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5. Bayerische Immissionsschutztage: Tacheles auf dem Podium KUMAS
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KUMAS - Kompetenzzentrum Umwelt e. V.

5. Bayerische Immissionsschutztage: Tacheles auf dem Podium KUMAS

 Die 5. Bayerischen Immissionsschutztage informierten unter anderem über energieeffiziente Beleuchtung, Foto: KUMAS/Schöllhorn

Auf den 5. Bayerischen Immissionsschutztagen standen Themen wie Energiewende, Nanopartikel und Industrie-Emissionen-Richtlinie auf der Tagesordnung. Damit verbundene, brisante Problemstellungen fielen bei der Veranstaltung des KUMAS – Kompetenzzentrum Umwelt e. V. nicht unter den Tisch.

Am 26. und 27. Juni 2013 veranstaltete KUMAS – Kompetenzzentrum Umwelt e. V. in Kooperation mit Andrea Versteyl Rechtsanwälte und dem Bayerischen Landesamt für Umwelt die 5. Bayerischen Immissionsschutztage. Die Veranstaltung für Unternehmen, Kommunen, Behörden, Planungs- und Gutachterbüros begrüßte rund 170 Besucher.

Energiewende fordert starkes Engagement von allen Beteiligten

Eine spannende Podiumsdiskussion informierte am ersten Nachmittag der 5. Bayerischen Immissionsschutztage über Aspekte der planungsrechtlichen Steuerung und immissionsschutzrechtlichen Konflikte bei der Errichtung von Windkraftanlagen und dem Netzausbau zur Bewältigung der Energiewende. Für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende seien noch große Anstrengungen von sämtlichen Beteiligten nötig. Unter der Moderation von Winfried Züfle kristallisierte sich dieses Fazit schnell heraus.

10h-Abstandsregel lässt wenig Platz für Windkraftanlagen-Ausbau

Der Energiereferent des Bund Naturschutz, Dr. Herbert Barthel, mutmaßte, dass die aktuelle Forderung Bayerns nach einer erweiterten Abstandsregel für Windkraftanlagen vermutlich in den Ausstieg aus der Energiewende münden solle. Bei der von Ministerpräsident Horst Seehofer vorgeschlagenen „10h-Abstandsregel“ verblieben wohl kaum Standorte für den Bau von Windkraftanlagen. Der Direktor des Bayerischen Gemeindetags, Franz Dirnberger, kritisierte eine mangelnde Koordination und Information aller beteiligten Akteure. Es sei zudem allen bewusst, dass die Energiewende gerade durch den ländlichen Raum gemeistert werden müsse. Die verfügbaren Planungsinstrumente seien nicht zuletzt nicht aufeinander abgestimmt und ein Gesamtkonzept für die Energiewende auf Bundesebene fehle gänzlich.

Auslagerung auch von Mittelständlern erwartet

Stefan Albat von der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft wies auf die Notwendigkeit eines schnellen Netzausbaus hin. Er verdeutlichte außerdem, dass wegen steigender Kosten Auslagerungsplanungen auch von Mittelständlern künftig zunehmen würden.

Umweltrelevante Themen im Bereich Nanotechnologie im Fokus

Der zweite Tag der 5. Bayerischen Immissionsschutztage startete mit den umweltrelevanten Aspekten der Nanotechnologie. Hauptsächlich im Bereich Gesundheit und Fitness kommen Nanoprodukte zum Einsatz und werden in Kosmetika, Bekleidung, Sportwaren sowie Sonnenschutzmitteln und Körperpflegeprodukten verwendet. Auch in Haus und Garten, Automobilbau, Lebensmittel, Beschichtungen, Elektronik und Medizintechnik finden Nanoprodukte ihren Einsatz. Vordergründig sind sie auch für die Entwicklung umweltfreundlicher Produkte relevant. Kaum jemand mache sich heute aber Gedanken darüber, welche Risiken durch die Anreicherung synthetischer Nanopartikel bei verstärkter Anwendung und Freisetzung für Umwelt und Konsumenten ergeben, so die Meinung auf den 5. Bayerischen Immissionsschutztagen.

Umsetzung neuer Richtlinie nicht gänzlich unumstritten

Die Umsetzung der Industrie-Emissionen-Richtlinie beinhaltet neue Anforderungen, die auf Unternehmen zukommen. Der Aufwand dieser Anforderungen ist nicht gänzlich unumstritten. Auf der anderen Seite dürften Probleme bei der Umsetzung und einem einheitlichen Vollzug voraussichtlich wohl nicht vermeidbar sein. Rechtsanwalt Dr. Zimmermann, Kanzlei Andrea Versteyl Rechtsanwälte, deutete darauf hin, dass die sich aus der Novellierung des Bundesimmissionsschutzrechts ergebenden Umwelt-Informationsansprüche nicht klar definiert seien. Zimmermann sprach die Empfehlung aus, sich vor entsprechenden Veröffentlichungen mit ausreichend Informationen einzudecken.

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