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IG Metall: Fachkräfte pflegen, nicht vergraulen
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IG Metall

IG Metall: Fachkräfte pflegen, nicht vergraulen

 Fachkräftemangel, oder doch nicht? - Die IG Metall stemmt sich gegen die Prognosen der Arbeitgeber, Foto: Fotolia DL

Kritische Stimmen für die Metall- und Elektroindustrie. Die IG Metall spricht sich gegen ein Aktionsprogramm der vbw und vbm aus. Die Vereinigungen würden den Fachkräftemangel überspitzt darstellen und arbeitende Fachkräfte verprellen.

Immer wieder hört man, dass es der Industrie an Fachkräften mangelt. Oft nehmen die prognostizierten Folgen dieses Fachkräftemangels fast schon apokalyptische Dimensionen an. Die IG-Metall steuert aber gegen diese Prognosen. Die neuen Zahlen der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit haben für den abgelaufenen Monat erneut im Vorjahresvergleich eine rückläufige Arbeitsnachfrage bestätigt. Trotzdem würden Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) und der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie (vbm) weiter jede Gelegenheit wahrnehmen, um einen Fachkräftemangel mit dramatischen Folgen zu prognostizieren. Dabei taucht in einem gemeinsam erstellten „Aktionsprogramm Fachkräftesicherung“ der neutral klingende Handlungspunkt „Arbeitszeiten“ auf. Doch der Schein trügt, denkt die IG Metall.

Längere Arbeit für alle?

Das von der vbw und vbm vorgeschlagene Handlungsfeld „Arbeitszeiten“ beinhaltet Faktoren, die die Arbeitsbedingungen in mehrfacher Hinsicht verschlechtern würden. In dem Aktionsprogramm wird unter anderem die Umsetzung von längeren Wochenarbeitszeiten und Lebensarbeitszeiten genannt. Die IG Metall stellt sich klar gegen diese Ansätze. „Fachkräfte sichert man durch hochwertige Aus- und Weiterbildung, die Erschließung brachliegender Potenziale und attraktive Arbeitsbedingungen“, so der Bezirksleiter der IG Metall, Jürgen Wechsler. „Der Versuch, durch die Hintertür die tariflichen Arbeitszeiten aufzuweichen und obendrein Scheinargumente für die Rente mit 67 zu schaffen, bewirkt eher das Gegenteil: Er schreckt mögliche Interessenten ab.“ Die Arbeitgeberverbände würden außerdem den Fachkräftemangels übertrieben darstellen. Ein wirklicher Mangel in dem suggerierten Ausmaß ist nicht nachzuweisen.

Keine unbefristete Übernahme für Lehrlinge?

Auch das „Aktionsprogramm“ macht die IG Metall stutzig. Die Arbeitgeberverbände sprechen sich darin klar für befristete Beschäftigungsverhältnisse aus. Nach einer Beschäftigtenbefragung der IG Metall im Frühjahr 2013, ist 99 Prozent der Befragten ein unbefristetes Arbeitsverhältnis sehr wichtig oder wichtig. 120.000 Menschen nahmen an dieser Umfrage teil. Des Weiteren würden die Arbeitgeber sich weiter gegen eine von der IG Metall geforderte unbefristete Übernahme von Ausgelernten in der Metall- und Elektrotarifrund 2012 stemmen. Mittlerweile praktizieren zwei Drittel der Betriebe diese Übernahme, ohne irgendwelche negativen Folgen  für die Ausbildungsbereitschaft. Wechsler sagt zusammenfassend: „Wer sich ernsthaft Sorgen um nicht-besetzbare Stellen macht, sollte eigentlich alles tun, um die vorhandenen Kräfte an sich zu ziehen und zu binden - anstatt sie auf Distanz zu halten.“

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