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Akuter Arbeitskräfte-Mangel: So reagiert die Logistik-Branche
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Neues Projekt an der Hochschule Augsburg

Akuter Arbeitskräfte-Mangel: So reagiert die Logistik-Branche

 Prof. Dr. Michael Krupp, Leiter des Projekts LogiPICs. Foto: Hochschule Augsburg

Die Logistik-Branche boomt. Doch die Arbeitskräfte in dem Bereich werden zunehmend knapp. Dem wollen die Hochschule Augsburg und das Fraunhofer Institut Institut für Supply Chain Services SCS entgegenwirken.

Das Projekt der beiden Forschungs-Partner soll neue Mitarbeiter ebenso schnell wie kostengünstig einarbeiten. Als Grundlage hierfür dient eine Bildsprache, die elementare Lagerarbeiten der Branche leicht nachvollziehbar und interkulturell verständlich macht. Das Projekt steht deshalb unter dem Titel „LogiPICs – Logistische Prozesse in Bildsprache“. Die Kooperation zwischen Hochschule Augsburg und Fraunhofer Institut wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit über 180.000 Euro gefördert.

Migranten und gering qualifizierte Arbeiter können Abhilfe schaffen

Grund für das Projekt ist der wachsende Arbeitskräfte-Mangel in der Branche. Auch im Bereich der Kraftfahrer werden die Mitarbeiten knapp, so Gianluca Crestani, Vorstand der Andres Schmid Logistik AG. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen leiden unter fehlenden Logistik-Mitarbeitern. Abhilfe könnten Migranten oder gering qualifizierte Arbeiter schaffen, so Prof. Dr. Michael Krupp, Professor von der Forschungsgruppe für optimierte Wertschöpfung HSAOps der Hochschule Augsburg und Leiter des Projekts LogiPICs. Aufgrund sprachlicher oder schulischer Barrieren ist es jedoch häufig sehr zeitintensiv und aufwendig die Personen einzuarbeiten.

Universelle Bildsprache soll Arbeits-Schritte vermitteln

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Diesen Herausforderungen begegnet das Forschungs-Projekt LogiPICs gemeinsam mit Prof. Michael Stoll, Experte für Informationsdesign der Fakultät Gestaltung an der Hochschule Augsburg. In diesem Rahmen wollen die Wissenschaftler in Kooperation mit Logistik-Unternehmen eine universelle Bildsprache entwickeln. Diese soll die entsprechenden Arbeits-Schritte durch Piktogramme vermitteln.

Dazu werden zunächst die wesentlichen Arbeits-Prozesse in der Lagerarbeit identifiziert. Diese werden dann in Bilder umgesetzt, die eindeutig und interkulturell verständlich sind. Auf diese Weise soll das Projekt an zwei Punkten anknüpfen. Einerseits steigert die Bildsprache die Qualität und Effizienz der betrieblichen Abläufe gerade bei neuen Mitarbeitern. Außerdem unterstützt das Projekt Arbeitssuchende und trägt zur Integration von Flüchtlingen und Migranten bei, so Krupp.

Projekt-Partner aus der regionalen Wirtschaft

Aus der Praxis werden die Wissenschaftler von zahlreichen Unternehmen der Logistik-Branche unterstützt. Darunter ist unter anderem die Andreas Schmid Logistik AG (Augsburg). Das Unternehmen errichtete im letzten Jahr ein neues Logistikzentrum in Gersthofen. Außerdem sind der Logistik-Cluster Schwaben (LCS) e.V. (Augsburg / Ulm), die Gruber Logistik GmbH (Sulzberg) sowie Jäger & Jäger (Überlingen) unter den Partnern. Auch die Künzler GmbH & Co. KG (Meitingen) fördert das Forschungs-Projekt. Auch über Bayerisch-Schwaben hinaus erhält das Projekt Unterstützung. So sind aus Nürnberg die bfz Nürnberg gGmbH sowie die Geis Industrie-Service GmbH Kooperations-Partner. Aus München und Laichingen erfährt LogiPICs Förderung durch die Social-Bee gGmbH, durch trilogIQa sowie durch die Wäschekrone GmbH & Co. KG.

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