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Die Geiger Gruppe treibt den Umbau ihres Geschäfts in Richtung Kreislaufwirtschaft voran und bündelt entsprechende Aktivitäten künftig unter der Marke „Geiger Next“. Das Allgäuer Familienunternehmen reagiert damit auf einen strukturellen Zielkonflikt der Baubranche: Einerseits fallen in Deutschland jährlich Millionen Tonnen mineralischer Bauabfälle an, andererseits bleibt die Nachfrage nach Primärrohstoffen hoch.
Geiger sieht darin ein erhebliches Effizienzpotenzial entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das Unternehmen ist in allen Phasen des Baulebenszyklus tätig – von Planung und Bau über Sanierung bis hin zu Aufbereitung, Recycling und Entsorgung. Diese integrierte Aufstellung soll nun stärker genutzt werden, um Stoffkreisläufe zu schließen.
Unter der neuen Marke verarbeitet Geiger mineralische Abfälle zu qualitätsgesicherten Baustoffen. Das Portfolio umfasst unter anderem Recyclingmaterialien für den Hoch- und Tiefbau, Bodenmörtel, CO₂-optimierte Betone sowie Ersatzbrennstoffe aus Reststoffen. Die Produkte seien normkonform und kurzfristig einsetzbar, teilt das Unternehmen mit.
Mit dem Ansatz zielt Geiger sowohl auf ökologische als auch auf wirtschaftliche Effekte. Der Einsatz von Recyclingbaustoffen reduziert den Bedarf an Primärrohstoffen, senkt Transportaufkommen und entlastet Deponien. Gleichzeitig gewinnt das Thema CO₂-Reduktion im Bau zunehmend an Bedeutung, nicht zuletzt durch regulatorische Vorgaben und steigenden Kostendruck.
„Wir kennen die entscheidenden Hebel im Bauprozess“, sagt Markus Brutscher, Mitglied der Geschäftsleitung. „Mit Geiger Next machen wir die Kreislaufwirtschaft für unsere Kundinnen und Kunden konkret nutzbar.“ Die neue Marke sei dabei weniger ein Strategiewechsel als eine Weiterentwicklung bestehender Aktivitäten.
Kreislaufwirtschaft als strategische Weiterentwicklung
Für die Branche dürfte die Entwicklung exemplarisch sein: Angesichts knapper Ressourcen, wachsender Nachhaltigkeitsanforderungen und steigender Baukosten gewinnt die Nutzung von Sekundärrohstoffen an Relevanz. Unternehmen, die entsprechende Prozesse industriell skalieren können, dürften sich Wettbewerbsvorteile sichern.