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Hausmeister: Ist eine externe Vergabe des Mieters zulässig?
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Dipl.-Ing. Peter Kragler, Kragler Immobilien

Hausmeister: Ist eine externe Vergabe des Mieters zulässig?

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B4B Beraterpool-Immobilienexperte Dipl.-Ing. Peter Kragler. Foto: Kragler Immobilien GmbH
Dipl.-Ing. Peter Kragler. Foto: KRAGLER Immobilien GmbH
Von Peter Kragler, Dipl.-Ing.

Hausmeisterkosten können stark ins Geld gehen. Ist es deshalb zulässig, anstelle der Hausmeisterdienstleistung des Vermieters auf eine externe, günstigere, Option zu setzen?

„Sind wir verpflichtet, Hausmeisterdienstleistungen des Vermieters in Anspruch zu nehmen oder können wir den Service nach eigener Wahl (einer unserer Kunden bietet das an) in Anspruch nehmen? Es geht auch um die Kosten, die aus unserer Sicht zu hoch angesetzt sind.“


Peter Kragler von Kragler Immobilien, Experte für Immobilienfragen, antwortet: 

Ein Hausmeister kann den Mietern ein angenehmes Wohnen bzw. Arbeiten ermöglichen. Vor allem der Winterdienst und die Reinigung von Verkehrsflächen sorgt für zeitliche Entlastung der Mieter. Zu den Hausmeisterkosten zählen die Lohnkosten, Lohnnebenkosten und ein pauschaler Lohnsteuerbetrag. Außerdem können die Kosten für eine Vertretung oder bei Urlaub / Krankheit umgelegt werden. Zu den typischen Aufgaben des Hausmeisters gehören die Reinigung des Treppenhauses, das Bedienen der Zentralheizung, die Gartenpflege und das Schneefegen.


Wer entscheidet über die Beschäftigung des Hausmeisters?

Die Beschäftigung eines Hausmeisters unterliegt der freien Entscheidung des Vermieters und / oder Verwalters. Hier gilt der Grundsatz der ordnungsgemäßen Verwaltung. Die Wahl des Hausmeisters liegt bei dem Eigentümer oder - wenn dieser damit beauftragt ist - auch im Aufgabengebiet des Verwalters. In einer Wohnungseigentümergemeinschaft erfolgt die Wahl des Hausmeisters durch einen Mehrheitsbeschluss der Eigentümergemeinschaft. Die Aufteilung der Kosten ist meist bereits in der Teilungserklärung festgehalten.


Wer kommt für die Hausmeisterkosten auf?

Reparaturen am Haus und Instandhaltungsarbeiten können zwar vom Hausmeister übernommen, aber nicht auf die Mieter im Rahmen der Betriebskostenabrechnung umgelegt werden. Hier haben Mieter die Möglichkeit, Einsicht in die Rechnungen des Hausmeisters zu nehmen, um die Aufschlüsselung der Hausmeisterkosten nachvollziehen und kontrollieren zu können.

Die Hausmeisterkosten müssen sich nach Gesetz im „verhältnismäßigen“ Bereich befinden. Unverhältnismäßig hohe Kosten müssen die Mieter nicht übernehmen. Dies ist gerichtlich auch überprüfbar. Die Höhe der Kosten für einen angestellten Hausmeister oder einen beauftragten Hausmeisterservice müssen dem Wirtschaftlichkeitsgebot entsprechen und sich an den ortsüblichen Preisen orientieren. Hierfür gibt es jedoch keine rechtsverbindliche Regelung.

Die Kosten des Hausmeisters sind unabhängig von Umfang und Qualität der Arbeiten in voller Höhe zu zahlen. Die Mieter dürfen die Position in der Betriebskostenabrechnung nicht kürzen, wenn sie den Eindruck haben, dass die Arbeiten nicht ordnungsgemäß erfüllt worden sind. Der Ansprechpartner in einem solchen Fall ist der Vermieter oder Verwalter, der die Arbeit des Hausmeisters kontrolliert.


 Sie haben Rückfragen an Immobilienexperte Peter Kragler? Dann nehmen Sie jetzt direkt Kontakt auf.

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