Neue Anlaufstelle

Agentur für Arbeit eröffnet Beratungscafé JUBAG in Augsburg

Am Freitag hat die Jugendberufsagentur JUBAG ihre Türen am Leonhardsberg in Augsburg geöffnet. Wir haben mit Elsa Koller-Knedlik, Leiterin der Agentur für Augsburg, gesprochen, was es mit dem Beratungscafé auf sich hat und wie den jungen Erwachsenen geholfen werden soll.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Was steckt hinter der Jugendberufsagentur JUBAG?

Elsa Koller-Knedlik: Die JUBAG ist eine Kooperation zwischen den drei Rechtskreisen Jobcenter Stadt Augsburg, der Stadt Augsburg, hier das Amt für Kinder, Jugend und Familie und der Arbeitsagentur. Ziel der JUBAG ist, die Jugendlichen zu unterstützen, die die Angebote der drei Rechtskreise (Behörden) aus welchem Grunde auch immer nicht oder nicht mehr in Anspruch nehmen. Dies alles unter dem Stichwort „kein Jugendlicher soll verloren gehen“. Im Fokus liegt hier die Zielgruppe, die aufgrund multipler Problemlagen Hilfe benötigen und diese Hilfe aus „einer Hand“ erhalten sollen, ohne lange Weiterleitungen von einem Amt zum nächsten.

Eröffnungsfeier der Jugendberufsagentur JUBAG

Was erhoffen Sie sich von dem Beratungscafé?

Das Beratungscafé soll als zentrale Anlauf- beziehungsweise Beratungsstelle fungieren. Hier sollen die Jugendlichen in ungezwungener Atmosphäre Unterstützung, Beratung und Hilfestellung erhalten. Wir wollen den Jugendlichen hier ganz bewusst kein Gefühl von „Behörden- oder Ämterprozedere“ geben, das dann auch zur Ablehnung der Unterstützung führt. Jugendliche sollen sich in einer lockeren, jugendgerechten Atmosphäre informieren und unterstützen lassen.

Bislang war die Jugendberufsagentur mit dem Bus unterwegs. Wird es den auch weiterhin geben?

Die mobile, aufsuchende Variante mit dem Bus wollen wir beibehalten.

Wie war die Resonanz auf den Bus?

Die Resonanz auf den mittlerweile etablierten Bus und die damit verbundene aufsuchende Beratungs- und Unterstützungsarbeit kommt sowohl bei den Jugendlichen als auch bei den Netzwerkpartnern (Jugendzentren etc.) sehr gut an. Auch die Präsenz an zentralen Plätzen wird sehr gut angenommen.

Was braucht es heute, um zu jungen Erwachsenen durchzudringen?

Die JUBAG ist keine Jobagentur. Die Fragen der Jugendlichen, die in der JUBAG betreut und unterstützt werden, sind sehr vielfältig: Themen wie Probleme in der Familie und Schule, Ausbildung, Arbeitsaufnahme und Wohnung stehen im Mittelpunkt.

Weshalb braucht es für junge Erwachsene eine eigene Jobagentur?

Wir wollen mit und in der JUBAG primär die Jugendlichen unterstützen, die besonde Hilfen benötigen. Hier muss das Ziel sehr häufig in sehr kleinen Schritten angegangen und umgesetzt werden. Dies setzt einerseits eine sehr intensive Beratungs- und Betreuungsarbeit voraus, anderseits sind auch häufig noch weitere Netzwerkpartner mit einzubeziehen.

Der Arbeitsmarkt sucht händeringend nach Fachkräften. Warum finden dennoch viele junge Erwachsene keinen Job?

Gründe gibt es viele: Oft fehlt die Ausbildung. Gesucht werden kompetente Fachkräfte und ein weiterer Aspekt sind die sogenannten Arbeits-Tugenden wie Motivation und Zuverlässigkeit. Aber auch die Erreichbarkeit von Arbeitsstellen, wenn der öffentliche Nahverkehr – gerade im Umland – nicht ausreicht.

Welche Fragen haben die Jugendlichen, die sich an die JUBAG wenden?

Die zu lösenden Probleme reichen von gesundheitlichen Problemen, über Schulden oder Wohnungslosigkeit bis hin zu Schwierigkeiten mit dem Elternhaus. Sie schließen eigentlich die gesamte Palette an Hindernissen ein. Diese gilt es häufig erst abzubauen, um dann das eigentliche Ziel Ausbildung oder Arbeit anzugehen.

Mit welchen Partnern arbeitet die JUBAG zusammen?

Die Partner sind in erster Linie Soziale-Träger und Institutionen, ehrenamtliche Stellen aber beispielsweise auch die Jugendgerichtshilfe. Sobald die Jugendlichen soweit sind, eine Ausbildung oder Arbeit aufzunehmen, wird der Firmenkontakt über die bei der Arbeitsagentur gemeldeten Ausbildungs- und Arbeitsstellen genutzt.

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Eröffnungsfeier der Jugendberufsagentur JUBAG

Was erhoffen Sie sich von dem Beratungscafé?

Das Beratungscafé soll als zentrale Anlauf- beziehungsweise Beratungsstelle fungieren. Hier sollen die Jugendlichen in ungezwungener Atmosphäre Unterstützung, Beratung und Hilfestellung erhalten. Wir wollen den Jugendlichen hier ganz bewusst kein Gefühl von „Behörden- oder Ämterprozedere“ geben, das dann auch zur Ablehnung der Unterstützung führt. Jugendliche sollen sich in einer lockeren, jugendgerechten Atmosphäre informieren und unterstützen lassen.

Bislang war die Jugendberufsagentur mit dem Bus unterwegs. Wird es den auch weiterhin geben?

Die mobile, aufsuchende Variante mit dem Bus wollen wir beibehalten.

Wie war die Resonanz auf den Bus?

Die Resonanz auf den mittlerweile etablierten Bus und die damit verbundene aufsuchende Beratungs- und Unterstützungsarbeit kommt sowohl bei den Jugendlichen als auch bei den Netzwerkpartnern (Jugendzentren etc.) sehr gut an. Auch die Präsenz an zentralen Plätzen wird sehr gut angenommen.

Was braucht es heute, um zu jungen Erwachsenen durchzudringen?

Die JUBAG ist keine Jobagentur. Die Fragen der Jugendlichen, die in der JUBAG betreut und unterstützt werden, sind sehr vielfältig: Themen wie Probleme in der Familie und Schule, Ausbildung, Arbeitsaufnahme und Wohnung stehen im Mittelpunkt.

Weshalb braucht es für junge Erwachsene eine eigene Jobagentur?

Wir wollen mit und in der JUBAG primär die Jugendlichen unterstützen, die besonde Hilfen benötigen. Hier muss das Ziel sehr häufig in sehr kleinen Schritten angegangen und umgesetzt werden. Dies setzt einerseits eine sehr intensive Beratungs- und Betreuungsarbeit voraus, anderseits sind auch häufig noch weitere Netzwerkpartner mit einzubeziehen.

Der Arbeitsmarkt sucht händeringend nach Fachkräften. Warum finden dennoch viele junge Erwachsene keinen Job?

Gründe gibt es viele: Oft fehlt die Ausbildung. Gesucht werden kompetente Fachkräfte und ein weiterer Aspekt sind die sogenannten Arbeits-Tugenden wie Motivation und Zuverlässigkeit. Aber auch die Erreichbarkeit von Arbeitsstellen, wenn der öffentliche Nahverkehr – gerade im Umland – nicht ausreicht.

Welche Fragen haben die Jugendlichen, die sich an die JUBAG wenden?

Die zu lösenden Probleme reichen von gesundheitlichen Problemen, über Schulden oder Wohnungslosigkeit bis hin zu Schwierigkeiten mit dem Elternhaus. Sie schließen eigentlich die gesamte Palette an Hindernissen ein. Diese gilt es häufig erst abzubauen, um dann das eigentliche Ziel Ausbildung oder Arbeit anzugehen.

Mit welchen Partnern arbeitet die JUBAG zusammen?

Die Partner sind in erster Linie Soziale-Träger und Institutionen, ehrenamtliche Stellen aber beispielsweise auch die Jugendgerichtshilfe. Sobald die Jugendlichen soweit sind, eine Ausbildung oder Arbeit aufzunehmen, wird der Firmenkontakt über die bei der Arbeitsagentur gemeldeten Ausbildungs- und Arbeitsstellen genutzt.

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