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Agentur für Arbeit Augsburg hilft jungen Flüchtlingen bei der Integration durch Ausbildung
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Agentur für Arbeit Augsburg

Agentur für Arbeit Augsburg hilft jungen Flüchtlingen bei der Integration durch Ausbildung

M.  hat eine Einstiegsqualifizierung als Industriemechaniker gefunden. Bild: Agentur für Arbeit Augsburg

„Ich möchte mir den Führerschein finanzieren.“ „Mein großer Traum ist eine eigene Wohnung.“ Zwei junge Flüchtlinge, der eine aus Somalia, der andere aus Afghanistan, erzählen in ihrer Unterkunft ihre Träume. Mit dem Start des Ausbildungsjahres sind beide diesen ein Stück näher gekommen, denn mit Hilfe der Agentur für Arbeiten haben sie haben eine Aus-bildungsstelle, oder eine Einstiegsqualifizierung gefunden.

A. aus Somalia startet eine Ausbildung zum Straßenbauer und M. aus Afghanistan beginnt eine von der Agentur für Arbeit Augsburg geförderte Einstiegsqualifizierung als Industriemechaniker. Beide haben über das Projekt „Neustart“ des B.I.B. Augsburg in diesem Sommer ihren Mittelschulabschluss/QA geschafft. „Der Schulabschluss war der erste wichtige Schritt auf dem Weg in eine berufliche Ausbildung“, bekräftigt Reinhold Demel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Augsburg.

Nach der Schule beginnt nun für beide ein neuer Lebensabschnitt in Deutschland. Sie sind bereits im Jahr 2013 eingereist. Aber auch jetzt reden sie nicht gerne über ihre Flucht. Lieber wollen sie sich in ihrem neuen Leben in einem für sie fremden Land zurechtfinden und ankommen. Während ihrer Zeit bei „Neustart“ fanden in der Agentur für Arbeit Augsburg immer wieder Beratungsgespräche mit Berufsberatern bzw. Arbeitsvermittlern statt. „Auch während der Ausbildung können wir die jungen Menschen unterstützen, z.B. durch die ausbildungsbegleitenden Hilfen, eine Art Nachhilfe, wenn in der Berufsschule nicht alles auf Anhieb klappt“, erzählt Reinhold Demel.

Mit Schulabschluss und Ausbildung zur Integration in Deutschland

„Ich werde nie wieder zurück nach Afghanistan gehen können“, ist sich M. sicher. Weiter: „Meine Familie wird auf absehbare Zeit nicht zu mir kommen können. Meine Flucht hat unsere ganzen Ersparnisse aufgezehrt. Dadurch, dass ich nun beginne Geld zu verdienen hoffe ich, etwas nach Hause schicken zu können, denn meine Mutter hat keine Möglichkeit, Geld zu verdienen.“ Seinen großen Traum, eine eigene Wohnung, will sich der 18-jährige irgendwann auch erfüllen. Stück für Stück kommt er in diesem für ihn fremden Land an. Er versteht und spricht sehr gut Deutsch, hat eine deutsche Freundin und liebt Lasagne. „Die will ich unbedingt mal selbst kochen. Das will ich lernen.“ Doch zunächst lebt er weiterhin in einer Wohngruppe von Condrobs für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge, wie A. und weitere sechs junge Männer. Jeder dort hat sein eigenes Zimmer und muss für sich selbst kochen. Einmal pro Woche ist Gruppenabend und Gemeinschaftstag und zwei Bewohner bereiten das Essen für die anderen zu. In der Wohngruppe halten sich ständig geschulte Ansprechpartner auf, die bei Problemen weiterhelfen können und immer ein offenes Ohr haben. Denn durch Flucht und die Trennung von ihrer Familie sind die meisten traumatisiert. „Nur einmal pro Woche können wir mit zu Hause telefonieren und Kontakt halten“, erzählen A. und M.

Demel: „Diese jungen Leute wollen ihr Leben in die eigene Hand nehmen – sie haben eine Chance verdient!“

Was gefällt beiden besonders gut in Deutschland? Die Antwort kommt sofort: „Hier ist es sicher.“ Für ihre Heimatländer galt das nicht mehr. Aber ganz sicher fühlen sie sich auch hier nicht, denn es ist noch nicht entschieden, ob sie bleiben dürfen. Beide haben eine Aufenthaltsgestattung. Aber sie lassen sich nicht entmutigen und gehen ihren Weg in Deutschland. „Einen großen Schritt zur Integration haben sie durch den bestandenen Schulabschluss getan und nun gehen sie den zweiten und beginnen eine Ausbildung“, sagt Karl Michael Scheufele, Regierungspräsident der Regierung von Schwaben. Reinhold Demel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Augsburg, ergänzt: „Den jungen Menschen stehen alle Türen offen. Nach dem Ende der Ausbildung können sie sich weiterbilden, nochmals die Schulbank drücken oder studieren. Auf alle Fälle haben sie einen wichtigen Baustein für ihr Ankommen in Deutschland gesetzt.“

Ursprünglich wollte M. Medizin studieren, aber dieses Ziel ist für ihn im Moment unerreichbar. „Der große Traum meines Vaters war, dass ich Ingenieur werde. Mit der Ausbildung zum Industriemechaniker erfülle ich nun doch noch seinen Wunsch. Außerdem habe ich gemerkt, dass mir das Technische gut liegt.“ A. hat nach einem Praktikum Gefallen am Straßenbau gefunden. „Mir hat es Spaß gemacht und daher habe ich mich auch auf die Ausbildungsstelle beworben. Durch das Praktikum war ich bekannt und mit Hilfe meiner Lehrer und Betreuer habe ich die Bewerbung geschrieben und es hat geklappt. Ich bin glücklich. Das ist der erste Schritt in die Selbstständigkeit.“

„A. und M. stehen beispielhaft dafür, dass sie die gleichen Träume und Wünsche haben wie jeder andere auch. Vielleicht dauert es bei ihnen etwas länger, bis es mit der Ausbildungsstelle klappt. Aber diese jungen Menschen sind motiviert, engagiert und wollen ihr Leben in die eigene Hand nehmen. Sie haben eine Chance verdient“ bekräftigen Reinhold Demel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Augsburg, und Karl Michael Scheufele, Regierungspräsident der Regierung von Schwaben. Reinhold Demel weist zudem darauf hin, dass die „Agentur für Arbeit Augsburg spezielle Berufsberater hat, die sich um Flüchtlinge kümmern“.

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