelt werden

„Die Augsburger Stadtregierung bereitet sich überlegt und mit Augenmaß auf die Integrationsarbeit vor, die letztlich eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Wichtig ist, dass wir alles tun, was unsere Arbeit in diesem Bereich effizient macht“, so die Arbeitsdevise von Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl. Zu den drängendsten Problemen gehört unter anderem die zunehmende Raumnot. Gribl betonte jedoch, dass Augsburg nicht auf den Kosten der Unterkunft sitzen bleiben dürfe. Auch müsse Klarheit über die Dauer der Kostenerstattung durch den Freistaat Bayern für angemietete Unterkünfte herrschen.

Schulreferent Kühler will Sonderprogramm in den Haushalt 2016 aufnehmen

Auch der steigende Personalmangel im Schulbereich macht der Stadt zu schaffen. Zwischen Juli und November 2015 stieg die Zahl der Übergangsklassen im Grund- und Mittelschulbereich von 24 auf 41 an. Schulreferent Hermann Köhler verweist darauf, dass maximal noch acht freie Räume zur Verfügung stehen. Ob eigens Pavillons oder andere Beherbergungsmöglichkeiten aufgestellt werden müssen und wer sie finanziert ist offen. Eine ähnliche Situation herrscht auch im Bereich der Berufsschulen. Um Abhilfe zu schaffen, schlägt Köhler ein Sonderprogramm „Schulräume für Migranten und Flüchtlinge“ im Haushalt 2016 vor. Zudem fordert er mehr Mittel für Anmietungen und eine flexible Handhabe bei der Neueinstellung von Lehrern für die kommunalen Schulen. Köhler erklärte zudem, das Hochbauamt müsse umgehend beauftragt werden, für drei Schulstandorte entsprechende Planungen und Bauvoranfragen voranzutreiben.

Büro für Migration soll Angebote für Flüchtlinge zentral verwalten

Handlungsbedarf sieht Gribl derweil auch noch bei den bestehenden Sprachangeboten. „Ich möchte, dass Asylbewerber von vorneherein zum richtigen Angebot gelenkt und vermittelt werden können“, so der OB. Hier ist vor allem das Büro für Migration, Interkultur und Vielfalt, das zum Integrationsreferat von Reiner Erben gehört, gefordert. „Ich sehe das Büro für Migration klar als zentrale Fachstelle, die andere Bereiche in der Verwaltung unterstützt, Strukturen kennt und gezielt zuordnen kann“, erklärt OB Dr. Gribl weiter. Um die städtischen Integrationsleistungen zu optimieren, müssten kommunale und freiwillige Angebote besser abgestimmt werden.

Ergebnispräsentation soll Mitte Januar erfolgen

Aus den Erkenntnissen der ersten Klausur werden nun konkrete Handlungsschritte eingeleitet. Mitte Januar ist die Ergebnispräsentation vorgesehen. Im Februar widmen sich die „Stadtminister“ mit dem Thema „Integration in die Stadtgesellschaft“ der zweiten Phase dieser wichtigen Zukunftsaufgabe und entwickeln weitere konkrete Handlungsfelder.

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„Die Augsburger Stadtregierung bereitet sich überlegt und mit Augenmaß auf die Integrationsarbeit vor, die letztlich eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Wichtig ist, dass wir alles tun, was unsere Arbeit in diesem Bereich effizient macht“, so die Arbeitsdevise von Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl. Zu den drängendsten Problemen gehört unter anderem die zunehmende Raumnot. Gribl betonte jedoch, dass Augsburg nicht auf den Kosten der Unterkunft sitzen bleiben dürfe. Auch müsse Klarheit über die Dauer der Kostenerstattung durch den Freistaat Bayern für angemietete Unterkünfte herrschen.

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Handlungsbedarf sieht Gribl derweil auch noch bei den bestehenden Sprachangeboten. „Ich möchte, dass Asylbewerber von vorneherein zum richtigen Angebot gelenkt und vermittelt werden können“, so der OB. Hier ist vor allem das Büro für Migration, Interkultur und Vielfalt, das zum Integrationsreferat von Reiner Erben gehört, gefordert. „Ich sehe das Büro für Migration klar als zentrale Fachstelle, die andere Bereiche in der Verwaltung unterstützt, Strukturen kennt und gezielt zuordnen kann“, erklärt OB Dr. Gribl weiter. Um die städtischen Integrationsleistungen zu optimieren, müssten kommunale und freiwillige Angebote besser abgestimmt werden.

Ergebnispräsentation soll Mitte Januar erfolgen

Aus den Erkenntnissen der ersten Klausur werden nun konkrete Handlungsschritte eingeleitet. Mitte Januar ist die Ergebnispräsentation vorgesehen. Im Februar widmen sich die „Stadtminister“ mit dem Thema „Integration in die Stadtgesellschaft“ der zweiten Phase dieser wichtigen Zukunftsaufgabe und entwickeln weitere konkrete Handlungsfelder.

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