BAUER AG

BAUER AG kann ursprüngliches Jahresziel nicht erfüllen

Prof. Thomas Bauer. Foto: Pressefoto Bauer

Mit dem Abschluss des neunten Quartals muss die BAUER AG mitteilen, hinter den Erwartungen zu liegen. Der Konzern passt daher seine Prognose für das Jahresziel an. BAUER blickt dennoch positiv in das neue Jahr.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Der international tätige Bau- und Maschinenbaukonzern BAUER meldete bereits am 3. November in einer Ad-hoc-Mitteilung seine Prognose korrigieren zu müssen. Nun besteht Gewissheit: Die Jahresziele werden nach unten geschraubt.

BAUER von „schwierigen Rahmenbedingungen“ belastet

BAUER erwartet bis zum Jahresende eine Gesamtkonzernleistung leicht unterhalb von 1,65 Milliarden Euro, ein EBIT (Ergebnis vor Steuern) von etwa 65 Millionen Euro und ein Ergebnis nach Steuern von etwa 10 bis 15 Millionen Euro. „Unsere Geschäfte finden unter sehr schwierigen Rahmenbedingungen statt und sind durch viele politische und wirtschaftliche Krisenherde in der Welt beeinflusst“, erklärte Prof. Thomas Bauer, Vorstandsvorsitzender der BAUER Aktiengesellschaft, die neue Prognose. „Wenn sich dann die Vergabe größerer Projekte unerwartet verzögert oder in der Anlaufphase länger benötigen, lässt sich das kurzfristig nicht kompensieren.“

Segment Bau belastet Geschäftszahlen

Die BAUER AG ist mit den drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources mit mehr als 110 Tochterunternehmen in rund 70 Ländern vertreten. Die schwächeren Geschäftszahlen führt das Unternehmen wesentlich auf das Segment Bau zurück. Einzelnen Tochterfirmen im Ausland waren finanzielle Belastungen durch Auftragslückenausgesetzt. Außerdem verzögerten sich einige Großprojekte in diesem Bereich. Die Gesamtkonzernleistung lag mit 516,4 Millionen Euro um 8,5 Prozent unter dem Vorjahr.

Sondereffekte im Vorjahr verzerren ersten Blick im Segment Maschinen

Doch auch im Segment Maschinen reduzierte sich die Gesamtkonzernleistung um 6,2 Prozent auf 465,7 Millionen Euro. Das EBIT lag mit 22,8 Millionen Euro um 7,3 Prozent unter dem Vorjahr. Jedoch war das dritte Quartal des Vorjahres mit einem Sondereffekt durch den Verkauf von 50 Prozent der Anteile und die Neubewertung der verbliebenen 40 Prozent der Anteile an der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH begünstigt. Das im Vorjahresvergleich damit bessere operative Ergebnis gründet auf der Lieferung einiger Groß- und Sondergeräte. Dennoch fiel der Auftragsbestand im Bereich Maschinen um rund neun Millionen Euro.

BAUER verzeichnet Auftragsplus bei Segment Resources

Bei der Neuausrichtung des Segment Resources beginnen die Restrukturierungs-Maßnahmen zu greifen. Die Gesamtkonzernleistung stieg um 15,9 Prozent auf 205,4 Millionen Euro. Hier schlagen größere Projekte im Umweltbereich positiv zu Buche. Das EBIT betrug 3,4 Millionen Euro nach -1,2 Millionen Euro im Vorjahr. Mit 290,3 Millionen Euro weist das Segment beim Auftragsbestand ein Plus von 6,1 Prozent aus. Auch die Tochterfirma in Jordanien konnte wieder größere Aufträge gewinnen und so ihre Auslastung deutlich verbessern.

„Solide Basis für das kommende Jahr“

Die Gesamtkonzernleistung belief sich zum Ende des dritten Quartals auf 1.146,3 Millionen Euro und lag um 4,1 Prozent unter dem Vorjahr. „Positiv ist dagegen die gute Auftragslage, die eine solide Basis für das kommende Jahr darstellt“, so Prof. Thomas Bauer. Der Auftragsbestand blieb stabil auf hohem Niveau und betrug zum Quartalsende 1.019,0 Millionen Euro.

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