IHK Schwaben

Schwäbische Unternehmer fordern mehr Flexibilität an Gymnasien

Das Gymnasium soll flexibler werden. Foto: contrastwerkstatt - Fotolia.com

Schwäbische Unternehmer sprechen sich in der Debatte um das achtjährige Gymnasium für eine größere Flexibilität aus. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der IHK Schwaben, die sie auf Anregung von Unternehmern unter 110 ehrenamtlich engagierten Vertretern der Wirtschaft durchgeführt hat.  

von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion

Vor allem Politiker waren von der Umstellung des neunjährigen Gymnasiums auf das G8 überzeugt. Nach der Umstellung allerdings gab es zunächst Ernüchterung. Die doppelten Jahrgänge brachten die Kurse an den Hochschulen zum Überlaufen. Viele wollen jetzt das neunjährige Gymnasium zurück. Besonders Unternehmer wünschen sich Berufsanfänger aus dem G9. Denn das achtjährige Gymnasium ist vielen zu unflexibel.

44 Prozent der Unternehmer wollen G9 zurück

Die IHK gab eine Umfrage an schwäbische Unternehmer heraus, die die Auffassung zum G8 wiedergeben sollte. Das Ergebnis der Aussagen spiegelt ein klares Votum für mehr Flexibilität in diesem System. So sprechen sich 44 Prozent der Unternehmer für das G9 aus, 38 Prozent für das G8 und jedes fünfte Unternehmen bevorzugt die Wahlfreiheit zwischen den beiden Systemen. Dieses Ergebnis bestätigt auch die Einschätzung des Bildungsausschusses der IHK Schwaben, die die Umsetzung des G8 in jedem Fall für optimierbar hält. So gehen der vorliegenden Umfrage rund drei Viertel aller Befragten davon aus, dass die Umsetzung des 8-jährigen Gymnasiums aktuell noch sehr zu wünschen übrig lässt.

Lehrpläne des G8 sollen überarbeitet werden

Die Unternehmer unterbreiten auch dezidierte Vorschläge für eine Optimierung des 8-jährigen Gymnasiums: 79 Prozent der Befragten sprechen sich grundsätzlich für eine Überarbeitung der Lehrpläne aus, 52 Prozent für eine grundsätzliche Öffnung der Lehrinhalte in Richtung gesellschaftlicher und betrieblicher Realitäten, jeweils rund ein Drittel der Befragten fordert ein hochwertiges Ganztagsschulangebot und eine stärkere Ausrichtung der Förderung nach Begabungen. So sollen die Absolventen besser auf eine Ausbildung oder ein Studium vorbereitet werden. 

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von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion

Vor allem Politiker waren von der Umstellung des neunjährigen Gymnasiums auf das G8 überzeugt. Nach der Umstellung allerdings gab es zunächst Ernüchterung. Die doppelten Jahrgänge brachten die Kurse an den Hochschulen zum Überlaufen. Viele wollen jetzt das neunjährige Gymnasium zurück. Besonders Unternehmer wünschen sich Berufsanfänger aus dem G9. Denn das achtjährige Gymnasium ist vielen zu unflexibel.

44 Prozent der Unternehmer wollen G9 zurück

Die IHK gab eine Umfrage an schwäbische Unternehmer heraus, die die Auffassung zum G8 wiedergeben sollte. Das Ergebnis der Aussagen spiegelt ein klares Votum für mehr Flexibilität in diesem System. So sprechen sich 44 Prozent der Unternehmer für das G9 aus, 38 Prozent für das G8 und jedes fünfte Unternehmen bevorzugt die Wahlfreiheit zwischen den beiden Systemen. Dieses Ergebnis bestätigt auch die Einschätzung des Bildungsausschusses der IHK Schwaben, die die Umsetzung des G8 in jedem Fall für optimierbar hält. So gehen der vorliegenden Umfrage rund drei Viertel aller Befragten davon aus, dass die Umsetzung des 8-jährigen Gymnasiums aktuell noch sehr zu wünschen übrig lässt.

Lehrpläne des G8 sollen überarbeitet werden

Die Unternehmer unterbreiten auch dezidierte Vorschläge für eine Optimierung des 8-jährigen Gymnasiums: 79 Prozent der Befragten sprechen sich grundsätzlich für eine Überarbeitung der Lehrpläne aus, 52 Prozent für eine grundsätzliche Öffnung der Lehrinhalte in Richtung gesellschaftlicher und betrieblicher Realitäten, jeweils rund ein Drittel der Befragten fordert ein hochwertiges Ganztagsschulangebot und eine stärkere Ausrichtung der Förderung nach Begabungen. So sollen die Absolventen besser auf eine Ausbildung oder ein Studium vorbereitet werden. 

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