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Wie Innovation und Kooperation Familienunternehmen stärken
A³ Wirtschaftsdialog

Wie Innovation und Kooperation Familienunternehmen stärken

Anna Tschacha, Geschäftsführerin der Deckerform Unternehmensgruppe. Foto: Deckerform
Anna Tschacha, Geschäftsführerin der Deckerform Unternehmensgruppe. Foto: Deckerform

Der jüngste A³ Wirtschaftsdialog befasste sich mit der Innovationskraft von Familienunternehmen der Region. Im Mittelpunkt standen dabei Ansätze zur betrieblichen Weiterentwicklung sowie firmenübergreifende Partnerschaften.

Am 19. März 2026 lud die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH wieder zum Wirtschaftsdialog ein. Während es letztes Jahr bei der Keimfarben GmbH um Nachhaltigkeit ging, fand die jüngste Veranstaltung unter dem Motto „Innovationen aus Familienunternehmen“ bei der Deckerform Unternehmensgruppe in Aichach statt.

Offener Wissenstransfer beschleunigt Prototypenbau

Zu Beginn demonstrierte der Gastgeber anhand eines gemeinsamen Projekts mit der Fürther Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG, wie offene Entwicklungsstrukturen zur Beschleunigung von Produktionszyklen beitragen können. Peter Ottillinger von Deckerform erklärte den Ansatz wie folgt: „Mut zur Offenheit ist unser Erfolgsrezept, denn durch eine vertrauensvolle Kooperation und unserem Open Source Gedanken war ein Innovations-Sprint möglich: Gemeinsam gelang uns ein kleiner Quantensprung beim Spritzgießen und der so entstandene Prototyp brachte uns schnelle Feedbacks vom Markt.“

Schöffel und Juzo stellen branchenspezifische Ansätze vor

Weitere Vorträge behandelten anschließend strategische Ausrichtungen in der Textil- sowie der Gesundheitsbranche. Bei der Schwabmünchener Schöffel GmbH & Co. KG liege der Schwerpunkt auf ökologischen Stoffkreisläufen. Der Nachhaltigkeitsmanager des Bekleidungsherstellers, Philipp Bonaventura, erklärt: „Den Kreislauf zu schließen, ist unser Ziel. Hierfür setzen wir bei unseren komplexen Textilprodukten sehr früh, d. h. bereits in der Design-Phase, an.“

Im Bereich der medizinischen Hilfsmittel fokussiert sich die Julius Zorn GmbH, kurz Juzo, hingegen auf fachliche Schulungen. Durch den Aufbau einer hauseigenen Akademie zur Vermittlung von lymphologischem Fachwissen an medizinisches Personal habe sich für das Unternehmen ein strategischer Faktor zur Wettbewerbsfähigkeit etabliert.

Baubranche setzt auf wissenschaftliche Unterstützung

Die Lindermayr GmbH & Co.KG thematisierte zwei Aspekte: Zum einen den Übergang von theoretischer Forschung in die industrielle Anwendung, zum anderen das Technologietransferzentrum (TTZ) der Technischen Hochschule Augsburg in Aichach, das im Februar 2026 offiziell eröffnet wurde. Dort entwickelt das Friedberger Bauunternehmen gemeinsam mit Promovierenden materialoptimierte Betonplatten. Florian Lindermayr ordnete die Notwendigkeit akademischer wie folgt ein: „In der Baubranche ist jede Innovation stark unter Sicherheitsaspekten zu sehen, weswegen wir auf wissenschaftliche Unterstützung angewiesen sind. Bei der Zusammenarbeit mit dem TTZ in Aichach konnten wir auch von Fördermitteln profitieren, die das TTZ dank seiner Expertise erfolgreich beantragen konnte.“ Professor Dr.-Ing. Sergej Rempel, wissenschaftlicher Leiter für den Bereich Massivbau am THA, fasst abschließend zusammen: „Alleine kann man manches nicht stemmen, aber zusammen schaffen wir das!“

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