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23. Neujahrsempfang der vbw: kritische Fragen an Europa
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Schwäbische Arbeitgeber-Verbände starten in 2017

23. Neujahrsempfang der vbw: kritische Fragen an Europa

Auf dem 23. vbw Neujahrsempfang. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Brexit, Russland, Türkei, TTIP – das vergangene Jahr durchlief Turbulenzen, die nicht am Jahreswechsel Halt machten. Beim Neujahrsempfang der vbw in Augsburg ging Alexander Graf Lambsdorff, Vizepräsident des Europäischen Parlaments, der Frage nach, was Europa für eine sichere Zukunft fehlt.

Trotz zahlreicher Herausforderungen und Krisen, die es im vergangenen Jahr zu bewältigen galt, zeigten sich der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm allgemein zufrieden mit 2016. Stephanie Ammicht, Geschäftsführerin der schwäbischen Arbeitgeberverbände, bestätigte, dass der Wirtschaftsstandort Bayern sein Wachstum und seinen Wohlstand steigern konnte. Der Blick in die Zukunft sei aber laut Dr. Thomas Schwaninger, Vorsitzender des Vorstands der Region Allgäu bayme vbm, unter den Mitgliedern weiter vorsichtig. Dreh- und Angelpunkt sei ein flexibleres System für Arbeitgeber und -nehmer, um besser auf Krisen reagieren zu können.

vbw fordert politische Lösungen

Am 10. Januar fand der Neujahrsempfang der schwäbischen Arbeitgeberverbände in Augsburg statt. Über 600 Vertreter aus Wirtschaft, Gesellschaft, Wissenschaft und Politik fanden sich dazu im Augsburger Rathaus ein.

Für alle Infos rund um den vbw Neujahrsempfang klicken Sie hier.

Philipp Erwein Prinz von der Leyen, Vorsitzende der vbw Bezirksgruppe Schwaben, vertrat in seinen Grußworten eine ähnliche Auffassung. Weiter wies er in seiner Rede auf wichtige Kritikpunkte hin, die eine politische Lösung bräuchten. So seien vor allem die Strompreise ein wachsendes Standort-Nachteil für viele schwäbische Unternehmen. Aber auch das Steuersystem mache vielen zu schaffen. Beim Blick nach Europa fand von der Leyen mahnende Worte. „Die EU muss die kritischen Signale wahrnehmen“, so der Vorsitzende. „Die wachsende Skepsis gegenüber Europa braucht nicht ‚mehr Europa‘, sondern ein ‚besseres Europa‘.“

Alexander Graf Lambsdorff spricht sich für Kurswechsel aus

Einer Ideologie nicht blind folgen, sondern Probleme angehen und lösen, war auch der Standpunkt, den Alexander Graf Lambsdorff vor den Gästen vertrat. Als Europa-Abgeordneter und Vizepräsident des Europäischen Parlaments konnte er den über 600 Gästen aus Politik, Unternehmen und Medien am Dienstagabend Eindrücke aus erster Hand übermitteln. Er plädierte dabei für einen neuen Kurs der EU. „Nur wenn wir endlich mutige Schritte in eine gemeinsame Zukunft wagen, wird Europa gestärkt hervorgehen“, so Graf Lambsdorff. Größte Chancen bieten dabei offene Märkte, wie Lambsdorff betonte. Die größte Nachfrage würde künftig von außerhalb Europas kommen. Freihandels-Abkommen wie beispielsweise mit den USA und Kanada bergen große Potenziale, zeigte sich der Abgeordnete überzeugt.

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