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Augsburg belegt bayernweit Platz drei bei Neugründungen
Startup & Scaleup Monitor Bayern 2026

Augsburg belegt bayernweit Platz drei bei Neugründungen

Symbolbild. In Bayern werden die meisten Start-ups gegründet, Augsburg liegt im Freistaat auf Platz 3. Foto: stock.adobe.com / Xavier Lorenzo
Symbolbild. In Bayern werden die meisten Start-ups gegründet, Augsburg liegt im Freistaat auf Platz 3. Foto: stock.adobe.com / Xavier Lorenzo

In keinem Bundesland gibt es so viele Neugründungen wie in Bayern. Der „Startup & Scaleup Monitor Bayern 2026“ ergab: Augsburg besitzt mit 81 Jungunternehmen das drittgrößte Start-up-Ökosystem. Welche Branchen in der Region besonders stark vertreten sind.

Das Bayerische Wirtschaftsministerium, die Industrie- und Handelskammern der Region und der Startup-Verband haben gemeinsam den „Startup & Scaleup Monitor Bayern 2026“ veröffentlicht. Dieser Bericht hat ergeben: In keinem Bundesland Deutschlands wurden 2025 so viele Start-ups gegründet wie in Bayern. Augsburg erreicht laut der Betrachtung einen Spitzenplatz und hat das drittgrößte Start-up-Ökosystem Bayerns.

Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring kommentiert (Freie Wähler): „Start-ups bringen neue Technologien schneller in den Markt und sorgen für das Wachstum von morgen. Sie sind kein Nice-to-have, sondern ein entscheidender Wettbewerbsfaktor für unseren Standort.“

Starkes Wachstum, aber nur wenige Gründerinnen

Laut der Analyse verzeichnete Bayern 2025 insgesamt 4.406 aktive Start-ups und 785 Neugründungen, was einem Anstieg von 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Freistaat liegt damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 29 Prozent. Die zwei wichtigsten Finanzierungsquellen der bayerischen Jungunternehmen sind dabei mit 41,3 Prozent staatliche Fördermittel sowie mit 30,4 Prozent Investitionen von Business Angels.

Trotz des grundsätzlich dynamischen Wachstums bleibt der Anteil an Gründerinnen im Freistaat mit 17 Prozent unter dem bereits niedrigen Bundesdurchschnitt von 20 Prozent. Besonders in München und technisch geprägten Regionen ist der Frauenanteil auffällig niedrig. Um dem niedrigen Frauenanteil künftig entgegenzuwirken, fördert etwa der „Female Founder Hub“ der Universität Augsburg gezielt angehende Gründerinnen durch Mentoring, Workshops und finanzielle Mittel.

Auf einem ähnlichen Niveau befindet sich der Anteil an Neugründungen von Menschen mit Migrationshintergrund: 16 Prozent der bayerischen Startup-Gründerinnen und -Gründer sind im Ausland geboren oder eingewandert.

Branchenstruktur der Augsburger Start-up-Szene

Die Startup-Landschaft in Augsburg zeichnet sich durch eine starke Fokussierung auf digitale und technologische Bereiche aus. Mit einem Anteil von 22,4 Prozent ist die Softwarebranche dabei am stärksten vertreten – deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 16,3 Prozent. Auch die Sparten Industrie (11,2 Prozent) und Mobilität (6,4 Prozent) sind überdurchschnittlich oft vertreten. E-Commerce (7,2 Prozent gegenüber 8,4 Prozent) und der medizinische Bereich (5,6 Prozent gegenüber 11,5 Prozent) liegen in Augsburg dagegen unter dem deutschen Mittelwert.

Mit insgesamt 125 Start-ups gehören Stadt und Landkreis Augsburg zu den drei größten Startup-Ökosystemen Bayerns, hinter München und der Region Nürnberg. Auf nationaler Ebene belegt Augsburg Stadt mit 81 Start-ups Platz 29.

Hochschulen fördern Neugründungen

Auch geht aus dem „Startup & Scaleup Monitor Bayern 2026“ hervor, dass mehr als die Hälfte der Start-ups, konkret 55,4 Prozent, Unterstützung von Hochschulen erhalten. 70,5 Prozent der Gründerinnen und Gründer bewerten diese Zusammenarbeit dabei als positiv und stufen sie als wertvoll ein. Als zentraler Mehrwert werden die Vernetzung mit relevanten Akteuren genannt, gefolgt von der Vermittlung von Start-up Know-how und der zügigen Abwicklung von Prozessen. Dass die akademische Unterstützung am Standort Augsburg erfolgreich ist, belegt auch die Technische Hochschule Augsburg, die mit ihrer Gründerschmiede „THA_funkenwerk“ beim bundesweiten Gründungsradar 2025 den dritten Platz belegte.

Methodik der Datenerhebung

Die Analyse basiert laut Angaben der Auftraggeber auf Daten des Deutschen Startup Monitors (DSM) sowie auf durch die Online-Datenbank Startupdetector aufbereiteten Handelsregisterdaten zur Erfassung von Neugründungen. Die Statistiken rund um das Thema Finanzierung lieferte hingegen die Website Dealroom. Alle für die Erhebung verwendeten Daten seien öffentlich einsehbar.

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