Stadt Augsburg

Aufklärung von Straftaten: Augsburg belegt Platz 2 in Deutschland

Symbolbild. Foto: Rike / pixelio.de

Die Aufklärungsquote der Straftaten in Augsburg kann sich sehen lassen: Das geht aus der aktuellen Kriminalstatistik hervor. Insgesamt verzeichnete die Fuggerstadt 2015 eine Aufklärungsquote aller Straftaten von 72,8 Prozent. Damit lag Augsburg im Vergleich mit den 39 deutschen Großstädten mit über 200.000 Einwohnern lediglich hinter München mit 73,3 Prozent.

von Isabell Walter, Online-Redaktion

Außer bei Sachbeschädigung hat 2015 die Anzahl aller anderen Deliktarten im Vergleich zu den Durchschnittswerten der Jahre 2010 bis 2014 leicht zugenommen. Mit 26,4 Prozent nahmen die Diebstähle 2015 wieder den größten Anteil aller Straftaten ein. Darauf folgen die Betrugsdelikte mit 16,2 Prozent. Körperverletzungen nahmen 2015 insgesamt 12,5 Prozent ein. Auch die Delikte gegen das Aufenthaltsrecht sind angestiegen. Der Wert lag bei 12,3 Prozent. Die Auswertung übernahm das Amt für Statistik und Stadtforschung auf Basis der im Jahr 2015 im Stadtgebiet Augsburg polizeilich erfassten Straftaten.

Flüchtlingszustrom erhöht Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht

Der Anstieg der Delikte insgesamt im Jahr 2015 resultiert jedoch vor allem aus dem starken Anstieg von Verstößen gegen das Aufenthaltsrecht. Diese erhöhten sich aufgrund des großen Flüchtlingszustroms 2015 von durchschnittlich unter 287 um mehr als das Elffache. Mit seiner Ankunft in Deutschland verstößt jeder Asylbewerber automatisch gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrens- und das Freizügigkeitsgesetz/EU.

Lediglich 5,9 Prozent sind bei anderen Delikten tatverdächtig

Deshalb wird der Flüchtlingszustrom im Jahr 2015 auch in den Zahlen der Tatverdächtigen erfasst. Insgesamt 3.168 Verstöße werden in diesem Zusammenhang 2015 aufgeführt. Davon sind jedoch nur 177 Personen bei 232 anderen Delikten tatverdächtig. Den größten Teil der Delikte machen hier Leistungserschleichungen wie zum Beispiel Schwarzfahrten aus. 177 Personen entsprechen hier lediglich 5,9 Prozent.

Keine besonderen Auffälligkeiten bei Großveranstaltungen

Insgesamt gesehen ist die Zahl der in Augsburg ermittelten Tatverdächtigen 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Prozent auf 10.708 gesunken. Straftätige, die ausschließlich gegen das Aufenthaltsrecht verstoßen haben, sind bei diesem Wert ausgenommen. Die Straftaten werden oft in der Innenstadt begangen, aber häufig auch im näheren Umfeld der Wohnung. Auch 2015 gab es keine besonderen Auffälligkeiten bei Großveranstaltungen wie Plärrer oder Christkindlesmarkt und den Heimspielen des AEV oder des FCA.

Weniger minderjährige Straftäter

Dagegen ist in den Wochenendnächten im Bereich der Maximilianstraße eine deutliche Häufung von Straftaten festzustellen. Laut der Statistik nahm insbesondere die Zahl der alkoholisierten Täter zu. Besonders deutlich ist 2015 im Vergleich zu den letzten fünf Jahren die Zahl der minderjährigen Tatverdächtigen gesunken. Knapp zwei Drittel der ermittelten Tatverdächtigen wohnen in Augsburg. Das entspricht wiederum 2,4 Prozent der wohnberechtigten Bevölkerung.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Stadt Augsburg

Aufklärung von Straftaten: Augsburg belegt Platz 2 in Deutschland

Symbolbild. Foto: Rike / pixelio.de

Die Aufklärungsquote der Straftaten in Augsburg kann sich sehen lassen: Das geht aus der aktuellen Kriminalstatistik hervor. Insgesamt verzeichnete die Fuggerstadt 2015 eine Aufklärungsquote aller Straftaten von 72,8 Prozent. Damit lag Augsburg im Vergleich mit den 39 deutschen Großstädten mit über 200.000 Einwohnern lediglich hinter München mit 73,3 Prozent.

von Isabell Walter, Online-Redaktion

Außer bei Sachbeschädigung hat 2015 die Anzahl aller anderen Deliktarten im Vergleich zu den Durchschnittswerten der Jahre 2010 bis 2014 leicht zugenommen. Mit 26,4 Prozent nahmen die Diebstähle 2015 wieder den größten Anteil aller Straftaten ein. Darauf folgen die Betrugsdelikte mit 16,2 Prozent. Körperverletzungen nahmen 2015 insgesamt 12,5 Prozent ein. Auch die Delikte gegen das Aufenthaltsrecht sind angestiegen. Der Wert lag bei 12,3 Prozent. Die Auswertung übernahm das Amt für Statistik und Stadtforschung auf Basis der im Jahr 2015 im Stadtgebiet Augsburg polizeilich erfassten Straftaten.

Flüchtlingszustrom erhöht Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht

Der Anstieg der Delikte insgesamt im Jahr 2015 resultiert jedoch vor allem aus dem starken Anstieg von Verstößen gegen das Aufenthaltsrecht. Diese erhöhten sich aufgrund des großen Flüchtlingszustroms 2015 von durchschnittlich unter 287 um mehr als das Elffache. Mit seiner Ankunft in Deutschland verstößt jeder Asylbewerber automatisch gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrens- und das Freizügigkeitsgesetz/EU.

Lediglich 5,9 Prozent sind bei anderen Delikten tatverdächtig

Deshalb wird der Flüchtlingszustrom im Jahr 2015 auch in den Zahlen der Tatverdächtigen erfasst. Insgesamt 3.168 Verstöße werden in diesem Zusammenhang 2015 aufgeführt. Davon sind jedoch nur 177 Personen bei 232 anderen Delikten tatverdächtig. Den größten Teil der Delikte machen hier Leistungserschleichungen wie zum Beispiel Schwarzfahrten aus. 177 Personen entsprechen hier lediglich 5,9 Prozent.

Keine besonderen Auffälligkeiten bei Großveranstaltungen

Insgesamt gesehen ist die Zahl der in Augsburg ermittelten Tatverdächtigen 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Prozent auf 10.708 gesunken. Straftätige, die ausschließlich gegen das Aufenthaltsrecht verstoßen haben, sind bei diesem Wert ausgenommen. Die Straftaten werden oft in der Innenstadt begangen, aber häufig auch im näheren Umfeld der Wohnung. Auch 2015 gab es keine besonderen Auffälligkeiten bei Großveranstaltungen wie Plärrer oder Christkindlesmarkt und den Heimspielen des AEV oder des FCA.

Weniger minderjährige Straftäter

Dagegen ist in den Wochenendnächten im Bereich der Maximilianstraße eine deutliche Häufung von Straftaten festzustellen. Laut der Statistik nahm insbesondere die Zahl der alkoholisierten Täter zu. Besonders deutlich ist 2015 im Vergleich zu den letzten fünf Jahren die Zahl der minderjährigen Tatverdächtigen gesunken. Knapp zwei Drittel der ermittelten Tatverdächtigen wohnen in Augsburg. Das entspricht wiederum 2,4 Prozent der wohnberechtigten Bevölkerung.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben