Stadt Augsburg

Augsburg erhält über 126 Mio. Euro an Schlüsselzuweisungen

Augsburg erhält über 126 Millionen Euro vom Freistaat. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Geldsegen für die Stadt Augsburg. Der Freistaat Bayern weist der Fuggerstadt eine höhere Schlüsselzuweisung zu, als gedacht. Mehr als 126 Millionen Euro erhält Augsburg für das Haushaltsjahr 2016. Finanzreferentin und Bürgermeisterin Eva Weber warnt jedoch vor Euphorie. Die strukturellen Schwierigkeiten seien damit keineswegs ausgeräumt.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Die Stadt Augsburg erhält für das Haushaltsjahr 2016 vom Freistaat Bayern Schlüsselzuweisungen in Höhe von mehr als 126 Millionen Euro. Damit übersteigt die Summe sogar die Zuwendungen aus diesem Jahr. „Wir freuen uns sehr über diese hohe Zuweisung, die das Spitzenjahr 2015 noch übertrifft. Durch diese Aufstockung der Mittel wird es möglich, unseren kommunalen Haushalt finanziell auszugleichen. Dafür bedanken wir uns beim Freistaat Bayern ganz ausdrücklich“, freut sich Bürgermeisterin und Finanzreferentin Eva Weber über den Geldsegen.

Hohe Schlüsselzuweisungen allein lösen nicht die strukturellen Schwächen der Stadt

Exakt erhält Augsburg 126.375.868 Euro für das kommende Jahr. Auch wenn die Freude darüber groß ist, warnt Eva Weber vor Euphorie. Sie wies darauf hin, dass damit die strukturellen Schwierigkeiten des Haushaltes der Stadt Augsburg keineswegs ausgeräumt sind. „Gerade für den Haushalt 2016 muss es darum gehen, unsere eigene Finanzkraft weiter zu stärken und für die anstehenden Ausgaben - vor allem im sozialen Bereich - für die nächsten Jahre nachhaltig zu sichern“, erläutert die Bürgermeisterin. In diesem Zusammenhang machte sie außerdem deutlich, dass Schlüsselzuweisungen auch das Indiz für die strukturelle Schwäche einer Stadt sind. „Die kommunale Handlungsfähigkeit der strukturell unterfinanzierten Stadt Augsburg dauerhaft zu stärken, ist deshalb das zentrale Zukunftsthema, das bei den Haushaltsberatungen 2016 intensiv diskutiert werden muss“, betont Eva Weber.

Eva Weber will mit den zusätzlichen Mittel den Fehlbetrag 2015 ausgleichen

Im Haushaltsentwurf der Stadtverwaltung wurde für die Schlüsselzuweisungen ein Ansatz in Höhe von 110 Millionen Euro gebildet. Bürgermeisterin Eva Weber will dem Stadtrat im Rahmen der Haushaltsberatungen 2016 nun vorschlagen, die zusätzlichen Mittel als Rücklage zu verwenden. Damit soll dann der sich abzeichnende, aber noch nicht bezifferbare Fehlbetrag 2015 ausgeglichen werden. „Damit können wir jetzt bereits die Weichen für einen ausgeglichenen Haushalt 2017 stellen und ein Signal der Stabilität geben“, so Eva Weber.

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