Schrobenhausener Unternehmen leitet Trendwende ein

BAUER AG: 1,7 Milliarden Euro Gesamtkonzern-Leistung erwartet

Prof. Thomas Bauer, Vorstandsvorsitzender der BAUER AG. Foto: Pressefoto Bauer
Das ursprüngliche Jahresziel der BAUER Gruppe mit Sitz in Schrobenhausen konnte nicht erreicht werden. Dennoch lag das Unternehmen mit seinen Geschäftsergebnissen für das Jahr 2016 innerhalb des im November aktualisierten Prognose-Rahmens.

„Aus operativer Sicht waren wir deutlich besser als im Vorjahr und haben eine Trendwende eingeleitet“, so Prof. Thomas Bauer, Vorstandsvorsitzender der BAUER AG zur Vorlage der Bilanz. Die Zahlen des Vorjahres beinhalteten Sondereffekte und seien deshalb nur bedingt vergleichbar.

BAUER Gruppe will Ertragskraft nachhaltig steigern

„Operativ haben wir uns deutlich verbessert und einen großen Schritt nach vorne gemacht. Wir haben einige Geschäftsbereiche neu ausgerichtet und uns aus einigen Märkten zurückgezogen, geben uns damit aber nicht zufrieden. Wir haben weitere Bereiche identifiziert, wie Personal, Einkauf und Produktion, und arbeiten daran, diese effizienter zu gestalten“, so Prof. Thomas Bauer. „Diese Anstrengungen sowie die sehr gute Auftragslage bieten uns die Möglichkeit, unsere Ertragskraft wieder nachhaltig zu steigern.“

Gesamtkonzern-Leistung von 1,57 Milliarden Euro 2016

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Konzern eine Gesamtkonzern-Leistung in Höhe von etwa 1,7 Milliarden Euro. Das Ergebnis nach Steuern wird auf etwa 23 bis 28 Millionen Euro beziffert. Außerdem wird mit einem EBIT von etwa 75 Millionen Euro gerechnet. Auch die Planungen für die kommenden Jahre sehen weiterhin ein Wachstum zwischen drei und acht Prozent der Gesamtkonzern-Leistung vor.

2016 erzielte die BAUER Gruppe eine Gesamtkonzern-Leistung von rund 1,57 Milliarden Euro. Der Wert liegt um 4,2 Prozent unter dem Vorjahreswert von etwa 1,66 Milliarden Euro. Dazu zählten auch Leistungen aus der Veräußerung und Neubewertung von Geschäften in Höhe von 77,8 Millionen Euro. Diese haben vor allem das Joint Venture im Tiefborgeräte-Geschäft mit Schlumberger betroffen. Ohne diesen Einfluss lag die Gesamtkonzern-Leistung in etwa auf Vorjahreshöhe.

Auftragsbestand gesteigert

Das operative Ergebnis (EBIT) betrug 68,3 Millionen Euro. Die genannten zusätzlichen Leistungen hatten auch das EBIT des Vorjahres entsprechend beeinflusst. Das Ergebnis nach Steuern betrug 14,4 Millionen Euro. Eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung bietet eine gute Auftragslage. Insbesondere im vierten Quartal verzeichnete die BAUER Gruppe hohe Auftragseingänge. Aus diesem Grund lag der Auftragsbestand zum Jahresende mit 1,008 Milliarden Euro um 1,3 Prozent über dem Vorjahr.

Die Segmente Bau, Maschinen und Resources

Der Konzern setzt sich zusammen aus den drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources zusammen. Gut sah es dabei für das Segment Bau aus. Der Bereich profitierte im letzten Jahr von der insgesamt guten Entwicklung der Baumärkte weltweit. Auch das Segment Maschinen konnte sich in einem schwierigen Marktumfeld behaupten. Im Segment Resources ist der Konzern mit einer neuen Organisations-Struktur ins laufende Geschäftsjahr gestartet. Die umfangreiche Umstrukturierung wurde zum Jahreswechsel abgeschlossen. So kann sich das Segment unter dem Dach der BAUER Resources GmbH nun wieder auf das operative Geschäft fokussieren.

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