Umsatzeinbruch

Friedberger Baldwin Technology saniert sich in Eigenverwaltung

Die Baldwin Technology GmbH aus dem bayerisch-schwäbischen Friedberg hat einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Wie die Insolvenz entstanden ist und weshalb eine Produktionsschließung in Friedberg nicht vermeidbar sei.

Die Baldwin Technology GmbH hat beim Amtsgericht Augsburg einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Das Gericht ordnete das vorläufige Verfahren an und bestellte Rechtsanwalt Christian Plail von der Augsburger Kanzlei SGP Schneider Geiwitz zum vorläufigen Sachwalter. Die Geschäftsführung des Maschinenbauers aus Friedberg in Bayern wird durch die Sanierungsexperten Dr. Stephan Laubereau, Georg Stemshorn und Philip Konen von der Restrukturierungsgesellschaft Pluta beratend unterstützt.

Umsatzrückgang konnte nicht ausgeglichen werden

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Grund für die Antragstellung sei die drohende Zahlungsunfähigkeit. Die Umsätze des Unternehmens sind seit einigen Jahren rückläufig und besonders im Geschäftsjahr 2019/20 stark eingebrochen. Die Kunden von Baldwin Technology sind vorwiegend in der Druck-Branche angesiedelt. Ein besonders wichtiger Kunde ging zu Beginn des Jahres 2020 verloren, weil er die Produkte zukünftig selbst herstellt. Zusätzlich bekam der Maschinenbauer zuletzt die Folgen der Corona-Krise deutlich zu spüren. Trotz Anstrengungen und ergriffener Maßnahmen, wie zum Beispiel Kurzarbeit, konnte dieser Umsatzrückgang ergebnisseitig nicht mehr ausgeglichen werden.

„Wir wollen eine tragfähige Lösung finden“

Baldwin Technology nutze nun die Möglichkeiten des Verfahrens in Eigenverwaltung, um sich für die Zukunft neu aufzustellen. Durch das Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) können sich Unternehmen in schwierigen Situationen sanieren. Die Geschäftsführung des Maschinenbauers bleibt im Amt und führt die Sanierung unter Aufsicht des Gerichts und eines Sachwalters selbstständig durch. Sachwalter Plail sagt: „Meine Aufgabe im Verfahren ist es, die Interessen der Gläubiger von Baldwin Technology zu wahren. Gleichzeitig werde ich alle Beteiligten unterstützen, eine tragfähige Lösung zu finden. Das Unternehmen hat durch die Eigenverwaltung die Chance, sich auf die Herausforderungen in der Branche auszurichten.“

Sanierung über Insolvenzplan wird angestrebt

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Pluta-Sanierungsexperte Dr. Laubereau ergänzt: „In Zusammenarbeit mit allen Verantwortlichen erarbeiten wir ein umfassendes und sozialverträgliches Sanierungskonzept. Die Corona-Krise stellt insbesondere Branchen vor große Herausforderungen, die bereits zuvor mit schwierigen Entwicklungen konfrontiert waren. Das Ziel ist es, die Gesellschaft über einen Insolvenzplan zu sanieren. Das Unternehmen muss sich an die veränderten Rahmenbedingungen anpassen.“

Geschäftsbetrieb läuft unvermindert weiter

Die Baldwin Technology GmbH beschäftigt aktuell 122 Mitarbeiter und zwei Auszubildende. Deren Löhne und Gehälter seien über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert.

Der Geschäftsbetrieb werde zunächst vollumfänglich und unter erhöhten Hygienemaßnahmen fortgeführt. Mittelfristig sehe das Unternehmen jedoch keine Möglichkeit, bei den weggebrochenen Umsätzen die Produktion in Friedberg fortführen zu können. Es ist angedacht, Produkte zukünftig von einer Schwestergesellschaft – der Ahlbrandt System GmbH in Lauterbach/Hessen – fertigen zu lassen. Ahlbrandt System GmbH habe ausreichende Kapazitäten und das Know-How, um die Fertigung der werthaltigen Baldwin-Produkte in ihren vorhandenen Produktionsbetrieb zu integrieren. Für Kunden und Lieferanten würde sich durch die Integration in die Produktion in Lauterbach nichts ändern. Über den damit verbundenen Personalabbau in Friedberg nimmt die Geschäftsführung jetzt die Verhandlungen mit dem Betriebsrat über einen Interessenausgleich und Sozialplan auf.

Produktionsschließung in Friedberg ist unvermeidlich  

Dieter Rößler, Geschäftsführer der Baldwin Technology GmbH, erklärt: „Die angedachte Produktionsschließung ist sehr schmerzhaft. Sie ist aber unvermeidlich, um die Fortführung des Unternehmens und die Arbeitsplätze in den am Standort verbleibenden Bereichen wie Wartung und Instandhaltung, Forschung und Entwicklung, Engineering und Vertrieb weitgehend zu sichern. Neben den Beratungen mit den Gläubigern und dem Betriebsrat ist jetzt oberste Priorität, alle Kunden-Aufträge zu deren voller Zufriedenheit wie geplant auszuführen. Nur, wenn unsere Kunden uns weiterhin vertrauen, können wir wieder erfolgreich werden. Die nächsten Monate werden nicht einfach, aber ich bin zuversichtlich, dass wir die Herausforderungen gemeinsam mit den Sanierungsexperten von Pluta, dem Sachwalter Plail von SGP Schneider Geiwitz und unserem Betriebsrat meistern.“

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Die Baldwin Technology GmbH beschäftigt aktuell 122 Mitarbeiter und zwei Auszubildende. Deren Löhne und Gehälter seien über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert.

Der Geschäftsbetrieb werde zunächst vollumfänglich und unter erhöhten Hygienemaßnahmen fortgeführt. Mittelfristig sehe das Unternehmen jedoch keine Möglichkeit, bei den weggebrochenen Umsätzen die Produktion in Friedberg fortführen zu können. Es ist angedacht, Produkte zukünftig von einer Schwestergesellschaft – der Ahlbrandt System GmbH in Lauterbach/Hessen – fertigen zu lassen. Ahlbrandt System GmbH habe ausreichende Kapazitäten und das Know-How, um die Fertigung der werthaltigen Baldwin-Produkte in ihren vorhandenen Produktionsbetrieb zu integrieren. Für Kunden und Lieferanten würde sich durch die Integration in die Produktion in Lauterbach nichts ändern. Über den damit verbundenen Personalabbau in Friedberg nimmt die Geschäftsführung jetzt die Verhandlungen mit dem Betriebsrat über einen Interessenausgleich und Sozialplan auf.

Produktionsschließung in Friedberg ist unvermeidlich  

Dieter Rößler, Geschäftsführer der Baldwin Technology GmbH, erklärt: „Die angedachte Produktionsschließung ist sehr schmerzhaft. Sie ist aber unvermeidlich, um die Fortführung des Unternehmens und die Arbeitsplätze in den am Standort verbleibenden Bereichen wie Wartung und Instandhaltung, Forschung und Entwicklung, Engineering und Vertrieb weitgehend zu sichern. Neben den Beratungen mit den Gläubigern und dem Betriebsrat ist jetzt oberste Priorität, alle Kunden-Aufträge zu deren voller Zufriedenheit wie geplant auszuführen. Nur, wenn unsere Kunden uns weiterhin vertrauen, können wir wieder erfolgreich werden. Die nächsten Monate werden nicht einfach, aber ich bin zuversichtlich, dass wir die Herausforderungen gemeinsam mit den Sanierungsexperten von Pluta, dem Sachwalter Plail von SGP Schneider Geiwitz und unserem Betriebsrat meistern.“

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