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Die Sicherung qualifizierter Fachkräfte bleibt eine der zentralen Herausforderungen für Unternehmen in Bayerisch-Schwaben. Tausende Betriebe investieren bereits aktiv in die Ausbildung junger Menschen und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität der Region. Um dieses Engagement stärker hervorzuheben, zeichnet die IHK Schwaben Ausbildungsbetriebe mit einem Ausbildungssignet aus.
In Bayerisch-Schwaben engagieren sich derzeit rund 4.300 Unternehmen als Ausbildungsbetriebe, davon etwa 1.500 im Wirtschaftsraum Augsburg. „Diese Unternehmen leisten einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung und damit zur Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandortes“, sagt IHK-Regionalgeschäftsführer Jens Walter.
Das offizielle Ausbildungssignet der IHK Schwaben hat auch der Autozulieferer Federal-Mogul GmbH aus Friedberg erhalten. Vor Ort überreichte Walter das Signet an Geschäftsführer Umair Cheema. „Unternehmen wie Federal-Mogul Friedberg GmbH nehmen aktiv Verantwortung für den Fachkräftenachwuchs“, erklärt Walter im Rahmen der Übergabe.
Aktuell bildet das Federal-Mogul 42 junge Menschen in technischen und gewerblichen Berufen aus, darunter Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker, Gießereimechaniker, Elektroniker für Betriebstechnik sowie Mechatroniker und Maschinen- & Anlagenführer. „Die Ausbildung junger Menschen ist für uns eine Investition in die Zukunft“, sagt Geschäftsführer Cheema. „Nur mit gut qualifizierten Fachkräften kann sich Federal-Mogul Friedberg GmbH langfristig erfolgreich am Markt behaupten.“
Trotz des Engagements bleibt die Situation für Ausbildungsbetriebe angespannt. In Schwaben befinden sich derzeit mehr als 20.000 junge Menschen in einer IHK-Ausbildung. Im Ausbildungsjahr 2025 wurden rund 8.500 neue Auszubildende eingestellt, im Raum Augsburg knapp 3.000.
Das ändere jedoch nichts an dem strukturellen Problem. Die Zahl der offenen Ausbildungsplätze übersteigt weiterhin die Zahl der Bewerber. „Für die Unternehmen wird es immer schwieriger, Nachwuchs zu finden“, betont Walter. „Viele Ausbildungsplätze in der Region blieben daher unbesetzt.“ Diese Entwicklung zwinge Unternehmen dazu, ihre Rekrutierungsstrategien anzupassen und frühzeitig aktiv zu werden.
Um Betriebe bei der Suche nach Auszubildenden zu unterstützen, bietet die IHK Schwaben verschiedene Maßnahmen an. Dazu zählen Beratungsangebote, digitale Plattformen wie der IHK-Ausbildungsatlas sowie Unterstützung bei Marketingaktivitäten im Rahmen der Kampagne „Ausbildung macht mehr aus dir“. Darüber hinaus spielen Schulpartnerschaften eine wichtige Rolle, um frühzeitig Kontakt zu potenziellen Bewerbenden herzustellen. Mit dem Projekt „AusbildungsScouts“ werden zudem aktive Auszubildende zu Botschaftern ihrer Berufe und Unternehmen. Neben den Aktivitäten der Unternehmen unterstützt die IHK auch Schulabgängerinnen und -abgänger gezielt beim Einstieg in die Berufswelt. Ein wichtiger Baustein ist laut IHK dabei das Praktikum, das häufig den ersten Schritt in eine Ausbildung darstellt.