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Fugger-Express fährt in Richtung Zufriedenheit PRO BAHN
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PRO BAHN Bezirksgruppe Schwaben

Fugger-Express fährt in Richtung Zufriedenheit PRO BAHN

 Der Verband PRO BAHN setzt sich für Verbesserungen beim Fugger-Express ein, Foto: DB/Uwe Miethe

Im Rahmen der Petition des Fahrgastverbands PRO BAHN sind Verbesserungen für die Fahrgäste in Sicht. Gerade für Pendler ist dies ein Grund zum Aufatmen.

Pendler haben allen Grund zur Freude: Der Verkehrsausschuss des Landtags hat einstimmig über alle Partei-Grenzen hinweg die Petition zum Fugger-Express gewürdigt. Das Wirtschaftsministerium und die im Auftrag des Freistaats tätige Bayerische Eisenbahngesellschaft BEG bekamen die Hausaufgabe, die geäußerten Kritikpunkte zu klären. Bis zum 15. Mai sollen dann erste konkrete Lösungsvorschläge präsentiert werden.

PRO BAHN setzt sich für Problem-Beseitigung beim Fugger-Express ein

Mit der Petition zum Fugger-Express hatte der Fahrgastverband PRO BAHN die Politik daran erinnern wollen, dass seit der Bahn-Reform von 1994 der Schienen-Personennahverkehr nicht mehr vom Bund, sondern von den Bundesländern verantwortet wird. 3166 Bürger hatten die Petition an den Landtag unterschrieben. Die PRO BAHN-Vertreter übergaben diese dann im Herbst an Landtagsvizepräsident Franz Maget und Abgeordnete verschiedener Fraktionen. Die Forderungen von PRO BAHN zielen insbesondere auf den Fugger-Express ab. Der Fugger-Express fährt mit Regionalzügen von Ulm, Treuchtlingen und Nördlingen über Augsburg bis nach München. Kernanliegen des PRO BAHN Fahrgastverbands war, dass bei der Ausschreibung des Freistaats und der BEG offenbar weder die exakten Sitzabstände noch die Existenz von Gepäckablagen festgeschrieben waren – ein Unding aus Sicht von PRO BAHN. Auch die Grundannahmen zu den Fahrgast-Zahlen waren wohl falsch, da täglich eine Vielzahl der zahlenden Fahrgäste nur einen Stehplatz erhält. Die Kritik von PRO BAHN am Fugger-Express war dabei immer sehr differenziert und auf konkrete Probleme bezogen. Tatsache ist, dass die Züge inzwischen weitgehend pünktlich sind. Außerhalb der Hauptverkehrszeiten bietet der Fugger-Express auch annehmbare Bedingungen für eine Bahnfahrt.

Lösungsvorschläge werden bis Mitte Mai 2013 erwartet

BEG und Ministerium müssen nun klären, wie und wann die Gepäckablagen nachgerüstet werden, wie die Lösung der Kapazitätsprobleme aussieht und was bereits vor einer Neuausschreibung bezüglich des Sitzabstands machbar ist. Bis zum 15. Mai 2013 erwartet der Ausschuss einen konkreten Bericht zu allen drei Punkten. Im Fall, dass dieser unbefriedigend ist, werde man das Thema im Juni erneut auf die Tagesordnung setzen, stellten die Abgeordneten klar. Vorher hatten Eberhard Rotter (CSU), Harald Güller (SPD) und Thomas Mütze (Bündnis 90/Die Grünen) ihre Unterstützung für die Petition erklärt. Dabei gehe es nicht darum, die grundsätzlich gute Arbeit der BEG kleinzureden. Im Rahmen der Ausschreibungen seien durchweg signifikante Verbesserungen im Nahverkehrsangebot – wie z.B. der durchgehende Halbstundentakt zwischen München und Augsburg – erzielt worden. Bei der Ausschreibung des Fugger-Express seien jedoch bei Vorgaben zu Ausstattung und Kapazität Fehler gemacht worden. Dafür könne man die Fahrgäste nicht bis 2032 bestrafen. Auch das Hin- und Herschieben von Verantwortungen zwischen BEG und DB müsse aufhören. Wenn die BEG beispielsweise sage, dass sie Gepäckablagen gefordert habe, dann müsse sie diese auch durchsetzen. „Wir müssen den Abgeordneten hier ein großes Lob aussprechen, dass sie alle an einem Strang gezogen und die Sache im Sinne der Fahrgäste voran gebracht haben“, sagt Jörg Lange vom Fahrgastverband PRO BAHN, der zusammen mit vielen weiteren Ehrenamtlichen des PRO BAHN-Vereins die Unterschriftensammlung für die Petition durchgeführt hat. Ein Engagement, das wie die Qualität der Petitionsunterlagen des Verbandes PRO BAHN von den Abgeordneten gewürdigt wurde.

Höhere Trassen-Preise können nicht die Lösung sein

Drei Monate hat der Freistaat nun Zeit, mit dem Zugbetreiber DB Regio über Maßnahmen zu verhandeln und Vereinbarungen zu treffen. Das können in dem einen oder anderen Punkt auch zusätzliche Ausgaben für den Freistaat bedeuten, so Jörg Lange vom Fahrgastverband PRO BAHN. „Es ist sicherlich richtig, wenn Herr Czeschka als BEG Geschäftsführer darauf hinweist, dass rapide steigende Trassen- und Stationsentgelte, die die DB für Nutzung der Gleise und Bahnhöfe erhebt, zu einem generellen Finanzierungsproblem im Nahverkehr werden und die Spielräume des Freistaats einengen.“ Aber als Fahrgastverband habe man schon lange auf die Risiken von unsinnigen Großprojekten wie Stuttgart 21 hingewiesen und eine klare Trennung vom Schienennetz vom Rest der DB AG gefordert, um zu verhindern, dass aus Trassen-Entgelten Speditionen in Australien gekauft werden. Ebenso habe man ständig die zu geringen Mittel für den Unterhalt des Bahnnetzes angeprangert. „In vielen Bereichen sind die Konsequenzen ausgeblieben. Stattdessen versucht DB Netz jetzt über Trassen- und Bahnhofsgebühren die Finanzen zu sanieren. Damit sollen die Fahrgäste die Zeche zahlen. Das werden wir bei PRO BAHN als Fahrgastverband nicht akzeptieren. Genau deshalb können höhere Trassen-Preise keine Entschuldigung für fehlende Gepäckablagen, nicht bestellte Züge oder geringe Sitzabstände sein.“

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