Landratsamt Aichach-Friedberg

Tornadogeschädigte: Freistaat bietet finanzielle Hilfe an

Symbolbild. Der Freistaat Bayern unterstützt Tornado-Opfer. Foto: Lupo / pixelio

Es herrschte Ausnahmezustand im Landkreis Aichach-Friedberg, als vergangenen Mai ein Tornado die Gegen heimsuchte. Zerstörte Häuser, Autos und Höfe – die Liste der Sachschäden war lang. Mit Spenden aus der ganzen Region versuchen Bürger, Unternehmen und Institutionen seither, die Betroffenen zu unterstützen. Auch der Freistaat Bayern bietet nun seine Hilfe an.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Auch ein halbes Jahr nach dem Tornado, der im Landkreis Aichach-Friedberg wütete, sind die Menschen noch mit den Wiederaufbaumaßnahmen beschäftigt. Die Sachschäden waren enorm und wo Versicherungen nicht greifen, versuchen Bürger und Unternehmen der Region auszuhelfen. Das Spendenkonto ist gut gefüllt. Nun schaltet sich sogar der Freistaat ein. Zum ersten Mal bietet Bayern Geschädigten Finanzhilfe nach einem Sturm an.

Landratsamt überprüft Härtefälle

An Sofortgeld und Soforthilfe sind über das Landratsamt rund 670.000 Euro ausgezahlt worden. Als dritte Möglichkeit von staatlicher Unterstützung gibt es einen sogenannten Härtefonds. Dieser hilft allerdings nur Betroffenen, die durch den Tornado in eine „existenzielle Notlage“ gebracht wurden. Wenn Schäden nicht über Versicherungen gedeckt oder über vorhandenes Vermögen und Einkommen nicht bezahlbar sind, können hieraus Gelder beantragt werden. Die Leistungen aus diesem Topf unterstehen jedoch sehr detaillierten Prüfungen. Landrat Dr. Klaus Metzger, Bürgermeister Markus Winklhofer, Pfarrer Max Bauer und Mitarbeiter des Landratsamtes haben sich dafür zu einer entsprechenden Kommission zusammen geschlossen. Von den 16 eingereichten Anträge wurde die Hälfte zurückgenommen, weitere fünf sind unvollständig. „Die Entscheidung über die Zuwendungen aus dem Härtefonds und über die Verteilung der Spenden wird von den unabhängigen Kommission gewissenhaft und gerecht getroffen“, betont Landrat Metzger.

Die Frist für Gelder aus dem Spendenkonto endet am 30. November

Wer sich nicht in einer existenziellen Notlage befindet, der kann sich aber weiterhin an das Spendenkonto wenden. Dort wurden bereits 735.000 Euro einbezahlt. Jedoch gingen erst 38 Anträge auf Entschädigung ein. Die Frist dafür endet am 30. November. Bürgermeister Winklhofer appelliert daher an alle Betroffenen, einen solchen Antrag schnellstmöglich auszufüllen. „Auch in dieser Phase der Tornadoaufarbeitung ist die Gemeinde der verlässliche Ansprechpartner für unsere Bürger, wir stehen selbstverständlich gerne beratend bei der Antragsbearbeitung zur Seite“, so Winklhofer.

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Auch ein halbes Jahr nach dem Tornado, der im Landkreis Aichach-Friedberg wütete, sind die Menschen noch mit den Wiederaufbaumaßnahmen beschäftigt. Die Sachschäden waren enorm und wo Versicherungen nicht greifen, versuchen Bürger und Unternehmen der Region auszuhelfen. Das Spendenkonto ist gut gefüllt. Nun schaltet sich sogar der Freistaat ein. Zum ersten Mal bietet Bayern Geschädigten Finanzhilfe nach einem Sturm an.

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An Sofortgeld und Soforthilfe sind über das Landratsamt rund 670.000 Euro ausgezahlt worden. Als dritte Möglichkeit von staatlicher Unterstützung gibt es einen sogenannten Härtefonds. Dieser hilft allerdings nur Betroffenen, die durch den Tornado in eine „existenzielle Notlage“ gebracht wurden. Wenn Schäden nicht über Versicherungen gedeckt oder über vorhandenes Vermögen und Einkommen nicht bezahlbar sind, können hieraus Gelder beantragt werden. Die Leistungen aus diesem Topf unterstehen jedoch sehr detaillierten Prüfungen. Landrat Dr. Klaus Metzger, Bürgermeister Markus Winklhofer, Pfarrer Max Bauer und Mitarbeiter des Landratsamtes haben sich dafür zu einer entsprechenden Kommission zusammen geschlossen. Von den 16 eingereichten Anträge wurde die Hälfte zurückgenommen, weitere fünf sind unvollständig. „Die Entscheidung über die Zuwendungen aus dem Härtefonds und über die Verteilung der Spenden wird von den unabhängigen Kommission gewissenhaft und gerecht getroffen“, betont Landrat Metzger.

Die Frist für Gelder aus dem Spendenkonto endet am 30. November

Wer sich nicht in einer existenziellen Notlage befindet, der kann sich aber weiterhin an das Spendenkonto wenden. Dort wurden bereits 735.000 Euro einbezahlt. Jedoch gingen erst 38 Anträge auf Entschädigung ein. Die Frist dafür endet am 30. November. Bürgermeister Winklhofer appelliert daher an alle Betroffenen, einen solchen Antrag schnellstmöglich auszufüllen. „Auch in dieser Phase der Tornadoaufarbeitung ist die Gemeinde der verlässliche Ansprechpartner für unsere Bürger, wir stehen selbstverständlich gerne beratend bei der Antragsbearbeitung zur Seite“, so Winklhofer.

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