Unsere Familienunternehmen | Teil 10

Bayern-Fass: Familienbetrieb in 5. Generation

Vor 150 Jahren begann die Geschichte von Bayern-Fass. Gegründet in München hat das Unternehmen heute seinen Sitz in Aichach. Im Interview erklärt Geschäftsführer Michael Eigner, wie Bayern-Fass Corona bisher meistern konnte – und warum die Produkte - nicht aber der Fokus des Unternehmens - sich seit 1870 geändert haben.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Herr Eigner, Bayern-Fass hat 2020 sein 150-jährges Bestehen gefeiert. Den größten Wachstumsschub hat das Unternehmen aber in den letzten dreißig Jahren gemacht. Was sind die wichtigsten Meilensteine?

Michael Eigner: In unserer Historie finden sich viele wichtige Meilensteine, die uns geprägt und die uns einen Wachstumsschub gegeben haben. Insgesamt hat das Unternehmen vor allem aber unter der Geschäftsführung von meinem Vater Johann Eigner stark expandiert – sowohl durch einen Sprung in die Fläche mit aktuell insgesamt vier Standorten als auch durch einen Sprung in neue Produkte, beispielsweise den IBC, und in technische Innovationen.

Von welchen Expansionen sprechen Sie konkret?

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1990/91 haben wir etwa das Werk in Aichach, unser heutiger Hauptsitz, errichtet und ab 2005 erweitert. 1998/99 haben wir dann unseren neuen Produktionsstandort in Mainburg mit über 22.000 Quadratmetern in Betrieb genommen, wo später eine der modernsten IBC-Reinigungsanlagen Europas errichtet wurde.

Dem folgten aber auch Übernahmen anderer Unternehmen.

Richtig. 2004 hat Bayern-Fass die Firma Südfass-Müllerschön in Remshalden übernommen. Seitdem sind wir auch im Raum Stuttgart präsent. 2010 folgte dann die Übernahme der Firma Fass-Unfricht in Ludwigshafen, heute Rhein-Fass.  

Gibt es auch einen persönlichen Meilenstein?

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Den gibt es. Seit 2020 stellen wir aus gebrauchten Industrieverpackungen wie IBC, Kunststofffässern und -kanistern in einem Aufbereitungsverfahren das Kunststoffrezyklat BAYLEN als eigene Marke her.  

Das heißt, der Fokus der Produkte Ihres Unternehmens ist nicht immer derselbe gewesen?

Der Fokus von Bayern-Fass lag schon immer auf Rekonditionierung beziehungsweise Nachhaltigkeit, allerdings haben sich die Produkte im Laufe der Zeit verändert. Begonnen hat alles 1870 mit dem Handel und der Reparatur von Holzfässern in München.  Heute benötigt die Industrie natürlich keine Holzfässer mehr. Deshalb arbeiten wir heute in der Lieferung, Abholung und Rekonditionierung von Stahl- und Kunststofffässern, sowie IBC.

In dieser ganzen Zeit war Bayern-Fass schon immer ein Familienbetrieb. In der wievielten Generation führen Sie derzeit Ihr Unternehmen?  

2015 rückte ich zu meinem Vater Johann Eigner in die Geschäftsführung auf und repräsentiere damit die fünfte Generation, die das Familienunternehmen Bayern-Fass führt. Zudem arbeiten meine Schwester Annalena Eigner als Vertriebsleiterin und meine Schwester Sophia Eigner im Personal und als Ausbilderin bei Bayern-Fass.

Das klingt danach, als hätte sich das Konzept „Familienunternehmen“ für Sie bewährt. Wo liegen für Sie die Vorteile an dieser Unternehmensform?

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Bayern-Fass ist seit 1984 eine Kapitalgesellschaft und schon immer familiengeführt. Für uns bedeutet das, dass wir auch eine familiäre Unternehmenskultur leben möchten. Das bedeutet: Wir versuchen flache Hierarchien und einen kooperativen Führungsstil umzusetzen. In fremdgeführten Unternehmen ist dies so vermutlich nicht möglich.  

Ein Gegenargument könnte sein, dass Sie als Familienunternehmer quasi alleine die komplette Verantwortung tragen. Gerade 2020 war dafür ein anspruchsvolles Jahr. Wie sind Sie damit umgegangen?

Als Familienunternehmen können wir aber auch schnell und flexibel reagieren. Wir haben 2020 zum Beispiel direkt ein Krisenmanagement eingerichtet, um die Mitarbeiter zu schützen und den laufenden Betrieb sicherzustellen. Es wurde ein Pandemieplan erstellt, sowie ein Maßnahmenkonzept zur Sensibilisierung des Personals für Hygienemaßnahmen und Verhaltensweisen. Zudem wurden Desinfektionsmittel und Behelfsmasken beschafft und bereitgestellt. Rückblickend können wir deshalb behaupten, dass wir die Herausforderungen des vergangenen Jahres mit viel Einsatz gemeistert haben. Das natürlich aber nur in Zusammenarbeit mit Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern.  

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B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Herr Eigner, Bayern-Fass hat 2020 sein 150-jährges Bestehen gefeiert. Den größten Wachstumsschub hat das Unternehmen aber in den letzten dreißig Jahren gemacht. Was sind die wichtigsten Meilensteine?

Michael Eigner: In unserer Historie finden sich viele wichtige Meilensteine, die uns geprägt und die uns einen Wachstumsschub gegeben haben. Insgesamt hat das Unternehmen vor allem aber unter der Geschäftsführung von meinem Vater Johann Eigner stark expandiert – sowohl durch einen Sprung in die Fläche mit aktuell insgesamt vier Standorten als auch durch einen Sprung in neue Produkte, beispielsweise den IBC, und in technische Innovationen.

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Dem folgten aber auch Übernahmen anderer Unternehmen.

Richtig. 2004 hat Bayern-Fass die Firma Südfass-Müllerschön in Remshalden übernommen. Seitdem sind wir auch im Raum Stuttgart präsent. 2010 folgte dann die Übernahme der Firma Fass-Unfricht in Ludwigshafen, heute Rhein-Fass.  

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Das heißt, der Fokus der Produkte Ihres Unternehmens ist nicht immer derselbe gewesen?

Der Fokus von Bayern-Fass lag schon immer auf Rekonditionierung beziehungsweise Nachhaltigkeit, allerdings haben sich die Produkte im Laufe der Zeit verändert. Begonnen hat alles 1870 mit dem Handel und der Reparatur von Holzfässern in München.  Heute benötigt die Industrie natürlich keine Holzfässer mehr. Deshalb arbeiten wir heute in der Lieferung, Abholung und Rekonditionierung von Stahl- und Kunststofffässern, sowie IBC.

In dieser ganzen Zeit war Bayern-Fass schon immer ein Familienbetrieb. In der wievielten Generation führen Sie derzeit Ihr Unternehmen?  

2015 rückte ich zu meinem Vater Johann Eigner in die Geschäftsführung auf und repräsentiere damit die fünfte Generation, die das Familienunternehmen Bayern-Fass führt. Zudem arbeiten meine Schwester Annalena Eigner als Vertriebsleiterin und meine Schwester Sophia Eigner im Personal und als Ausbilderin bei Bayern-Fass.

Das klingt danach, als hätte sich das Konzept „Familienunternehmen“ für Sie bewährt. Wo liegen für Sie die Vorteile an dieser Unternehmensform?

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Ein Gegenargument könnte sein, dass Sie als Familienunternehmer quasi alleine die komplette Verantwortung tragen. Gerade 2020 war dafür ein anspruchsvolles Jahr. Wie sind Sie damit umgegangen?

Als Familienunternehmen können wir aber auch schnell und flexibel reagieren. Wir haben 2020 zum Beispiel direkt ein Krisenmanagement eingerichtet, um die Mitarbeiter zu schützen und den laufenden Betrieb sicherzustellen. Es wurde ein Pandemieplan erstellt, sowie ein Maßnahmenkonzept zur Sensibilisierung des Personals für Hygienemaßnahmen und Verhaltensweisen. Zudem wurden Desinfektionsmittel und Behelfsmasken beschafft und bereitgestellt. Rückblickend können wir deshalb behaupten, dass wir die Herausforderungen des vergangenen Jahres mit viel Einsatz gemeistert haben. Das natürlich aber nur in Zusammenarbeit mit Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern.  

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