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IHK Schwaben vermittelt junge Flüchtlinge in Ausbildung
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IHK Schwaben

IHK Schwaben vermittelt junge Flüchtlinge in Ausbildung

Die IHK Schwaben vermittelt Ausbildungsplätze und Praktika an Flüchtlinge. Foto: IHK Schwaben

Die schwäbische Wirtschaft ist in der Lage, das Potential von Flüchtlingen für die Fachkräftesicherung zu nutzen. Dies zeigt ein Zwischenbericht der IHK Schwaben: Aktuell bieten 75 Firmen in Bayerisch-Schwaben jugendlichen Flüchtlingen über 100 Praktikumsplätze an. Auch Unternehmen aus Friedberg sind dabei.

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

75 Firmen aus Bayerisch-Schwaben bieten Flüchtlingen derzeit im Rahmen eines Projekts der IHK Schwaben über 100 Praktikumsplätze an. Auch Unternehmen aus Friedberg machen mit: An die Federal Mogul Friedberg GmbH wurden 5 Praktikanten erfolgreich vermittelt. Die Segmüller GmbH &C o. KG bietet ebenfalls 2 Praktika an. Jeweils 1 Praktikant wurde an die Toys "R" Us GmbH, Sandmeier Zahntechnik GmbH und die Weidner Holding GmbH & Co. KG vermittelt. Das erfolgreiche Projekt der IHK Schwaben zeigt: Die Wirtschaft Bayerisch-Schwabens will das Potential der Flüchtlinge aktiv nutzen. Nicht zuletzt kommt dies auch der Fachkräftesicherung zugute.

Konkrete Zielsetzungen der IHK Schwaben fördern jugendliche Flüchlinge

Die IHK hat im Rahmen des Projekts verschiedene Ziele gesetzt. Zum einen werden Informationsveranstaltungen rund um das Thema duale Ausbildung in den Berufsintegrationsklassen veranstaltet. An neun Berufsschulen in Schwaben werden zudem persönliche Profile der jugendlichen Flüchtlinge erstellt. Bei unbegleiteten Minderjährigen ist eine enge Zusammenarbeit der Betreuer mit den schwäbischen Unternehmen vorgesehen.

Finanzielle Unterstützung durch Arbeitsagentur

Die Flüchtlinge werden zunächst in Kurz- und Langzeitpraktika vermittelt. Für den Einstieg in Langzeitpraktika sind bestimmte Qualifikationen notwendig. Sie werden durch die Arbeitsagentur mit 216 Euro pro Monat finanziert. Zusätzlich beziehen die Flüchtlinge weitere finanzielle Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Die Ansprüche auf diese finanzielle Unterstützung haben sie in der Ausbildung nicht mehr.

Aktueller Stand: 30 von 60 vermittelten Praktika bereits durchlaufen

Das Projekt beschränkt sich auf Kriegsflüchtlinge. Diese kommen schwerpunktmäßig aus Herkunftsstaaten wie Syrien, Afghanistan, Irak, Somalia und Eritrea. Bisher wurden 180 Profile von ihnen erstellt. 75 Firmen bieten in Schwaben derzeit 108 Praktikumsplätze für jugendliche Flüchtlinge an. 60 Praktikumsplätze wurden bereits von der IHK Schwaben vermittelt. Davon wurden 30 Praktika bereits durchlaufen.

Erste Zusagen für Ausbildungsplätze bereits eingegangen

4 Flüchtlinge konnten in Langzeitpraktika vermittelt werden. 2 Flüchtlinge erhielten im Rahmen des Projekts einen Ausbildungsplatz. In 7 Unternehmen gab es aussichtsreiche Gespräche hinsichtlich einer Übernahme in ein Ausbildungsverhältnis. Die 17 Jugendlichen, die bisher Absagen erhielten, werden in neue Praktika vermittelt. Absagen kamen aus folgenden Gründen: Teilweise stellten die Unternehmen mangelnde Kenntnisse der deutschen Fachsprache fest. Viele Unternehmen hatten zudem keine freien Ausbildungsplätze mehr. Eine Bewerbung der für das Ausbildungsjahr 2016 ist hier jedoch möglich. Bei manchen Jugendlichen wurde während des Praktikums festgestellt, dass die Tätigkeit nicht dem jeweils richtigen Ausbildungsberuf entspricht. Teilweise konnte auch aufgrund psychischer Belastungen, die erst verarbeitet werden müssen, seitens der Flüchtlinge noch keine Ausbildung aufgenommen werden. Noch nicht durchlaufende Praktika finden zwischen März und Juni 2015 statt. Weitere Praktika sind in Anbahnung.

IHK Schwaben fordert finanzielle Unterstützung für Berufsschulen

Die IHK Schwaben betont: Das Bleiberecht ist für die Dauer der Ausbildung und zwei Jahre danach unerlässlich. Das 3+2-Modell wird durch eine assistierte Ausbildung unterstützt. Diese garantiert, dass die Auszubildenden durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen unterstützt werden. Die IHK Schwaben fordert eine verstärkte Unterstützung der Berufsschulen: Diese sollten durch zusätzliche Ressourcen für Deutschunterricht und Berufsintegrationsklassen gefördert werden.

Positives Fazit trotz politischer Hürden

Die IHK Schwaben konnte bisher eine insgesamt positive Tendenz feststellen. Viele Unternehmen zeigen sich den jugendlichen Flüchtlingen gegenüber sehr offen. Beim Angebot von Langzeitpraktika und Ausbildungsplätzen herrscht jedoch noch Zurückhaltung. Dies liegt vermutlich auch daran, dass beide Beschäftigungsverhältnisse nur im Falle einer Aufenthaltserlaubnis möglich sind. Bei Duldung und Aufenthaltsgestattung ist dies nicht möglich.

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