Messe BAU

Schlagmann Poroton entwickelt ersten klimaneutralen Ziegel

Susanne Günzerodt überreichte auf der BAU das Zertifikat an Johannes Edmüller. Foto: Schlagmann Poroton
Schlagmann Poroton produziert Deutschlands ersten klimaneutralen Ziegel. Das bestätigte der TÜV Nord auf der BAU 2019.

Der Poroton-T7 von Schlagmann Poroton darf sich als erster Ziegel deutschlandweit als klimaneutral bezeichnen. Auf der diesjährigen BAU in München erhielt der Ziegelhersteller das zugehörige Zertifikat vom TÜV Nord überreicht. Schlagmann ermöglicht damit den Bau von nachhaltigen, klimaneutralen Häusern in Massivbauweise.

Unternehmen will Zeichen setzen

„Umweltschutz, Klimawandel und Artenschutz gehen alle an. Wir möchten nicht nur über Klimaschutz reden, sondern als produzierendes Unternehmen ein Zeichen setzen und einen Schritt vorausgehen“, erklärte der geschäftsführende Gesellschafter Johannes Edmüller, der die Urkunde entgegennahm. Schlagmann Poroton hat sich mit seiner „Klimaschutzstrategie 2020“ zudem wichtige Ziele im Umwelt- und Artenschutz gesetzt. Gemeinsam mit Experten aus vielen Fachbereichen wurde dafür eine 3-Säulen-Strategie entwickelt.

Klimaneutral vom Rohstoff bis zum Werktor

Basis für eine klimaneutrale Ziegelproduktion ist, Emissionen einzusparen oder ganz zu vermeiden. Laut dem Zertifikat des TÜVs Nord wird nachgewiesen, „dass auf Basis des berechneten Product Carbon Footprints und einer Produktionsprognose für 2019 Emissionsreduktionszertifikate für die geplante Jahresproduktion der Ziegelsorte Poroton-T7 stillgelegt wurden“. Der CO2-Fußabdruck des Produktes umfasst dabei die Bilanz der Treibhausgasemissionen entlang des Produktlebenszyklus – Gewinnung der Rohstoffe, Herstellung bis Bereitstellung ab Werkstor.

Schlagmann Poroton führte zudem ein zertifiziertes Energiemanagementsystem ein. Dies ermöglicht, alle Energieströme zu erfassen und fortlaufend Verbesserungen einzuführen. Dabei wurden bereits millionenschwere Investitionen wie ein neugestalteter Ofen-Trockner-Verbund oder Kraftwärmekopplungen durchgeführt. Aber auch kleine Maßnahmen, wie der Umstieg auf LED-Leuchtmittel erfolgten. Unabdingbar ist es daneben, erneuerbare Energien zu nutzen.

Jeglicher Strombedarf für den Ziegel wird ab 2019 ausschließlich aus diesen generiert. Auf ehemaligen Tongruben sowie zahlreichen Hallendächern produzieren tausende Photovoltaik-Module Sonnenenergie. Schlagmann Poroton kompensiert die trotz aller Maßnahmen anfallenden CO2-Mengen durch Projekte in anderen Regionen der Welt, wie ein Windkraft- und eine Photovoltaikanlage in Indien.

Mehr zum Unternehmen

Schlagmann Poroton, Hersteller von Ziegelwandbaustoffen in Bayern, betreibt in Süddeutschland fünf Ziegelwerke an vier Standorten, darunter in Aichach. Laut aktuellem Stand sind momentan insgesamt 373 Mitarbeiter, davon 26 Auszubildende beschäftigt. Jährlich werden 36 Millionen Ziegel produziert. Daraus entstehen über 10.000 Wohneinheiten.

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Der Poroton-T7 von Schlagmann Poroton darf sich als erster Ziegel deutschlandweit als klimaneutral bezeichnen. Auf der diesjährigen BAU in München erhielt der Ziegelhersteller das zugehörige Zertifikat vom TÜV Nord überreicht. Schlagmann ermöglicht damit den Bau von nachhaltigen, klimaneutralen Häusern in Massivbauweise.

Unternehmen will Zeichen setzen

„Umweltschutz, Klimawandel und Artenschutz gehen alle an. Wir möchten nicht nur über Klimaschutz reden, sondern als produzierendes Unternehmen ein Zeichen setzen und einen Schritt vorausgehen“, erklärte der geschäftsführende Gesellschafter Johannes Edmüller, der die Urkunde entgegennahm. Schlagmann Poroton hat sich mit seiner „Klimaschutzstrategie 2020“ zudem wichtige Ziele im Umwelt- und Artenschutz gesetzt. Gemeinsam mit Experten aus vielen Fachbereichen wurde dafür eine 3-Säulen-Strategie entwickelt.

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Basis für eine klimaneutrale Ziegelproduktion ist, Emissionen einzusparen oder ganz zu vermeiden. Laut dem Zertifikat des TÜVs Nord wird nachgewiesen, „dass auf Basis des berechneten Product Carbon Footprints und einer Produktionsprognose für 2019 Emissionsreduktionszertifikate für die geplante Jahresproduktion der Ziegelsorte Poroton-T7 stillgelegt wurden“. Der CO2-Fußabdruck des Produktes umfasst dabei die Bilanz der Treibhausgasemissionen entlang des Produktlebenszyklus – Gewinnung der Rohstoffe, Herstellung bis Bereitstellung ab Werkstor.

Schlagmann Poroton führte zudem ein zertifiziertes Energiemanagementsystem ein. Dies ermöglicht, alle Energieströme zu erfassen und fortlaufend Verbesserungen einzuführen. Dabei wurden bereits millionenschwere Investitionen wie ein neugestalteter Ofen-Trockner-Verbund oder Kraftwärmekopplungen durchgeführt. Aber auch kleine Maßnahmen, wie der Umstieg auf LED-Leuchtmittel erfolgten. Unabdingbar ist es daneben, erneuerbare Energien zu nutzen.

Jeglicher Strombedarf für den Ziegel wird ab 2019 ausschließlich aus diesen generiert. Auf ehemaligen Tongruben sowie zahlreichen Hallendächern produzieren tausende Photovoltaik-Module Sonnenenergie. Schlagmann Poroton kompensiert die trotz aller Maßnahmen anfallenden CO2-Mengen durch Projekte in anderen Regionen der Welt, wie ein Windkraft- und eine Photovoltaikanlage in Indien.

Mehr zum Unternehmen

Schlagmann Poroton, Hersteller von Ziegelwandbaustoffen in Bayern, betreibt in Süddeutschland fünf Ziegelwerke an vier Standorten, darunter in Aichach. Laut aktuellem Stand sind momentan insgesamt 373 Mitarbeiter, davon 26 Auszubildende beschäftigt. Jährlich werden 36 Millionen Ziegel produziert. Daraus entstehen über 10.000 Wohneinheiten.

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