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Klimaschutz

So machte Präg das Dominikus-Ringeisen-Werk klimaneutral

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Von links: Richard Gerstandl, Geschäftsführer von Präg Energiedienstleistungen GmbH & Co. KG., und Michael Winter, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Dominikus-Ringeisen-Werks an einer Ladesäule von Präg. Foto: Präg
Michael Ermark B4B Wirtschaftsleben Schwaben vmm Wirtschaftsverlag
Von Michael Ermark

Der Kemptener Energiedienstleister erarbeitete gemeinsam mit dem DRW eine spezielle Klimastrategie. Wie diese aussieht – und welches Potential die beiden Partner in Hinsicht auf nachhaltiges Wirtschaften definierten.

Klimawandel, Energiewende, Fridays-for-Future-Bewegung: Angesichts ökologischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Aspekte nehmen immer mehr Unternehmen das Ziel der eigenen Klimaneutralität auf die Agenda. Für den komplexen Prozess fehlt es den Firmen häufig an Ressourcen und Know-how. Abhilfe schaffen externe Dienstleister wie das Kemptener Familienunternehmen Präg. Der Energiedienstleister hat jetzt eine Klimastrategie für das bayerische Dominikus-Ringeisen-Werk erarbeitet und damit die kirchliche Stiftung bei ihrer Nachhaltigkeitsstrategie unterstützt. Für Betriebe ist es ökologisch notwendig und wirtschaftlich sinnvoll, ihren Energieverbrauch zu senken und damit klimaschädliche Emissionen zu reduzieren. Deshalb streben immer mehr Firmen ihre Klimaneutralität an.


So funktioniert die Klimastrategie von Präg

„Wir verfolgen einen technologieoffenen Ansatz. Das bedeutet, dass wir den Unternehmen Lösungen aufzeigen, die für sie auch wirtschaftlich machbar sind“, erklärt Richard Gerstandl, Geschäftsführer von Präg und ergänzt: „Dem ganzen Prozess legen wir außerdem anerkannte Standards wie das Greenhouse Gas Protocol zugrunde. Dadurch können alle Schritte nachvollzogen und verglichen werden. Unsere Klimaschutzprojekte verfügen über internationale Gütesiegel.“

„Es geht darum, den ökologischen Fußabdruck eines Unternehmens auf null zu bekommen“, erklärt Christian Walther, Energiemanager bei Präg, das Ziel einer Klimastrategie. Dies sei aufwändig und komplex, so auch beim Dominikus-Ringeisen-Werk, das in drei bayerischen Regierungsbezirken an über 30 Standorten rund 5.000 Menschen mit Handicap begleitet. Der Prozess besteht aus drei Schritten: „Zuerst analysieren wir den gesamten Energieverbrauch im Unternehmen, arbeiten im zweiten Schritt Maßnahmen aus, den Verbrauch zu reduzieren und erst im letzten Schritt werden Emissionen, die nicht vermieden werden können über Klimaschutzprojekte kompensiert. Unser Fokus liegt darauf, alle klimaschädliche Emissionen möglichst zu vermeiden“, erklärt Christian Walther.

In einer Klimastrategie entscheide man gemeinsam mit dem Kunden, welche Maßnahmen wirtschaftlich sinnvoll realisiert werden, um effektiv CO2 einzusparen: etwa das sukzessive Umstellen des Fuhrparks auf E-Fahrzeuge, oder der Bau einer Photovoltaik-Anlage, die dann den eigenen grünen Strom liefere. „Die restlichen CO2-Emissionen kompensieren wir, indem wir zertifizierte Klimaschutzprojekte, etwa für Aufforstung, Wind- oder Solarparks, mitfinanzieren“, stellt Christian Walther fest und ergänzt: „Dadurch werden Treibhausgase an einer anderen Stelle der Welt wieder eingespart; denn: Klimawandel ist ein weltweites Phänomen und muss immer global betrachtet werden.“


So wurde das DRW klimaneutral

Das DRW ist seit Kurzem klimaneutral. Präg hat die Stiftung über einen Zeitraum von zwölf Monaten begleitet. „Wir verfügen weder über ausreichend eigene personelle Ressourcen noch über das nötige Know-how, um den Prozess bei uns selbst zu stemmen“, stellt Thomas Roth, Bereichsleiter Energie und Technik bei DRW, fest und ergänzt: „Wir haben in den letzten Jahren bereits viele Maßnahmen zur Energieeinsparung umgesetzt. Als Energiedienstleister konnte uns Präg neue Potentiale aufzeigen, so dass wir bis 2030 unsere klimaschädlichen Emissionen um weitere 10 Prozent senken können. Insgesamt werden wir dann unseren Energieverbrauch zum Stand von 1990 um 60 Prozent reduziert haben. Angesichts der steigenden Energiepreise zahlt sich dieses Engagement auch wirtschaftlich aus“, lobt Thomas Roth die Zusammenarbeit.


Neue Klimastrategie für DRW erarbeitet

Nachdem alle verursachten Emissionen erfasst waren, erarbeitete Präg gemeinsam mit dem Dominikus-Ringeisen-Werk eine Klimastrategie für die kommenden Jahre. Darauf ist beispielsweise festgehalten, dass die Photovoltaik-Versorgung ausgebaut wird. Die eingeplanten PV-Anlagen liefern zukünftig fast 200.000 Kilowattstunden Sonnenstrom im Jahr. „Das reduziert unseren ökologischen Fußabdruck um jährlich rund 63 Tonnen CO2 und macht uns unabhängiger von den steigenden Energiepreisen“, freut sich Thomas Roth. Das DRW will außerdem die Wärmeversorgung optimieren und zusätzliche E-Fahrzeuge anschaffen.

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